Grüße vom Tivoliweiher

Nur ein Weiher nannte ich den letzten Beitrag zu meinem Weiher im Tucherpark, der sich zwischen den Gebäuden Am Tucherpark 1 und Sederanger 6 befindet. Jetzt könnte ich schon wieder die Ansichten, Blicke oder Freiheiten für einen Titel verwenden, aber ich bin rückständig und grüße alle Gäste vom Tivoliweiher. Das ist ganz schön altmodisch. Heute schaut man sich oder jemanden oder etwas doch an und bleibt ausdruckslos. Es gibt Leute, die erschrecken, wenn man sie grüßt, weil sie so cool sind. Und was passiert hier. Die Besucherinnen und Besucher werden mit einem herzlichen Grüß Gott vom Tivoli in München empfangen. Zurzeit heißt es Herzliche Grüße vom Tivoli. Vielleicht wird bald ein Herzliches Willkommen zu lesen sein. Ich möchte abwechseln, aber die Gäste sollen immer begrüßt werden.

Dann wird in der Seitenleiste kurz der Inhalt von Tivolifoto vorgestellt. Und schon wieder geschieht etwas hoffnungslos Unzeitgemäßes. Man liest ein Dankeschön für das Anschauen der Fotos, das Lesen der Texte und vielleicht sogar für das Schreiben von möglichen Kommentaren. Mittlerweile gibt es etliche Gäste, die ich persönlich nicht kenne, die mir aber ihr Gefallen für meine Arbeiten und freien Angebote mitteilten. Das freut und motiviert mich für weitere Beiträge zur Unterhaltung der Gäste von Tivolifoto.

Ich grüße mit dem Tivoliweiher besonders diese Personen, die privat mündliche und öffentlich schriftliche Kommentare formulierten. Mein neuer Artikel ist somit fast mit einer analogen Dankes-, Ansichts- oder Grußkarte vergleichbar. Vielleicht werden solche Postsendungen im digitalen Zeitalter aussterben, aber mir haben sie immer gefallen. Die zugrunde liegenden Absichten wird es weiterhin geben. Erinnern Sie sich an alte Ansichtskarten mit dem Text Grüße von… oder Grüße aus…? Die Fotos wurden vielleicht als Kitsch und die Versender als Spießer angesehen. Heute ist elektronische Post mit E-Mail-Nachrichten und digitalisierten Medien möglich. Die Kommunikationsform des Grüßens wird es immer geben, sie hat nur neue zeitliche, räumliche und technische Möglichkeiten. Mit einem Smartphone und dem mobilen Internet kann man überall und jederzeit Textbeiträge mit Medieninhalten empfangen, erarbeiten und versenden. Ich lade bei fast allen Artikeln und Seiten meines Angebots freundlich zu Kommentaren, Antworten und Grüßen ein.

Bei der Begrüßung der Gäste von Tivolifoto ist ein herzliches Grüß Gott zu lesen. Damit sollen alle Götter dieser Welt grüßen und beschützen, weil jegliches Glauben und Hoffen Teil des menschlichen Denkens und der Sprache sind. Dieser Gruß ist in München und in Bayern üblich, auch wenn das nichts sagende Hallo immer mehr verwendet wird. Höre ich dieses Wort in München, bin ich geneigt wie unsere österreichischen Nachbarn zu erwidern: Der Hallo ist schon gestorben.

Der zweite Teil dieses Titels enthält den Namen Tivoli. Das mag den Eingeborenen oder langjährig Zugezogenen in München ungewöhnlich erscheinen, aber diese Ortsbezeichnung ist in der Landeshauptstadt über 200 Jahre alt. Orte mit Tivoli befinden sich in der Münchner Geschichte und Gegenwart im Tucherpark oder in seiner Umgebung. Der Name wird auch beim Tivoli-Kraftwerk und Tivoli-Pavillon in der Hirschau verwendet. Ich erweitere den Wortschatz um die Begriffe Tivoliweiher und Tivoligarten. Letzterer ist ein Arbeitstitel für meine Fotos auf einem Grundstück nördlich der Tivolistraße. Der Tivoliweiher kann nur so heißen, weil er so schön wie Tivoli ist. Tivoli sagt man doch weltweit zu besonders schönen Orten. In meinem Denken gibt es zurzeit schon Tivolifoto, Tivolitennis, Tivoligarten, Tivoliuni, Tivoliblicke, Tivoliansichten, Tivoligrüße und jetzt eben die Grüße vom Tivoliweiher.

Dieses künstlich angelegte Gewässer in der direkten Nachbarschaft des Englischen Gartens dient wohl der Erholung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hypovereinsbank. Mir schenkt die kleine Teichanlage vielfältige Fotomotive. Bei der Suche nach einem neuen Titel für das Naturerleben an diesem Ziergartenteich wollte ich wieder den Begriff Weiher verwenden. Meine früheren Fotos an diesem Ort speicherte ich in Ordnern mit dem Namen Entenweiher. Das ist mir aber heute zu wenig treffend für diesen spannenden Ort des geplanten, sich entwickelnden und vielfältigen Naturerlebens in der Nähe des historischen Tivoligartens. Jetzt verwende ich die Bezeichnung Tivoliweiher für diesen Teil des Tiefgaragendachs im Tucherpark.

Die 75 Fotos vom Tivoliweiher sind alle 2012 entstanden. Ich erlebte in diesem Jahr schöne Ansichten und Lichtstimmungen mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne, mit der Wasserfläche und mit den drei Plastiken. Das Gewässer verfügt über eine Vielfalt an Pflanzen, wobei die Seerosen, Wasserlilien und Wildrosen besonders auffallen. Meist kann man einen kleinen Tierpark wahrnehmen, z. B. Mandarinenten, Goldfische und Pechlibellen. Ich veröffentliche diesen Beitrag mitten im Sommer, die letzten Bilder der Fotostrecke sind aber zum Vergleich Anfang Januar entstanden. Jetzt wünsche ich Ihnen gute Unterhaltung mit dem Tivoliweiher in dieser teilweise wenig sommerlichen Zeit und freue mich schon auf einen farbenfrohen Herbst zwischen Isar und Englischem Garten.

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Junge mit Schwan, stillgelegter Brunnen 1953 von Lothar Dietz (1896–1976)

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Windhunde, Skulptur von Galliard-Sansonetti (1865–?) aus dem Jahr 1897

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Zum Vergleich – der Tivoliweiher am 7. Januar 2012

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There are 8 comments

    1. Josef

      Jetzt muss ich mich aber fast ein wenig schämen, weil ich nicht bemerkt habe, dass die Augen unterschiedlich sind. Das bestätigt wieder die Erkenntnis: Man sieht nur das, was man weiß. Ich habe nur die Schönheit wahrgenommen. Herzliche Grüße nach Köln vom Münchner Tivoli, Josef

  1. luiselotte

    Oh….ich sitze hier und staune und staune und staune….da will ich auch hin. Tivolistraße…hm, wie komme ich da hin, muss ich im Stadtplan angucken….wow…danke dir, jetzt lerne ich München noch besser kennen! die allerherzlichsten Grüße….(ich verlinke dich bei mir – ist das okay ?) von Luiserl-Lotte

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