Helen-Keller-Realschule am Tivoli

Helen-Keller-Realschule München

Geräusche durch Schulen, Sport und Verkehr sind normal. Übertreibungen wie rücksichtloser, überflüssiger und schädlicher Lärm durch Geschrei und Prallen von Bällen sind neben Wohnungen unberechtigt und ordnungswidrig.

Lärmprotokoll zur Socceranlage

Donnerstag
Dienstag
Freitag
Mittwoch
Dienstag
Mittwoch
Mittwoch
Donnerstag
Montag
Montag
Mittwoch
Montag
Montag
Montag
Mittwoch
Montag
22.09.2022
04.10.2022
14.10.2022
19.10.2022
25.10.2022
26.10.2022
09.11.2022
10.11.2022
14.11.2022
21.11.2022
30.11.2022
05.12.2022
19.12.2022
14.01.2023
18.01.2023
23.01.2023
14:40 Uhr bis 15:50 Uhr
15:30 Uhr bis 15:50 Uhr
12:35 Uhr bis 13:00 Uhr
15:40 Uhr bis 16:00 Uhr
12:50 Uhr bis 13:45 Uhr
15:30 Uhr bis 15:55 Uhr
12:30 Uhr bis 13:10 Uhr
11:35 Uhr bis 12:00 Uhr
15:15 Uhr bis 15:50 Uhr
15:05 Uhr bis 15:55 Uhr
15:25 Uhr bis 15:55 Uhr
13:45 Uhr bis 14:30 Uhr
13:45 Uhr bis 14:25 Uhr
12:30 Uhr bis 14:20 Uhr
14:35 Uhr bis 15:10 Uhr
13:15 Uhr bis 15:00 Uhr

Versagt die Schulleitung?
Eine Schulpause dauert 15 bis 20 Minuten. Das dachte ich auch am Montag, dem 23. Januar 2023. Ich freute mich, weil das schulübliche Geschrei in der Mittagspause normalerweise um 13:45 Uhr endet. An diesem Montag schrien und brüllten sich die Schüler auf der Socceranlage aber erst richtig in Stimmung und gingen in die Verlängerung bis 15:00 Uhr. Das war keine Pause, sondern fast zweistündiger Lärmterror. Die zehn Schüler waren unbeaufsichtigt und ließen die sprichwörtliche Sau raus. Den Lärm mit Musik in Zimmerlautstärke zu übertönen, war nicht möglich. In den Wohnungen galt Mittagsruhe. Krankheitsbedingt konnte ich die Wohnung nicht verlassen und musste die Körperverletzung aushalten.

Rahmenbedingungen

Natürlich schreibe ich nicht im Namen aller Anwohner, und die vorherige Kritik am Wilhelmsgymnasium und am Maximiliansgymnasium war mir keine Freude, sondern eine Not. Die schulische Nutzung gehört aber zur Lage und zur Geschichte des Tivoli. Meine gesamten Aktivitäten gegen das städtische Unrecht am Tivoli sind in dem Beitrag Chronik des Tivoliskandals zusammengefasst.

Schändlicherweise haben rot-grüne Stadtpolitik und die Stadtverwaltung die Anwohner am Tivoli belogen und betrogen. Die unrechtmäßige Nutzung der Tennisanlage für das städtische Versagen beim Unterhalt von Schulen ist nicht – wie 2014 zugesagt – nach sechs Jahren beendet, sondern erst ohne Genehmigung um ein Jahr und dann mit Genehmigung um zwölf Jahre verlängert worden.

Dabei wurden die Anwohner informiert und zu Fragen eingeladen, die dann ganz einfach unbeantwortet blieben. Die Genehmigung erfolgte ohne Bürgerbeteiligung, ohne Einbeziehung der Nachbarn gemäß Art. 66 BayBO und ohne Beantwortung meiner Fragen an das Schulreferat. Dafür kann aber die neue Schulgemeinschaft am Tivoli nichts.

Schulüblicher Lärm

Ich nutze diese Seite meines Internetangebots, um die Auswirkungen der am Tivoli neuen Helen-Keller-Realschule auf die Anwohner zu kommentieren. Hauptsächlich geht es um den schulischen Lärm. Um es vorwegzunehmen: Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Gymnasien am Tivoli trifft die Bezeichnung „schulüblich“ auf die neue Schule zu.

Der größte Lärm kommt nach wie vor von der unrechtmäßigen Socceranlage, die seit September 2021 als Schwarzbau genutzt wird, weil das Schulreferat keine Genehmigung beantragt und die Lokalbaukommission die Nutzung duldet. Die vorherige Bau- und Nutzungsgenehmigung beklage ich seit Dezember 2020 vor dem Verwaltungsgericht.

Bei der Helen-Keller-Realschule ist es erfreulich, dass auf den, in der gesamten Umgebung störenden, Außengong vollständig verzichtet wird. Die Pausen beginnen somit nicht mit einer autoritären, idiotischen und lautstarken Aufforderung, dass Geschrei ab sofort erlaubt ist, sondern mit Ruhe. Natürlich gibt es immer einzelne Schreihälse, die es nicht lassen können. Aber sie sind in der Minderheit.

