Altbayerische Onlineschau zwischen Gaudi und Grant

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Inhalt
Zuerst hatte ich überlegt, ob die beiden Wörter des Titels zusammen, mit Bindestrich oder getrennt zu schreiben sind.
Mit der ersten Möglichkeit findet eine Suchmaschine nur Tivolifoto, mit der zweiten ergeben sich vielfältige Ergebnisse, die mit oder ohne Personalisierung gleich sind. Dasselbe Ergebnis bekommt man, wenn die Suche mit zwei Wörtern und in Anführungszeichen geschrieben wird. Die Ergebnisse sind uferlos, wenn man nur die beiden Wörter in das Suchfeld schreibt.
Ich will zwar im Internet gefunden werden, die Lesegäste sind mir aber wichtiger als die Auffindbarkeit. Wegen der einfachen Lesbarkeit habe ich mich für die Schreibweise mit Bindestrich entschieden.
Alois Hingerl und der Engel Aloisius sind Münchner und als solche natürlich Altbayern, auch wenn München von deutschen und weltweiten Migranten bewohnt wird. Für mich als niederbayerischen Wahlmünchner gilt es, bayerische Lebensart und Humor vor der deutschen und internationalen Bevormundung zu bewahren.
Beim Titelbild habe ich die Aloisius-Figuren absichtlich vor dem Hintergrund der bayerischen Rauten platziert, um die Heimatverbundenheit auszudrücken. Mit dem grafischen Ergebnis bin ich unzufrieden, aber noch kann ich es nicht besser.
Der vorliegende Beitrag fasst Textteile und Fotos aus den folgenden, bisherigen Beiträgen zusammen:
Dort befindet sich das textliche und zeichnerische Original der 1911er‑Aloisius‑Geschichte.
Übernahmen sind notwendig und beabsichtigt.
Inhaltlich ist die Aloisius-Geschichte schnell erklärt:
Der Dienstmann Alois Hingerl stirbt an Überarbeitung und kommt in den Himmel. Weil er dort nur frohlocken muss und keine irdischen Genüsse wie Bier und Schnupftabak bekommt, zweifelt er, ob ihm das Engel-sein gefällt. Er protestiert so lautstark, dass ihn der liebe Gott hört. Petrus muss den Engel Aloisius zum Chef bringen. Der fragt, wo er denn herkomme. Verständnisvoll für einen Münchner Grantler beauftragt ihn der liebe Gott, seine Ratschlüsse an die bayerische Staatsregierung zu bringen. Wiedergeboren geht der Dienstmann gemäß seiner Gewohnheit zuerst ins Hofbräuhaus. Da sitzt er heute noch und die Staatsregierung hat die göttlichen Ratschläge nie bekommen.
Der Zeichentrickfilm von 1962 ist ein heimatliches Kunstwerk.





Vorangestellt falle ich mit der Tür ins Haus. Am wichtigsten sind mir die Mitspieler und Beschenkten. Die nachfolgende Chronik begann im März 2025 und wird aktualisiert. Sie beinhaltet Angaben zu den Personen, zu den Aloisius-Geschenken und zur Herkunft der beteiligten Einheimischen oder Tourismus-Gäste.
Scherzhaft bemerke ich immer, dass ich nicht verreisen muss und es anderswo nicht so schön ist wie in Altbayern, weil die Welt ins Hofbräuhaus kommt. Etliche regelmäßige Hofbräuhaus-Gäste denken übrigens genauso.
Meine Geschenke sind reiner Eigennutz, um die Freuden des Spielens und Schenkens zu genießen. Ich bin nämlich alleinstehend und habe keine Kinder. Üblicherweise würden zu mir im Opa-Alter Nachkommen zum Beschenken gehören.
Im Hofbräuhaus finde ich sie aus der ganzen Welt. Manche sind allerdings so missraten, dass ich froh bin, alleine zu leben. Andere wiederum begeistern mich und bewirken mein Wohlwollen. Insgesamt gefällt mir, dass meine Geschenke weltweit auf Reisen gehen und am Zielort wiederum Freude und Geschichten bewirken.
Aloisius-Spiel und Aloisius-Figuren-Geschenke – aufsteigend
Aktualisiert am 26. Mai 2026
| Patrizia – Set | München |
| Junges Paar und ihr Begleiter | Kolumbien, München |
| Mutter und Tochter aus Minnesota – Set, HB-Kellnerin – Frohlocker | USA, Rumänien, München |
| Marika und Mike – Zweifler und Genießer, Günther – Botschafter, Tivoli Pavillon | Freiburg, München |
| Claus Behrens und Oscar Moerch | Dänemark |
| Philippine, Marseille, und Domitile, Toulouse – Set | Frankreich |
| Hias und Mane am Tivoli Pavillon | München |
| Rene und Lena vom Stammtisch Eidgenoss – Protestler und Zweifler | Schweiz |
| Freundlicher Oberkellner – Botschafter | München |
| Emanuele und Blandine aus Marseille – Genießer und Frohlocker | Frankreich |
| Martha, Bo und Natasha aus Brasilien, Slowenien und der Slowakei | München |
| Natalie und Hamish | Australien |
| Zwei Touristinnen | Taiwan |
| Marianne, Dominique – Set | Mexiko, Düsseldorf |
| Helmut mit Sohn und Peter am Turm | München |
| Maria, Maureen, Brenda – Set | Mexiko, Taiwan |
| Stefan – Set | Ismaning |
| Kathrin und Smilla – Set | Köln |
| Yuko Movi und ihre Mutter aus Tokio – Set | Japan |
| Zwei Studentinnen der Medizin | Japan |
| Özlem und Tseynep aus der Türkei – Set | Türkei |
| Ehepaar aus Lübeck – erstmaliger Kauf des Sets am 29. Januar 2026 | Lübeck |
| Yeongi und Sohyeon aus Südkorea – Set | Korea |
| Yeong Chae und Minhye aus Korea – Set | Korea |
| Ingolstädter Stefan, Augsburger Günther und Hubert aus dem Oberland | Oberbayern Schwaben |
| Max Obermüller – Set und Martin Burger – Set Geschenke an die Hofbräuhaus-Musikanten | Oberbayern |
| HB-Personal für Tochter und Sohn – Genießer und einen Engel Maria aus Mexiko – drei Engel | München Mexiko |
| Drei Schwestern aus Ulm mit Münchner Tochter – Set Zwei Japanerinnen – Set | Schwaben Japan |
| Hessin – Protestler und Frohlocker Ruth – Genießer und Botschafter HB-Personal – Zweifler | Hessen Thüringen HB-Personal |
