Heiter bis bockig

Link für die Musikempfehlung: Andreas Martin Hofmeir - Tuba - Echo Classic Verleihung 2013 - Instrumentalist des Jahres Link für den freien Download des Artikels als PDF-Fotobuch Link für Buchansicht oder Nachbestellung bei fotobuch.de Heiter bis wolkig wäre als Titel für meine neuen Tivoligeschichten auch möglich, aber durch vielfache mediale Verwendung langweilig. Heiterkeit und Hintersinnigkeit sind in meinen Texten häufig beabsichtigt. Kritik gibt es dabei mit freundlichen und sachlichen Worten. Bockig, eigensinnig oder trotzig sind Eigenschaften, die meist Kindern zugeschrieben werden. Wenn es jedoch um Widerstand gegen Unrecht geht, dann werden solche Verhaltensweisen für alle Generationen notwendig.

Zunächst wollte ich mir viel Zeit lassen für eine neue Zusammenfassung meiner Tivoligeschichten. Auf einmal bildete ich mir ein, dass es jetzt sofort sein muss. Die Weihnachtszeit und das Jahresende sind aber auch Tage des Rückblickens und des Ablegens für einen Neuanfang. Die Arbeit für Tivolifoto begann 2015 für mich etwas orientierungslos. Ich gestaltete sogar ein Video, statt eines neuen Fotobuchs. Dann kam der Fasching auf dem Viktualienmarkt, der mir in nur drei Tagen viele Fotos und danach das erste 2015er Fotobuch schenkte. Der Markt interessierte mich. Ich machte ihn zu meinem neuen Erlebensraum und fotografischen Schwerpunkt 2015.

Zwischendurch tanzte ich mit der Auer Dult ein wenig aus der Reihe, dann kam aber mit aller Macht der Frühling auf dem Viktualienmarkt. Andere Motive warteten in einem Stau. Dieser verhalf mir zum Folgetitel Musikantenfrühling. Der fotografische Sommer fand danach jedoch nicht auf dem Markt, sondern im Englischen Garten statt, weil es hier ebenfalls einen Stau abzuarbeiten gab. Statt Fotos herzuzeigen, schrieb ich im Sommer einige neue Tivoligeschichten mit Erlebnissen im Biergarten auf dem Viktualienmarkt. Somit sitze ich jetzt im Januar 2016 immer noch auf einen Berg mit Fotos vom Sommer auf dem Viktualienmarkt. Der Herbst ist schnell gekommen und damit auch die Oide Wiesn. Dieser Teil des Oktoberfests ist mein fotografischer Dauerschwerpunkt, für den noch zwei neue Fotobücher in Planung sind.

Mit der Zusammenfassung von neuen Tivoligeschichten kann ich die gut gefüllte Seitenleiste in meinem Internetangebot leer räumen, um Platz für Neues zu schaffen. In fünf Jahren Tivolifoto haben sich bei mir eigene Vorgehensweisen entwickelt. Ich möchte meinen Gästen keine wortlosen Bildhaufen oder Galerien anbieten, sondern Fotostrecken mit Begleittexten. Eine geplante und strukturierte Vorgehensweise verwende ich auch für die Tivoligeschichten. Ich veröffentliche sie nach dem WordPress-Aufbau nicht als Beiträge, sondern als Seiten. Diese werden dann nicht in das Benachrichtigungssystem von WordPress.com eingebunden. Da ich die Seiten aber mit Links in der Seitenleiste platziere, werden sie von allen Gästen wahrgenommen, die einen Fotobeitrag über eine Suchmaschine aufrufen. Insgesamt finden die Seiten jedoch wenig Beachtung. Das Lesen umfangreicher Texte am Bildschirm ist einfach gewöhnungsbedürftiger als auf Papier. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Grund für mein neues Foto-Lese-Buch. Zudem kann ich gedruckte Exemplare als persönliche Geschenke verwenden.