Schüler des Wilhelmsgymnasiums und des Maximiliansgymnasiums schrien dagegen erheblich stärker. Vielleicht wurde das durch die sogenannte humanistische Bildung verursacht, welche die Erziehung zu erübrigen schien. Bei der zweiten sogenannten höheren Schule fielen Schüler besonders durch beabsichtigte, heftige Schüsse auf die Umrandung der Socceranlage auf. Prallgeräusche durch Bälle waren dementsprechend laut. Schülerinnen haben sich mit Kreischen hervorgetan. Die erste Schule glänzte durch exzessives Gongen und die lautstarke Nutzung von zwei Tischtennisplatten mit ungebremstem Geschrei.

Dagegen kann die Helen-Keller-Realschule in manchen Pausen fast überhört werden. Die geringere Laustärke ergibt sich nicht durch die kleinere Schülerzahl. Auf der Socceranlage spielt nämlich die gleiche Anzahl von Schülern, aber sie spielen Fußball und nicht Haudrauf. Es wird gelaufen und zugespielt ohne ständig gegen die Umrandung zu knallen. Man bekommt den Eindruck, dass die Schüler angeleitet wurden und sich beaufsichtigt fühlen. Vielleicht sind die Bälle auch nicht so lautstark wie vorher.

Nutzungszeiten der Socceranlage

Die derzeitige Nutzung der Socceranlage ist regelmäßig in der 1. Pause von 9:30 Uhr bis 9:50 Uhr, in der 2. Pause von 11:20 Uhr bis 11:35 Uhr und in einer Mittagspause etwa von 13:20 Uhr bis 13:45 Uhr. Leider wird man als Anwohner immer wieder zwischendurch und unerwartet gestört, wie das obige Lärmprotokoll ohne die drei Pausen zeigt.

Der zeitliche Umfang für die Nutzung der Socceranlage in den drei Pausen beträgt insgesamt 55 Minuten. Beim Maximiliansgymnasium waren es 155 Minuten und vor meinen Beschwerden meist mehr als fünf Stunden oder 300 Minuten.

Davon haben Anwohner, die sich anderswo an ihren Arbeitsplätzen befanden, natürlich nichts mitbekommen. Die vorherige Nutzungsdauer war aber beim Aufenthalt in der Wohnung unerträglich und schädlich.

Für die Gesundheit der Anwohner ist es notwendig, dass feste Nutzungszeiten der Socceranlage eingehalten werden. Das bedeutet zwar immer noch eine Einschränkung in der Freiheit der Wohnungsnutzung, weil konzentriertes Arbeiten oder erholsame Ruhe nicht möglich sind, man kann sich jedoch darauf einstellen. Ballprallen und Schreien fangen nicht plötzlich an. Wird der Hinweis auf die Gesundheit als übertrieben angesehen, ist zu bedenken, dass sich unter den Anwohnern auch Kleinkinder sowie alte, kranke, arbeitende und anderweitig ruhebedürftige Personen befinden.

Vielleicht wäre es für die Schule einfach, bei Unterrichtsausfällen mit der Socceranlage zu reagieren. Für Anwohner wäre der unerwartete Lärm dagegen ärgerlich und schädlich. An den kurzfristigen Lärm in den drei Pausen kann man sich gewöhnen.

Mit langdauernden, unregelmäßigen Nutzungszeiten würde die Helen-Keller-Realschule ihr Ansehen im Blick auf den eigenen Bildungsauftrag, auf die Herkunft im Stadtteil Johanneskirchen, auf die Erziehung der dortigen Eltern und schließlich auch auf die Namensgeberin vermindern.

Verständlich ist, dass die Schule untersagt, das verschlossene Tor im Zaun zur Socceranlage zu übersteigen. Leider wird dieses Verbot immer wieder nicht befolgt, was insgesamt Probleme bei Autorität und Disziplin vermuten lässt. Der dadurch entstehende öffentliche Eindruck, den auch Schreien und Brüllen auf der Socceranlage vermitteln, ist den Schülern noch nicht bewusst gemacht worden. Geschrei auf dem Schulgelände während der Unterrichtszeit wird sicherlich auch von der Schule selbst als störend empfunden und bekämpft.

Bitten und Wünsche

Meine Bitte an die Schulleitung und Lehrkräfte ist, bei Unterrichtsausfällen auf die Socceranlage zu verzichten. Ich hoffe, dass sich die Lärm-Verhältnisse am Tivoli gegenüber dem Beginn des Schuljahrs 2022/23 nicht verschlechtern, und danke für den bisherigen rücksichtsvollen Umgang mit den Anwohnern. Insgesamt wünsche ich der Helen-Keller-Realschule viel Erfolg und eine gute Zeit am Tivoli.