| Elsässerin aus Riquewihr Cici aus Shanghai Daniela aus Göppingen Martha aus Venetien – Set | Riquewihr Shanghai Göppingen Venetien |
| Paar aus Zürich Paar aus Überlingen – Set Paar aus Italien HB-Personal – Frohlocker | Zürich Überlingen Italien München |
| Caroline, UK und Singapur – Set und Kindl Donna, UK und Dubai – Set und Kindl | Singapur Dubai |
| Clementina und Paula aus Argentinien – Set ohne Protestler und zwei Biermünzen, HB-Personal – Protestler | Argentinien München |
| Conni – Set und Kindl | Ammersee |
| Isländer – Biermünze | Island |
| Zwei Paare aus Bamberg Kellnerin Dilay – Kindl und Genießer | Bamberg HB-Personal |
| Stefan – Set Ehepaar aus Paderborn Touristin aus Florida | Ismaning Paderborn Florida |
| Eileen – Set | HB-Personal |
| Drei Abiturientinnen und zwei Klassenkameraden aus dem niederösterreichischen Waidhofen an der Ybbs Christiane – Set für Enkelin Alina | Niederösterreich Hessen München |
| Kathi aus Thüringen, Christiane aus Hessen und Wolfgang – Set und drei Münchner Kindl | Thüringen Hessen |
| Rosi, Brasilianerin, Amerikanerin, zwei Damen vom VVV Kindl für Marie, Xu und Rosi | Brasilien USA |
| Gabi und Nobert aus Rheinland-Pfalz Greg und Bret aus Philadelphia Verena aus Brasilien | Rheinland-Pfalz Philadelphia Brasilien |
| Paar aus Hamburg Paar aus Texas Andi | Hamburg Texas München |
| Paar aus den USA Stefan Rotraud und Lothar | USA Ismaning Baden-Württemberg |
| Karl von den Wolpertingern zum 94. Geburtstag – Set Elisabeth – Biermünze | München |
| Imane aus Lille – Genießer Marokkanerin – Dienstmann Toni – vier Engel | Lille Marokko Niederbayern |
| Graf und Gräfin oder Sissi und Franz Stefan Toni und Franz | Österreich Ismaning Niederbayern |
| Clemens, Waidler und Musikant Alleinreisende Dame aus Uruguay Dreiköpfige chinesische Familie | Niederbayern Uruguay China |
| Amerikanische Mutter und Tochter, deutscher Tischgast Zwei Münchner Arbeitskolleginnen des Trompeters | USA München |
| Chantal aus Toronto – Genießer Emma aus Chicago – Frohlocker Toni – Protestler | Toronto Chikago Niederbayern |
| Koreanische Arbeitskolleginnen bei Samsung Senior aus Fribourg Thomas für Isarrose | Korea Fribourg München |
| Brasilianisches Geschwisterpaar Frankfurter | Brasilien Frankfurt |
| Zwei Japanerinnen Kellner Timo und türkische Kellnerin Toni | Japan HB-Personal Niederbayern |
| Tonis Idee: Anordnung der Figuren am 12. Juni 2025 Vermeintliches Paar aus Korea Vermeintlicher Abschlepper und Begleiterin | Niederbayern Korea Ukraine |
| Erika, Rosi, weiteres VVV-Mitglied – Set und Genießer | München |
| Franz aus Viechtach, Genießer | Niederbayern |
| Irene und Thomas für Isarrose – Set Tischnachbarin aus Buxtehude | München Buxtehude |
| Zwei Studentinnen der Medizin und Chemie aus Cleveland Ohio Kleines Mädchen im Dirndl – Überbringer | Cleveland Ohio |
| Türkischer Bub mit Handy und Eltern Deutsch-spanisches Paar Schwarzer aus der Dominikanischen Republik | Türkei Spanien Dominikanische Republik |
| Xu – Frohlocker, Überbringer und Münchner Kindl Neidische Kellnerin – Protestler | HB-Personal |
| Bub mit Kopfhörern – Protestler Pustertalerin und Eisacktaler – Genießer Mädel mit Interesse – Frohlocker | Pustertal Eisacktal |
| Metzgereiverkäuferin – Zweifler Ständige Breznverkäuferin – Genießer, Ältere Breznverkäuferin – Protestler Peric – Botschafter, Kellnerin mit Zopf – Frohlocker | München HB-Personal |
| Schwäbischer Tourist am Chinaturm – Verkünder Helmut – Genießer, Toni Hörner – Protestler | Schwaben Niederbayern |
| Metzgereiverkäuferin – Frohlocker Mane von den Allgeiern mit Aufteilung für alle – Set Iris für Enkelin – Set | München Allgäu HB-Personal |
| Leonora – Set Stefan für Nichte Marie – Set Paula imitiert tirolerisch – Protestler | München Niederbayern Frankfurt |
| Wolfgang für zwei Enkel, Alex – Set | München |
| Krista und Renate (Sonja und Anja aus Marburg) und Toni – Set Mädel aus Koblenz und türkische Kellnerin Start am 13. März 2025 | Marburg Koblenz HB-Personal |
Zeigt jemand besondere spielerische und fotografische Aktivitäten beim Aloisiusspiel, bitte ich, mir die Fotos zuzusenden. In der Feierlaune des Hofbräuhausabends wird meist zugesagt, meine Bitte zu erfüllen. Gelegentlich fotografiere ich auch selbst und sogar andernorts.
Der heimische Alltag lässt nämlich die Zusage oft bald vergessen. Für die folgenden Ausnahmen und Sendungen der Handy-Fotos mit E-Mail danke ich sehr und wünsche, dass viele hinzukommen.
Fotogalerie der Mitspieler – aufsteigend
Aktualisiert am 15. Mai 2026

































Der Münchner im Himmel schmückt nicht nur den Hofbräuhaus-Tisch, sondern wird auch zum Glücksbringer und ein schöner Tisch- oder Wandschmuck in der heimatlichen Wohnung. Daheim kann man das einfach zur Freude der Gäste von Tivolifoto fotografieren und an den Schenkenden als E-Mail-Anhang senden.
Die meisten Fotos im vorliegenden Beitrag stammen nicht vom Autor, sondern von den Smartphones der Gäste. Ich übergebe die Visitenkarte von Tivolifoto und bitte um die Zusendung als E-Mail-Anhang.

Die Tischgemeinschaften im Hofbräuhaus haben aber viele Eigenheiten. Man fühlt sich für die Zeit der Anwesenheit sehr verbunden, wird aber danach schnell vergessen. Die anwesenden Gäste versprechen mir, Fotos zuzusenden, im Reiseverlauf oder daheim wird das aber vergessen.
