Tivoligeschichten

Aktualisiert am 18. Juli 2017

Link für den freien Download des Artikels als PDF-DateiWeil ich in München am Tivoli wohne, nenne ich mein Internetangebot Tivolifoto. Wenn ich Geschichten schreibe, dann heißen sie für mich natürlich Tivoligeschichten, obwohl diese mit dem Tivoli in München vielleicht wenig zu tun haben. Die Geschichten sind aber wahr oder haben einen Wahrheitsgehalt. Manchmal entstehen sie am Computerschreibtisch, gelegentlich aber auch am Wirtshaus-, Gastgarten- oder Biergartentisch in meinem Notizbuch. Diese Aussage ist natürlich Schmarrn. Es ist viel dramatischer. Die Erlebnisse zu den Geschichten sind in meinem Kopf. Sie lassen mich nicht mehr los, bis ich sie aufgeschrieben habe. Dabei habe ich aber ein Problem. Bei manchen Sätzen, Satzteilen, Satzfolgen oder Übergängen bemerke ich, dass sie umständlich konstruiert wirken können. Diese Selbsterkenntnis soll vermitteln, dass ich daran arbeite.

Hätte mir jemand im Verlauf meines Berufslebens gesagt, dass ich irgendwann freiwillig Geschichten verfassen werde, dann hätte ich den betreffenden Verstand infrage gestellt. Für mich ist das Schreiben immer schon eine Anstrengung gewesen, die man im Verlauf der kindlichen oder jugendlichen Schulzeit ausgetrieben bekommt. Meine Aufsätze sind grundsätzlich dunkelrot und mit entsprechenden Noten zurückgekommen. Ich habe dies als Schicksal hingenommen, weil mir die Ursachen nicht verständlich gemacht worden sind. So geht es wahrscheinlich immer noch vielen Schülern.

Nach geglückter akademischer Bildung kommt man im beruflichen Leben nicht mehr um sprachliche Richtigkeit herum. Deshalb musste ich mir aneignen, was die schulische Bildung nicht vermocht hatte. Texte mit beruflicher Sachlichkeit haben aber eigene Bedingungen, Notwendigkeiten oder Zwänge. Private Geschichten gibt jeder gerne in Gesprächen wieder. Der Schritt, meine Tivoligeschichten aufzuschreiben, entwickelte sich mit dem Fotoangebot im Internet. Ich erkannte, dass mir das Herzeigen von Fotos zu wenig ist. Texte zu den Zusammenhängen und Hintergründen wurden mir wichtig. Dabei bemerkte ich, dass ich vieles erlebe, das mit Fotos nicht mitgeteilt werden kann.

Mein schriftliches Mitteilungsbedürfnis hat aber vielfältige Ursachen. Ich erlebe Gesprächsteilnehmer häufig als Totschwätzer oder niederbayerisch als Mausdoutschmatza. Dann entwickle ich eine Neigung zur Zurückhaltung. Nichtssagende Geschwätzigkeit ist für mich Zeitdiebstahl. Alle kennen das, wenn sie beispielsweise Erlebtes als Wiederholung oder die Handlung von Romanen und Spielfilmen erzählt bekommen. Höflichkeit in Gesprächen gebietet, diese Form der Machtausübung teilweise zuzulassen. Bei Geschriebenem hat ein Leser die Freiheit des Abbruchs. Beim Schreiben kann man Bemerkenswertes, Kritik oder Humor mitteilen, ohne Zwang auszuüben. Als Schreibender bekomme ich die Möglichkeit der Entlastung durch Mitteilung. In Partnerschaften wird dies oft mündlich betrieben. Ich mache dies einfach schriftlich, weil ich alleinstehend bin. Aus diesen vielfältigen Gründen musste ich anfangen, Erlebtes in Tivoligeschichten festzuhalten.

Im Lauf der Zeit entwickelte ich ein Ordnungssystem für die Texte. Mit dem Bereich Aus der  Vorstadt sind Beiträge zum örtlichen Bezug vor der Haustür im Wohnviertel gemeint. Beim Stenz und Grantler kann ich alles zusammenfassen, was mir gefällt oder missfällt. Django ist eine Kunstfigur, die sich über jede Systematik hinwegsetzen darf. Bei der Zuordnung von Geschichten gibt es natürlich Überschneidungen. Gelegentlich fasse ich Geschichten zu einem privaten Buchbeitrag zusammen. Meine Fotobücher sind mir bislang aber wichtiger.

Ich weiß nicht wohin mein Weg geht. Das ist auch gar nicht so wichtig. Wenn es mich drückt, schreibe ich eine Geschichte oder arbeite an einem Fotobuch. Beides macht Sinn für mich und gehört zusammen. So kann ich beispielsweise Humor mehr mit Texten vermitteln, Schönheit aber eher mit Bildern. Manchmal ist es aber auch ganz anders. Außerdem möchte ich mich bewusst von Dampfplauderern abgrenzen, die sich nur im gesprochenen Wort festlegen. Wörter und Bilder gehören für unterhaltsame und nachvollziehbare Aussagen zusammen. Ich wünsche gute Unterhaltung mit meinen Tivoligeschichten.

 

Aus der Vorstadt

Das Lehel, die Sankt Anna Vorstadt Das Lehel, die Sankt Anna Vorstadt
Tivoli im Schnee Tivoli im Schnee
Weihnachten und Neujahr Weihnachten und Neujahr
   
 

Vorstadtstenz

Goaßgschau Beiträge zur Psychologie des Goaßgschaus (06/16)
Goaßgschau im Weissen Bräuhaus Goaßgschau im Weissen Bräuhaus (06/16)
Carmen aus Toronto Carmen aus Toronto (08/15)
Erfindung des Weißbiers Erfindung des Weißbiers (07/15)
Ist das Leberkäse? Ist das Leberkäse? (04/15)
Meine Heiligen Meine Heiligen (01/15)
Kathi und die wilde Weiße Kathi und die Wilde Weiße (01/15)
Blumengrüße aus der Hirschau Blumengrüße in der Hirschau
Kleine Welt Kleine Welt
Das Geheimnis vom Tivoli Das Geheimnis vom Tivoli
Blumen für meinen Weiher Blumen für meinen Weiher
   
 

Vorstadtgrantler

Der Maurer Franz Der Maurer Franz (01/17)
Gongpauker und Schreischratzen am Tivoli Gongpauker und Schreischratzen am Tivoli (07/16)
Skandal am Tivoli Skandal am Tivoli (01/16)
Offener Brief an die Schulgemeinschaft des Wilhelmsgymnasiums am Tivoli Offener Brief an die Schulgemeinschaft des Wilhelmsgymnasiums am Tivoli (12/15)
Der Feldafinger Der Feldafinger (11/15)
Des is Leberkas! Des is Leberkas! (09/15)
Pechbedienung Pechbedienung
Der Radlpreiß Der Radlpreiß
Parken am Lehel Belvedere Parken am Lehel Belvedere
Zufälle und andere Fälle Zufälle und andere Fälle
Spendenaufruf für Vodafone Spendenaufruf für Vodafone
Vorstadt-Weihnachtsfeier Vorstadt-Weihnachtsfeier
   
 

Django

Django und die Sicherheit im Traditionszelt Django und die Sicherheit im Traditionszelt (11/16)
Django und das Erbe des Deiglmayrs vom Aumeister Django und das Erbe des Deiglmayrs vom Aumeister – meine Familiengeschichte
Django und das Bierholen am Aumeister Django und das Bierholen am Aumeister
Django und die letzten Tage der Rosinante am Aumeister Django und die letzten Tage der Rosinante am Aumeister