Zwischen den Fotobüchern wird es nun neue Tivoligeschichten geben. Dabei ist nicht alles eitel Sonnenschein. Ich muss mich gelegentlich auch über etwas aufregen. In diesem Zusammenhang gilt es aber aufzupassen, nicht in die Nähe von zugezogenen Preußen zu kommen, denen Kirchen- und Kuhglocken sowie Öffnungszeiten von Wirtshäusern und Biergärten nicht passen. Außerdem findet man bei Zunahme von Alter und Erfahrung immer mehr Ansatzpunkte für Kritik. Deshalb sind zwei Grundsätze meiner neuen Tivoligeschichten Humor und Sachlichkeit. Das kann man natürlich auch übertreiben in beißenden Spott und nackte Wahrheit zur Beschreibung von Dummheit. Symbolisch für diese Vorbemerkungen ist die Gestaltung der Umschlagseiten, wobei auf der Rückseite Lebensfreude und Kritik eine Verbindung eingehen. Wer sich ärgern lässt, hat verloren. Meine Arbeit soll doch für mich und die Gäste immer Unterhaltung und Gaudi sein.

Mit der Bezeichnung Arbeit meine ich keine Mühen, sondern Freuden. Tätigkeiten wie Fotografieren, Schreiben, Gestalten und Herzeigen unterhalten mich und gefallen mir. Ich kann mich weiterentwickeln. Das ist 2015 nicht nur im Bereich der Foto- und Computertechnik erfolgt, sondern auch bei den Inhalten. Im Sommer sind mir auf einmal neue Geschichten wichtiger als das Fotografieren geworden. Und jetzt ist meine aktuelle Unterhaltung die Text- und Bildgestaltung für ein Lesebuch mit Fotos. Dabei bin ich Autodidakt. Ich lerne durch Nachmachen und durch das Erkennen von Verbesserungsmöglichkeiten aus früheren Vorhaben. Hierfür habe ich keine Hilfen durch andere Personen, sondern nur meine eigenen Entwicklungen und Erfahrungen sowie den Drang, etwas Neues frei zu gestalten.

Mir ist natürlich bewusst, dass ich von Software- und Firmenvorgaben abhängig bin. Die Software macht aber das, was sie kann und ich will, die Firma meist das, was sie anbietet und ich bezahle. Das Lese-Foto-Buch wird es wieder online bei Tivolifoto geben. Jeder kann es nachbestellen, wahrscheinlich werde ich der einzige Käufer sein. Der Grund ist ganz einfach. Die Geschichten sind vielleicht schon gelesen worden oder man kann sie ohnehin online lesen. Und was soll es schon Interessantes zwischen Tivoli und Viktualienmarkt von einem unbekannten Verfasser geben? Also ist das Ganze doch gar nicht so wichtig.

Dieses Nicht-Wichtig-Sein gibt mir die Freiheit der Themenwahl und der Meinungsäußerung. Ich scheue keine Kritik, weil meine Darstellungen und Ausführungen die von mir erlebte Wahrheit sind. Selbstverständlich akzeptiere ich andere Formen der Wahrnehmung und des Erlebens. Beim Handeln muss man jedoch nicht alles hinnehmen. In unserer Freiheit des Handelns liegt die Gefahr der Übertreibung zur Erlangung von Vorteilen und Gewinnen. Manchmal ist es aber auch nur die Gefahr der Gedankenlosigkeit. Vermutlich ist das Wilhelmsgymnasium mitschuldig für die Unterbringung in den hässlichen Containern. Wer gedankenlos und ohne Grund sechzehnmal täglich mit Außenlautsprechern seine Nachbarn zugongt, kann nur erschwert vorstellbar etwas mit Bildung zu tun haben. Eine Stadtverwaltung, die Entscheidungen gegen den Bürgerwillen trifft, ist nicht demokratisch. Die Betrugsabsicht mit dem Feldafinger auf dem Viktualienmarkt ist keine Vermutung oder Unterstellung, sondern eine mit Fotos belegt Tatsache. Oder glaubt jemand, dass es sich bei meinen 56 Feldafinger-Fotos um zufällige Einzel- und Ausnahmefälle handelt? Heiterkeit hat Grenzen zu Ironie und Spott. Bockig muss man sein, wenn man sich über Unrecht und Betrug aufregt. Böcke kann man schießen, indem man sich undemokratisch gegen den Bürgerwillen durchsetzt oder grundlos die Umgebung zugongt. Ich wünsche gute Unterhaltung mit meinen neuen Tivoligeschichten.

Hinweise
Dieser Beitrag besteht aus den Bildschirmkopien des Fotobuchs.
Mit den folgenden Links können die neuen Tivoligeschichten
auch in HTML- und PDF-Versionen aufgerufen werden.