Um dem vorzubeugen, verschenke ich die Aloisius-Figuren einzeln oder im Set. Manchmal wird das Geschenk wegen der Annahme abgelehnt, dass ich dann nicht mehr mit anderen Gästen spielen kann. Dann erkläre ich, stolzer Besitzer von 20 weiteren Sets zu sein.
Werden alle fünf oder auch nur eine Figur angenommen, bitte ich um ein Foto mit der Platzierung des Aloisius in der heimatlichen Wohnung. So reist der Aloisius um die ganze freie Welt und kommt mit dem Internet per E-Mail als Foto zu mir zurück, wenn er Glück hat.
Bitte schickt mir
Eure Aloisius-Fotos
Ich garantiere, dass alle, die mir Fotos schicken, in den Himmel kommen.
Auf meine Kritik am Ausverkauf und Untergang vom Hofbräuhaus muss Positives in der Kategorie Hofbräuhaus von Tivolifoto folgen. In der Anfangszeit meiner Besuche war ich ein begeisterter Gast wegen der vielfältigen Möglichkeiten, zu fotografieren. Ich lernte Münchner Stammgäste kennen und wurde bald in die Runde aufgenommen. Vor Corona war der Münchner Tisch meist mit Einheimischen besetzt und füllte sich ganz mit Bekannten. Touristen konnten sich dazusetzen, blieben aber die Ausnahme. Oft lehnte ich es ab, mein Schulenglisch zu verwenden.
Nach Corona veränderte sich der Tisch. Einige waren verstorben, andere hatten sich wegentwickelt. Auch ich überlegte, andere Wege zu gehen. Die Fotomotive wurden mir langweilig, weil sie sich wiederholten, der Bekanntenkreis im Hofbräuhaus immer kleiner. Neue Oberkellner versuchten, uns vom Tisch mit Reservierungen zu vertreiben.
Man muss sich diese Ungeheuerlichkeit vorstellen. Jeder Wirt ist froh um seine Stammgäste. Im Hofbräuhaus freut man sich, wenn jeder Platz möglichst oft mit wechselnden Touristen besetzt ist. Einige Kellner und Oberkellner versuchen immer noch, freie Plätze aufzufüllen, ohne die Anwesenden zu fragen. Wir wehren uns dagegen, wenn Bekannte erwartet werden, und sind dabei nicht immer erfolgreich.
Zwei bis drei dazuzusetzende Touristen sind meist kein Problem für die Tischgemeinschaft. Vier oder fünf bilden häufig eine eigene Gesprächsgruppe, die andere ausschließt. Die Bereitschaft zur Gemeinschaft erkennt man schnell beim Grüßen und Fragen nach dem Platz.
Mittlerweile bemühe ich mich, Touristen an den Tisch einzuladen, von denen ich glaube, dass sie kontaktfreudig sind. Gerne würde ich Einheimische bevorzugen, sie kommen aber nur wenig.
Ich überwinde die Scheu vor der englischen Sprache und lade zwei meist junge Frauen vorwiegend aus dem Fernen Osten ein, die offensichtlich auf Platzsuche sind. Nach meiner Erfahrung freuen sie sich über die angebotenen Plätze und sind aufgeschlossen für Kontakte. Das Alter der asiatischen Damen ist aber schwer zu schätzen. Beispielsweise wurden aus zwei vermeintlichen Teenagern im Gespräch zwei 35-jährige Lehrerinnen aus Korea.
Jedenfalls sind in der Schwemme des Hofbräuhauses häufig zwei jung aussehende Asiatinnen zu sehen, die gemeinsam reisen. Meine Einladung ist keine Aufdringlichkeit, sondern ein Angebot, das abgelehnt werden kann, genauso wie der Kontakt im Gespräch und das Spiel. Ich weise darauf hin, weil ich einen Idioten kenne, der sich in Traditionswirtshäusern gezielt an Asiatinnen heranmacht, sie dann bedrängt und sie ihn aus Höflichkeit nicht zurückweisen.
Nach langer Veröffentlichungspause wurde mir unterstellt, dass mir nichts mehr einfällt. Das Gegenteil trifft aber zu. Ich habe inhaltliche Sammlungen zu mehreren Themen angelegt und wollte immer nur Geschichten aus dem Hofbräuhaus vermeiden. Mein dortiges Erleben gewährt mir aber gegenwärtig nicht die Freiheit eines anderen Beitrags. Insbesondere beeinflusst das Aloisius-Spiel meine Gedankenwelt. Es bereitet den Gästen am Tisch 35 und mir in der Schwemme immer wieder große Freude.
Ständig kommt es zu neuen Kontakten, Fotos, Erfahrungen und Erkenntnissen. Mit anderen Worten: Das Aloisius-Spiel braucht einen eigenen Beitrag, in dem die Liste und die Fotos der Mitspieler aktualisiert werden. Neue Spielvarianten, Erlebnisse und Spielbeispiele sind zu ergänzen. Außerdem verdienen die laufenden Teilnehmer eine Nennung an besonderer, eigener Stelle im gesamten Angebot.
Bislang war das Spiel ein wenig versteckt im Beitrag Aloisius hilft im Hofbräuhaus. Ich werde es aus dem Versteck befreien und hier überarbeiten. Gerne lasse ich mir vorhalten, dass ich mich wiederhole und nur über das Hofbräuhaus schreibe und fotografiere.
Am liebsten spiele ich das Aloisius-Spiel mit Damen jeglichen Alters, weil ich alleinstehend bin und weibliche Gesellschaft schätze. Bei Paaren biete ich das Spiel der Dame an und gestatte bei Bedarf dem Herrn die Hilfe. Schnell zeigt sich, wer in der Partnerschaft das Sagen hat. Mit zwei Herren habe ich noch wenig Erfahrung. Sind die Figuren auf dem Tisch, sehe ich schon, wer neugierig wird und die wahre Geschichte des an der Decke aufgehängten Monster-Aloisius erfahren will.
Die meisten Touristen halten den Kunststoff-Riesen und meine kleinen Figuren für den Helden aus dem japanischen Videospiel Super Mario von 1985.
Diese Annahme bestätigt die Klugheit der Leitung des Hofbräuhauses. Sie hängen einen Monster-Aloisius auf, den die Gäste nicht verstehen und der überhaupt nicht zur historischen Deckenbemalung passt.
Außerdem sitzt der Aloisius im Hofbräuhaus als Mensch und schwebt nicht als Engel, der nicht einmal eine Szene aus der Originalhandlung darstellt. Wahrscheinlich kannten die Auftraggeber und die Hersteller des Monsters die Geschichte nicht. Über den Münchner im Himmel und im Hofbräuhaus bekommt man keinerlei Informationen vonseiten der in der Regel nicht anwesenden, zuständigen Gastgeber.
Nicht einmal das Personal weiß, wer aus welchen Gründen an der Decke aufgehängt worden ist. Aber die Gäste werden zum Anschauen gezwungen und zum Fotografieren angeregt. Irgendeine Bedeutung wird der Super Mario im Hofbräuhaus schon haben!
Der Hofbräuhaus-Betrieb wirbt mit dem Aloisius, erklärt ihn kurz auf der Webseite und lässt aber fast alle Touristen im Glauben, dass sich der japanische Super Mario hier befindet.
Besser kann man heimatliche Kultur und Literatur nicht an die internationalen Gäste vermitteln! Aus heimatlicher Sicht ist ein solcher Betrieb im staatlichen bayerischen Wirtschaftsunternemen des Heimatministeriums ein Auslaufmodell. Es passt in unsere Zeit und zum gegenwärtigen Tourismus-Hofbräuhaus, wie man mit dem berühmtesten Stammgast umgeht.
Traditionelle Bayern werden beschämt. Die Geschichte gehört nämlich zur bayerischen Volksseele, z. B. mit der naiven, barocken Vorstellung vom Himmel, vom Wirtshaus, vom Genuss, vom Granteln und von der Wiedergeburt.
Nach einem Aloisius-Spiel zeige und erkläre ich Tourismus-Gästen gerne das gelungene Aloisius-Stüberl in der Schwemme. Aber nicht einmal dort wird man informiert.








Die Mitspieler oder Teilnehmer ergeben sich aus der Tischgemeinschaft, oder ich lade gezielt platzsuchende Gäste ein. Zuerst ist es wichtig, dass sich neue Gäste an die neue Umgebung mit den noch unbekannten Personen am Tisch gewöhnen. Dazu brauchen sie Zeit zum Schauen und für das eigene vertraute Gespräch.
Es folgt die Bestellung der Speisen und Getränke. An der Auswahl ist meist schon zu erkennen, wie aufgeschlossen Gäste für neue Erfahrungen und Erlebnisse sind. Missachtet jemand die im Hofbräuhaus verpflichtende Bierbestellung, sinken die Chancen für ein gelungenes Spiel. Mit Bierkrügen lässt sich der Kontakt leicht herstellen, allein schon deshalb, weil die Kapelle oft ein Prosit der Gemütlichkeit zum gemeinsamen Anstoßen und Trinken spielt.
Dann darf man natürlich niemanden überrumpeln, sondern absolviert die üblichen Gespräche zum Kennenlernen, z. B. zu Heimatland, Namen, Reisegrund und zu weiteren Reisezielen. Dabei zeigen sich Mitteilungsfreude, Sprachkenntnisse und Kontaktbereitschaft.
Häufig korrigiere ich die falsche Annahme, dass sich die Gäste in Deutschland befinden, und verweise auf mein Tischbanner und die weiß-blauen Rauten der Deckenbemalung. Gerne lassen sich die Touristen belehren und lernen die richtigen Bezeichnungen Bayern und Bavaria [bəˈvɛriə] in der englischen Sprache.

Das Tischbanner mit den bayerischen Rauten der Firma Fahnen Kössinger aus der Oberpfalz und die Aloisius-Figuren des Herstellers Sparfroh aus Oberfranken dienen als Fotomodelle und Geschenke für interessierte Gäste des Hofbräuhauses.
Nebenbei frage ich immer, ob die an der Decke aufgehängte Figur bekannt ist. Meist wird zugestimmt und auf den schon erwähnten Super Mario verwiesen. Ich verneine und weise auf die Flügel und das Nachthemd hin. Man erkennt, dass es sich um einen Engel im Himmel handelt. Voller Abscheu, schimpfe ich über ihn, weil er als Hollywoodkitsch in eine Geisterbahn gehört und nicht an die Decke eines traditionellen, historischen Bierpalasts.
Die Gäste erkennen, dass mein Ärger eine humorvolle Übertreibung ist, und werden zum Lachen oder zumindest zum wohlwollenden Schmunzeln angeregt. Auf dieses muss natürlich sofort mit den Bierkrügen oder Gläsern angestoßen werden, damit das Eis bricht. Anschließend frage ich, ob sie die wahre Geschichte des Engels erfahren wollen. Eine Absage habe ich noch nie erlebt.
Jetzt behaupte ich, ein großer Zauberer zu sein, und zaubere die Tüte mit den fünf Figuren aus meiner Fototasche in die Hand. Sie purzeln auf den Tisch und regen zum sofortigen Spielen an. Die Gästehände bringen die Spielzeuge mit Beäugen und Begreifen von der Waagerechten in die Senkrechte.
Vor dem genauen Hinschauen ist mittlerweile das Handyfoto wichtiger als alles andere geworden. Dann folgen das Anfassen, Spielen und Fotografieren, z. B. Aloisius in der rechten Hand und Selfie mit ihm in der linken Hand. Zurück auf dem Tisch werden die Figuren an allen nur möglichen Stellen positioniert und angeordnet. Es folgen mehr oder weniger verrückte Selfies mit dem Aloisius. Immer haben wir eine Gaudi. Die Spielfreude kennt keine Grenzen. Zurückhaltung ist aber auch erlebbar. Zumindest ich halte mich so lange zurück, bis die Zeit zum richtigen Spiel reif ist.
Die zentrale Aufgabe des Aloisius-Spiels ist, die richtige Reihenfolge der fünf Figuren gemäß der Handlung des Münchner im Himmel herzustellen. Es ergeben sich fünf Varianten, die spontan vermischt werden können.
Oft entlarven sich Voreingenommenheit und mangelnde Aufmerksamkeit. Manche Parade-Bayern in Wirtshaustacht sind schon gescheitert. Etliche Damen haben beispielsweise nicht richtig zugehört. Englische Muttersprachler, die mich mit einer eigenen Geschichte erfreuen, vergessen oft, dass mein Englisch-Wortschatz begrenzt ist. Dann spiele ich das Verstehen und lache trotzdem. Englische Fremdsprachler verwenden meist ebenfalls einfache Wörter.
Wer beim Spiel noch nicht fotografiert hat, macht es spätestens bei der richtigen Reihenfolge. Schließlich muss man sich heutzutage nichts mehr merken, weil das Handy das Hirn ersetzt.