Tivoligeschichten

Seite 02a

Fotobücher 2015

Fotobücher 2015

Viktualienmarkt

Kathi

Kathi

Kathi

Meine Heiligen

Sankt Peter und Heilig Geist

Petrus und Josef

Brunnenheilige

Meine Heiligen

Erfindung des Weißbiers

Erfindung des Weißbiers

Erfindung des Weißbiers

Carmen aus Toronto

Carmen aus Toronto

Carmen aus Toronto

Leberkäse

Leberkäse

Leberkas

Dr. Franz Forchheimer

Leberkas

Radlpreiß

Seite 29

Feldafinger

Feldafinger

Feldafinger

Feldafinger

Feldafinger

Feldafinger

Skandal am Tivoli

Seite 37

Skandal am Tivoli

Skandal am Tivoli

Skandal am Tivoli

Totengräber

Skandal am Tivoli

Skandal am Tivoli

Skandal am Tivoli

Containerschule

Containerschule

Containerschule

Wilhelmsgymnasium

Wilhelmsgymnasium

Schulgong

Schulgong

Seite 52a

Locker bis rockig

There are 4 comments

  1. ladyfromhamburg

    Hallo Josef,
    ich war gerade eine ganze Weile vertieft in deinen heutigen Post mit seinen Untergeschichten u.v. m.
    Wie Uschi werde ich von Zeit zu Zeit wiederkommen, um immer ein bisschen weiter in den Geschichten zu lesen.
    Mir gefällt deine Vorstellung, wie dein Blog, wie deine Geschichten und Fotos gestaltet sein sollen. Wie sie dir textlich vorschweben (Formulierung, Stil, Unterhaltung, jedoch Kritik inbegriffen etc.) und wie sie leichter auffindbar werden – auch durch die Seiten!
    Ich bin gerade bis zur Geschichte von Carmen aus Toronto gelangt (inklusive). Da hat sich die Terminüberschneidung aber doch ganz gut in den Griff bekommen lassen und selbst die Sorgen wegen der Sprache waren unbegründet.
    Ich werde wieder vorbeischauen und freue mich schon auf weitere Geschichten.

    Liebe Grüße
    Michèle

    (Und auch auf diesem Weg noch einmal vielen Dank für die kürzliche Überraschung!)

    1. Josef

      Liebe Michèle, dankeschön, da hast Du ja schon 22 Seiten geschafft. Ich freue mich, wenn Du wieder vorbeischaust. Leider ist die Schrift in den Bildschirmkopien der PDF-Vorschau-Seiten des Fotobuchs nicht so scharf wie in der HTML-Version. Mir geht es aber mehr darum, die Anordnung im Fotobuch zu zeigen. Am besten sieht man diese in den PDF-Doppelseiten des Fotobuchs. Die HTML-Texte sind ja in den Hinweisen verlinkt. Mir gefällt es, dass Du meine Begleittexte immer genau liest und kommentierst. Das Warum und das Wie sind mir sehr wichtig. Die Geschichten selbst sind aus Sicht von Nicht-Münchnern vielleicht gar nicht so interessant. Man kann aber viel über den Verfasser herauslesen. Und der ist immer für eine Überraschung gut. Herzliche Grüße von München nach Hamburg, Josef

  2. keinbisschenleise

    *wow…
    da muss ich noch mal wieder kommen lieber Josef, das ist einfach zu viel zu lesen und zu schauen
    und ich möchte mir echt ZEIT nehmen, nichts zu verpassen.
    Erst mal danke für die schönen Einblicke und einen herzlichen Gruß,
    Uschi

    1. Josef

      Liebe Uschi, natürlich freue ich mich wenn Du wiederkommst. Vieles ist aber auf meine persönliche Situation in München bezogen. Ich habe einfach aufgeschrieben, was mir 2015 in meinem Lebensumfeld erheiternd und problematisch aufgefallen ist. Vor Jahren konnte ich mir gar nicht vorstellen, jemals Fotos und Texte zu veröffentlichen. Das Internet und der Digitaldruck sind nur die eine Seite, wesentlich bedeutender sind die Arbeit und das Sich Trauen. Mittlerweile ist mir beides zu einem erfreuenden und bedeutenden Lebensinhalt geworden. Herzliche Grüße mit den 140 Kilometer Isarwellen vom Tivoli zur Mündung bei Plattling, Josef

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