Im Regelfall lasse ich nach dem Spiel mit zwei Gästen zwei Figuren als Souvenir auswählen. Dann warte ich auf neue Tischgäste und verschenke die weiteren drei Figuren. So ging ein Set an eine Mutter und Tochter aus den USA, einen deutschen Tischgast und zwei Münchner Arbeitskolleginnen des Trompeters.
Bevorzugt spiele ich mit fünf Gästen, damit das Spiel abwechslungsreich wird und die Geschenke ausgeglichen sind. Je nach Tageslaune und Spielfreude verschenke ich alle Figuren des Sets an zwei Teilnehmer. Die Freuden des Verschenkens und des Geschenktbekommens sind mir wichtiger als das Spiel.
Das Aloisius-Spiel kann auch abgebrochen werden, z. B., wenn ich bemerke, dass das Interesse gering ist oder die Teilnehmer aufbrechen wollen. In diesem seltenen Fall verschenke ich natürlich keine Figur.

Das Figuren-Set wird von der Firma Sparfroh für 9,99 € und bei Amazon für 15,57 € angeboten. Der Bavariashop kauft fünf Aloisiusfiguren beim Hersteller Sparfroh für 9,99 €. Dann schraubt er einen Schlüsselanhänger in die Dienstmütze und verkauft eine Figur für 9,99 €. Ist der Aloisius auf einen hölzernen Bierdeckel geklebt, kostet er 14,99 €.
Die Reaktionen bei den Figurengeschenken geben mir Einblicke in die Persönlichkeit und die Stimmungslage der Beschenkten, weil die Figuren eine Reihe von Stimmungs- und Charaktereigenschaften ausdrücken: frohlocken, zweifeln, schimpfen, überbringen, genießen.
Mit den Figuren-Geschenken will ich einfach nur erfreuen. Oft unterstützen die Figuren meine Frage, ob ich jemanden fotografieren und die Bilder im Internet veröffentlichen darf. Danach werden sie zum Geschenk für das Fotografieren lassen. In der Regel lasse ich aber nur die Gäste fotografieren.
Die häufigste Reaktion auf das Geschenk ist die Freude darüber, die etwa durch die Bewunderung der Schönheit ausgedrückt wird. Weitere Erlebnisse sind das umgehende Fotografieren mit dem Handy und die unterschiedliche, spielende Anordnung der Figuren.
Beispiel: Eine Tischbekanntschaft im Hofbräuhaus imitierte Südbairisch (Tirolerisch) so glaubhaft, dass man nicht über ihre gespielte Herkunft zweifelt. Bezeichnenderweise wählte sie unter den Figuren den Zweifler aus. Immer tragen die Figuren-Geschenke zu einer gelungenen Gemeinschaft bei.
Damen, die für die Geselligkeit und Gemütlichkeit besonders aufgeschlossen sind, wählen den Genießer oder den Frohlocker. Der Zweifler, der Protestler und der Botschafter werden in der Regel erst im zweiten Durchgang ausgesucht.

Zur Förderung des Aloisius-Spiels lade ich die im Regelfall teilnehmenden Damen zu einer Schnittmaß ein, wobei ich aber betone, dass sie nicht ausgetrunken werden muss. Den Kellner bitte ich, den halben Liter Bier in einem Maßkrug hoch aufzuschäumen. Das Servieren führt zu großem Erstaunen und veranlasst zum sofortigen Fotografieren.

Nach den Selfies und Gruppenfotos mit den Maßkrügen wird zwischendurch immer fleißig geprostet, was mit den großen Krügen auch großen Spaß macht. Für mich beinhaltet das Aloisius-Spiel eine großartige Möglichkeit, mit einfachen, heimatlichen Mitteln Völkerverständigung und Lebensfreude zu bewirken.
Die Spielteilnehmer platzieren die Figuren an möglichen und unmöglichen Orten und in ebensolchen Positionen. Die Handys werden eingesetzt, um Personen und Spielszenen festzuhalten.

Beispiel: Zwei junge Asiatinnen zeigen sich anfänglich sehr zurückhaltend, tauen aber nach dem Anstoßen mit Gläsern und Krügen sowie nach ein paar Worten mit mimischer und gestischer Unterstützung auf. Dann frage ich, ob ich sie zu einem Bier einladen darf. Sie zieren sich, sind jedoch neugierig und beratschlagend.
Beim Servieren der Schnittmaßen ist das Eis endgültig gebrochen. Es wird gestaunt und fotografiert. Die jungen Damen haben die größte Freude mit den Maßkrügen und dem aufgeschäumten halben Liter Bier. Ständig wird angestoßen und eine besonders lebensfreudige Tischgemeinschaft entsteht. Im Spielverlauf erzähle ich, als alter, einsamer und kinderloser Mann in München zu leben, und erkläre sie für den heutigen Abend zu meinen Kindern.
Junge und alte Leserinnen und Leser bitte ich um Verständnis, dass sich die Gaudi im Beispiel auf junge asiatische Touristinnen bezieht. Selbstverständlich ist sie auch mit Damen und Herren jeglichen Alters und jeglicher Herkunft möglich. Lediglich bei preußischem Verhalten wird es schwierig.
Weitere wichtige Hilfsmittel für das Aloisius-Spiel sind der Zeitpunkt und die Brotzeit. Am besten eignet sich die große Musikpause um 21:00 Uhr. Mit lauter Musik ist nämlich die Verständigung erschwert. Angenehme Lautstärken fördern hingegen das Spiel. mit den Gästen. Lädt man sie an den Tisch ein, gehört es sich, ihnen etwas anzubieten. Man muss sie sozusagen anfüttern – bairisch: afuadan. So wie meine Mutter die Hühner angefüttert hat, fange ich die Mäuse mit Speck. Dazu zücke ich mein Brotzeitbrettl und ein Taschenmesser. Die Teilnehmer wählen eines von zwei Rankerln des Paprika-Specks. Ich schneide und verteile. Das gewürzte Wammerl erzeugt Durst.

Wer die Übersicht der Beschenkten genau gelesen und die Mitspielerfotos haargenau angeschaut hat, dem ist vielleicht das Münchner Kindl aufgefallen. Vordergründig hat es mit dem Münchner im Himmel nichts zu tun. Es ist jedoch wie der Aloisius ein Symbol für die Hauptstadt des Freistaats Bayern. Leider haben bayernfeindliche und deutschlandfreundliche Kräfte unsere Münchner Stadt zur Landeshauptstadt erniedrigt.
Ich verwende die Kindl-Figur so wie die Aloisius-Figuren als Geschenk für die Tischgäste im Hofbräuhaus und privat. Es handelt sich um einen drei Zentimeter großen Schlüsselanhänger der Firma Sparfroh, des Herstellers der Aloisius-Figuren. Das große Exemplar mit sechs Zentimetern wird nicht mehr angefertigt. Beim Schenken erkläre ich kurz die Geschichte und heutige Bedeutung des Symbols für München. Damen freuen sich sehr über das schöne Souvenir und befestigen es oft an ihrer Handtasche.
Münchner-Kindl-Geschenke – aufsteigend
Aktualisiert am 29. Mai 2026
| HB-Kellnerin | Kroatien, München |
| Taxifahrer für Tochter | München |
| Touristin | Japan |
| Lizeth | Kolumbien, München |
| HB-Kellnerin | Rumänien, München |
| Marika, Tivoli Pavillon | Freiburg, München |
| Sofia | Nordhessen |
| Claus Behrens und Oscar Moerch | Dänemark |
| HB-Oberkellner | Türkei, München |
| Philippine, Marseille | Frankreich |
| Hias und Mane am Tivoli Pavillon | München |
| Rene und Lena vom Stammtisch Eidgenoss | Schweiz |
| Cansel | Istanbul, Türkei |
| Celeste (VVV-Gast) | Bologna, Italien |
| Tourist, schenkt uns zwei Brezn und Butter | USA |
| HB-Kellnerin | Serbien, München |
| Martha, Bo und Natasha | Brasilien, Slowenien und Slowakei aus München |
| HB-Personal (2 x) | München |
| Natalie | Australien |
| Taxifahrer (2 ×) | München |
| Metzgereiverkäuferin | München |
| Mariane, Dominique | Mexiko, Düsseldorf |
| Brenda | Mexiko |
| HB-Kellnerin | München |
| Tatjana | Tal, Litauen |
| Touristinnen | Sheffield, Japan |
| Hans, Tina-Michaela, VVV | München, Haar |
| Kathrin und Smilla | Köln |
| Metzgereiverkäuferin | München |
| Metzger Michi, Taxifahrerin | München |
| Patrizia, Mimmi, Hella, VVV | München |
| Yuko Movi und Mutter | Tokio |
| Stefan | Ismaning |
| Lucki | Berchtesgaden |
| Kellnerin Eileen | München |
| VVV-Mitglied | München |
| Özlem | Türkei |
| Yeongi | Korea |
| Yeong Chae | Korea |
| Touristin | Colorado |
| Lukas und Simon | Niederbayern |
| VVV-Dame | München |
| Ingrid | München |
| (Münchner Kindl klein) | |
| Besucherin | Linz |
| Rosi | München |
| Touristin | Japan |
| Besucherin | Hessen |
| Ruth | Hessen |
| Martha | Venetien |
| Cici | Shanghai |
| Kellnerin Tessa | Kreta |
| Besucherin | Zürich |
| Thomas | München |
| Beate | München |
| Alex | München |
| Kellnerin Xu | München |
| Stefan J. | München |
| Donna | UK und Dubai |
| Caroline | UK und Singapur |
| Clementina und Paula | Argentinien |
| Besucherin (Königin) | Mannheim |
| Besucherin | Freising |
| Conni | Ammersee |
| Kellnerin Dilay | München |
| Kellnerin Lea | München |
| Erika | München |
| Beate | München |
| Christiane | München |
| Kathi | Thüringen |
| Wolfgang | München |
| Rosi | München |
| Kellnerin Xu | München |
| Marie | Niederbayern |
Die Grundbedingungen für das Spiel sind mein natürliches und freundliches Annehmen der Bedürfnisse von Tischgästen sowie ihre Offenheit und Kontaktbereitschaft. Dann benötigt das Spiel psychologisches Geschick bei der Kontaktaufnahme und Gesprächsführung. Mit den Figuren, der Zeit, der Brotzeit, dem Bier und dem Prosttrinken habe ich einige Bedingungen der guten Laune und der Stimmung schon vorgestellt.
Alles nützt aber nichts, wenn nicht ein grundlegendes Wohlwollen zwischen den Beteiligten entsteht oder schon vorhanden ist. Das Spiel richtet sich auf das Wohl der Tischgäste und dient nur der Unterhaltung: just for fun.
Andere Tische und das Personal zeigen sich meist neugierig und interessiert. Kontrollierende, aufseherische und missgünstige Blicke kommen nur von dem einen Oberkellner, den keiner mag und der sich offensichtlich selbst nicht mag. Mich hat er schon als Schmierfink vom Hofbräuhaus bezeichnet. Ich lasse mir aber das Schreiben, Spielen und Fotografieren nicht nehmen.
Beim Aloisius-Spiel halte ich mich mit eigenen Fotos zurück, weil die Gäste aktiv werden. Für die Zusendung der Fotos danke ich.
Überhaupt sind der Dank genauso wie das Wohlwollen Grundbedingungen für ein gelungenes Spiel. Schillers Erkenntnis, dass der Mensch nur da ganz Mensch ist, wo er spielt, trifft auch beim Aloisius-Spiel zu. Dank und Freude sind beim Spielen zu spüren. Ich bin dankbar für die vielen Spiele im Hofbräuhaus und die Freude über die Figuren-Geschenke.
Als vorgezogenen Schluss gestatte ich mir noch eine Bemerkung. Wie immer gilt auch für diesen Beitrag: Wer seinen Namen und sein Foto hier nicht sehen möchte, schreibt mir eine formlose Nachricht, damit ich sie lösche. Ich gebe aber zu bedenken, dass sich hier nur Vornamen sowie einvernehmliche und vorteilhafte Fotos befinden. Mit der Visitenkarte von Tivolifoto habe ich auf meine Veröffentlichungsabsicht hingewiesen. Gäste mit ungewöhnlichen Namen haben ihn und ihre E-Mail-Adressen in mein Notizbuch geschrieben. Nachfolgend gibt es noch eine Erkenntnis, überflüssigen Müll und wichtige Wiederholungen.
Abschließend bemerkt: Manchmal gestaltet sich die Zusammenfassung von Texten zu einem neuen inhaltlichen Ganzen schwieriger als die Erstellung eines neuen Beitrags. Statt eines inhaltlichen Fadens kann nämlich ein Chaos entstehen.
Aus Gaudi habe ich die KI-Anbieter Google und Microsoft befragt: „Was ist das Aloisius-Spiel?“ Die Antworten und meine KI-Bewertung möchte ich den Gästen von Tivolifoto nicht vorenthalten. Ich habe sie versteckt, weil sie nicht so wie dieser Beitrag meiner eigenen Intelligenz entsprechen.
Wer viel Zeit hat, klickt diesen versteckten Seiten-Link von Tivolifoto an und liest Überraschendes und Banales aus dem vierten Quartal 2025. Aktuell sind die Antworten bestimmt anders. Gespannt bin ich auf die Veränderungen nach der Veröffentlichung dieses Beitrags.
Übernommen aus dem Beitrag Aloisius hilft im Hofbräuhaus
Selber bin ich ja gar nicht so gescheit, aber der Waidler Toni hat mich gefragt, ob ich den Aloisius dabeihabe. Uns gegenüber saß ein undefinierbares junges Paar. Vielleicht hatte er eine Touristin aufgerissen und wollte sie von ihrem Glück überzeugen. Am Tischende befand sich ein koreanisches Paar, das sehr auf Abstand bedacht war. Zu später Stunde kam der Toni noch vorbei, was mich freute, weil wir meist eine Gaudi haben.
Ich fragte den Aufreißer und sein Opfer, ob sie den Aloisius kennen, und zeigte auf das an die Decke gehängte Pappmaché-Monster. Er nickte wissend, die Begleiterin wurde neugierig. Meine Hand griff in die Fototasche und legte das Plastiktüterl mit dem Figuren-Set auf den Tisch. Die Asiaten blickten gespannt zu uns herüber. Mit Gesten bat ich sie, heranzurutschen. Sie näherten sich erst zur Hälfte und nach der weiteren Bitte gänzlich.
Jetzt leerte ich das Tüterl auf den Tisch. Fünfmal purzelte der Aloisius heraus. Die Damen freuten sich, die Herren wirkten distanziert. Mir kam die Idee, das Opfer zu bitten, die fünf Figuren in der richtigen Reihenfolge aufzustellen. Der einzige Hinweis war, dass es sich um den Münchner im Himmel handelte. Redlich mühte sich die junge Dame, eine Handlungsfolge herzustellen, wurde aber immer von mir enttäuscht. Die Hilfen der Koreanerin nahm sie an.

Mit großem mimischen und gestischen Aufwand bedauerte ich die Erfolglosigkeit der beiden Gäste und spielte die einzelnen Figuren mit Gesicht und Händen nach: frohlocken, zweifeln, protestieren, überbringen und genießen – aber in falscher Reihenfolge. Die richtige Anordnung wollte den Damen nicht gelingen.
Der Waidler Toni erbarmte sich und bat mich, die Geschichte in englischer Sprache zu erzählen. Das war mir nämlich schon einmal gelungen, obwohl ich nicht gerne Englisch spreche. Wieder nahm ich Hände, Gesicht und meinen eingeschränkten Englisch-Wortschatz zu Hilfe und bewirkte ein gemeinsames Verstehen. Dass dabei viel gelacht wurde, muss ich wohl nicht erwähnen.
Jetzt war die Reihenfolge der Figuren eindeutig und das Aloisius-Spiel aus. So ein richtiges Spiel braucht aber ein schönes Nachspiel. Zuerst bat ich das Opfer, sich einen Lieblings-Aloisius auszusuchen. Sie wählte den Genießer. Die Koreanerin griff zum Frohlocker. Großzügig erklärte ich, dass die beiden Figuren soeben in ihren Besitz übergegangen sind.
Die Damen waren hocherfreut und freuten sich noch mehr, als die beiden Herren ihnen jeweils eine weitere Figur schenken durften. Die fünfte Figur blieb für Toni übrig. Der Münchner im Himmel hatte uns allen eine große Freude, eine Gaudi ohne viele Worte und eine münchnerische Wirtshausgemeinschaft geschenkt.
Die beiden Herren wollten Toni und mich zu einer Maß Bier einladen. Wir mussten aber ablehnen, weil sich der Hofbräuhaus-Abend dem Ende zuneigte. Zeit für einen kleinen Ratsch blieb aber noch. Es stellte sich heraus, dass das Opfer eine ukrainische Geigerin war, die seit fünf Jahren in einer Beziehung mit dem vermeintlichen Aufreißer lebte. Die Koreaner waren kein Touristen-Paar, sondern Gäste eines wissenschaftlichen Universitäts-Kongresses. Ohne Zweifel war die Geschichte ein wahres Wunder des Aloisius.
Übernommen aus dem Beitrag Aloisius hilft im Hofbräuhaus
Ein Höhepunkt des Aloisius-Spiels war die Tischgemeinschaft mit einem Waidler, der sich als Musikant aus Schönberg im Bayerischen Wald vorstellte. Eigentlich dachte ich, dass der Aloisius heute frei habe, weil mir keine geeigneten Teilnehmer aufgefallen waren.
Dann setzte sich eine junge Dame an den Nachbartisch, die mir schon mehrfach wegen ihrer Platzsuche aufgefallen war. Wir luden sie an unseren Tisch ein und stellten uns vor. Sie war eine 30-jährige allein reisende Finanzangestellte aus Uruguay. Kurz darauf fragte eine dreiköpfige junge Familie aus China nach dem Dazusetzen. Die Teilnehmerzahl von fünf Personen war wegen der fünf Figuren ideal.
Ich bat die beiden Damen und das Mädchen, sich für das Spiel zusammenzusetzen. Der Vater, der Waidler und ich waren nur Zuschauer. Wie immer löste das Purzeln der fünf Figuren auf den Tisch Erstaunen und Freude aus. Die drei Damen stellten die Figuren auf.
Ich bat sie, das Set in einer Handlungsfolge anzuordnen und uns eine Geschichte zu erzählen. Ihre haarsträubenden Ergebnisse kann ich nicht wiedergeben. Es kam auch zu Sprachschwierigkeiten.
Den Waidler musste ich zurückhalten, weil er sich in die Geschichten einmischen wollte, die richtige aber nicht genau kannte. Mit meinen Hilfen durch mimische und gestische Unterstützung gelang den Damen die tatsächliche Reihenfolge.
Alle waren begeistert über das Spiel und die freundschaftliche Tischgemeinschaft. Die Figuren wurden aber nur zaghaft als Geschenke angenommen, weil mich die Damen bedauerten, dass ich dann nicht erneut spielen kann. Ich gab aber zu, die Gaudi öfter anzubieten und weitere Figuren-Sets zum Verschenken zu besitzen.


Übernommen aus dem Beitrag Aloisius hilft im Hofbräuhaus
Den ganzen Abend hielt ich erfolglose Ausschau nach einem Touristenpaar, das ich mit dem Aloisius-Spiel erfreuen kann. Nicht ganz so lange saß ein fesches, junggebliebenes, einheimisches Paar in meinem Blickfeld am Nachbartisch – sie blond und schlank im Trachtenjanker, er kerzengerade und hochgewachsen, ebenfalls im Janker. Beide vermittelten den Eindruck von filmreifem alten Adel.
Die Musik begann schon mit der letzten halben Stunde. Da lud ich sie mutig an unseren Tisch mit vier niederbayerischen Bürgerlichen ein. Der historisch und adelstechnisch gebildete Stefan bestätigte, dass die Dame mindestens wie eine Gräfin ausschaute. Ich schätze das Paar höheradeliger ein.
Bei den ersten Worten erkannten wir, dass die beiden aus dem fast bayerischen, südöstlichen Nachbarland kamen, mit dem wir die versteckte Preußenliebe teilen – sie aus Graz, er aus Tirol. Leider erfüllten sie unsere filmgeprägten, hochadeligen Klischees nicht und waren nur auf der Durchreise wegen bürgerlicher Tätigkeiten. Zumindest hatten sie für den Folgetag Karten für die Salzburger Festspiele, bei denen es ja von adeliger Prominenz nur so wimmelt.
Nach unserem kurzen Bekanntmachen ließ ich den fünffachen Aloisius auf den Tisch purzeln. Sofort begann die Gräfin mit der Aufrichtung. Ich erklärte, dass es beim Spiel um die richtige Reihenfolge gehe. Der Graf griff ein und irrte sich nur bei einer Position. Ich musste Stefan zurückhalten, weil er als erstmaliger Spielteilnehmer gleich die Geschichte erzählen wollte. Offensichtlich war sie dem Grafen ebenfalls bekannt. Er korrigierte seinen Fehler.
So schnell gab ich aber nicht auf und bedeckte die Figuren, umstürzend und verschiebend, mit den Händen. Die Gräfin sollte sie wieder ordnen, was ihr auf Anhieb gelang. Sie kannte zwar die Geschichte nicht, hatte sich aber die Anordnung gemerkt.
Endlich konnte Stefan mit der Erzählung beginnen. Toni hielt sich zurück. Schließlich hatte er das Originalspiel mit asiatischen Touristinnen schon mehrfach erlebt. Der Waidler Franz beglückte die Gräfin mit einer schneidigen Tanzeinlage vor der Kapelle. Ich übergab wie üblich die Visitenkarte von Tivolifoto und berichtete von meiner Absicht, das Erlebte aufzuschreiben. Alle fünf Spielteilnehmer wählten ein Figurengeschenk aus. Gräfin und Graf nahmen natürlich den Frohlocker und den Genießer.
Der Abend hatte einen schönen Abschluss gefunden. Am nächsten Morgen ließ ich ihn auf der Suche nach einem Titel Revue passieren. Die Filmklischees kamen mir in den Sinn. Und was sind wohl die berühmtesten Verfilmungen mit dem österreichischen und bayerischen Adel?
Gräfin und Graf erinnerten mich an Sissi und Franz wegen der drei Filmklassiker:

Übernommen aus dem Beitrag Aloisius hilft im Hofbräuhaus
Gerne besuche ich die Musikantentreffen im Bräustüberl des Hofbräuhauses: Musikantentreff und Junge Musikanten. Meist ist ein Platz am Stammtisch des Vereins für Volkslied und Volksmusik e. V. (VVV) möglich.
In Gesellschaft von vier gstandenen Münchner Damen ließ ich den Aloisius wieder purzeln. Zwei begannen sofort, die Figuren aufzurichten und zu spielen. Ich vermutete umfangreiche Vorkenntnisse.
Die richtige Reihenfolge wollte aber einfach nicht gelingen. Der Herr neben mir fragte erstaunt, ob die Figuren nicht alle gleich aussähen. Schnell bemerkte er seinen Irrtum.
Die Position des Genießers wurde an den Anfang und die des Frohlockers an das Ende gesellt. Meine Benennung der Eigenschaften war hilfreich für den Tausch. Dann veränderten die zwei Damen die restlichen drei so lange, bis die Handlung stimmte.
Ich zerstörte die Ordnung und schob die Figuren zu der Nachbardame. Ob sie die Geschichte genau kannte, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte sie sich die Positionen gemerkt und das Spiel war schnell beendet. Trotzdem hatten alle eine Freude.
Nur die Herren am weiteren Teil des langen Tisches waren etwas desinteressiert gewesen. Ich kündigte an, das Spiel beim nächsten Stammtisch mit den Herren zu wiederholen. Die Damen vermuteten jetzt schon eine Blamage. Wie üblich freuten sich die vier Damen sehr über die Figurengeschenke. Die Reihenfolge der Auswahl war auch wie gewohnt: Zuerst der Genießer und der Frohlocker. Übrig blieb der Zweifler für eine fünfte Dame, die bei den Herren saß.
Da meldete sich der mir benachbarte Herr und bewies uns mit dem Handy, dass der Aloisius sein Avatar sei. Daraufhin schenkte ihm die fünfte Dame den Zweifler. Der Herr war aber nicht zufrieden, weil sein Avatar den Maßkrug- oder Genießer-Aloisius zeigte. Seine neue Besitzerin erbarmte sich und tauschte.
Das Aloisius-Spiel
Hintergründe, Erfahrungen, Varianten und Bedingungen zum Aloisius-Spiel im Hofbräuhaus werden mit Beispielen und Fotos vorgestellt. Es gilt, die fünf Figuren gemäß der Geschichte des Münchners im Himmel anzuordnen. Dabei erlebt man Geselligkeit, bayerischen Humor und Gemeinschaft mit Touristen im Wirtshaus.
Aloisius hat geholfen
Der Titel verweist auf die Volksfrömmigkeit in Altbayern. In zahlreichen Kapellen und Kirchen finden sich Votivtafeln mit Inschriften, dass ein Heiliger geholfen hat. Natürlich kann ich den Aloisius nicht heiligsprechen, außerdem gibt es schon einen Heiligen mit diesem Namen. Mein Aloisius hat trotzdem geholfen.
Aloisius hilft im Hofbräuhaus
Die Hilfen des Münchners im Himmel zeigen sich im Hofbräuhaus. Der Engel Aloisius erfreut Gäste und Personal, bewirkt aber auch Kritik. Ein Figuren-Set drückt frohlocken, zweifeln, schimpfen, überbringen und genießen aus. Es veranlasst zum Spielen und Schenken. Die Geschichten verstehen sich als Satire und Gaudi.
Wer ist der Aloisius?
Natürlich ist er vergilbt, weil er schon 114 Jahre auf dem Buckel hat. Seine Botschaft ist allerdings aktueller denn je. Er bleibt ein patriotischer Münchner Grantler, den Bayern dringend braucht. Sonst schwimmen der Freistaat und das bayerische Volk mit seinen drei Stämmen trotz der Verfassung von 1949 den deutschen Bach hinunter. Das kann doch nicht im himmlischen Interesse sein.