Der Münchner Trambahn-Wahn

Vorspiele

Wie stellt man den Wahnsinn und den quietschenden Lärm der Trambahn am Münchner Tivoli am besten fotografisch dar? Es geht um eine akustische Verzerrung der natürlichen und optischen Gegebenheiten. Ihr visueller Aus- und Eindruck sind gemeint.

Oder besser gesagt: Mir ist nichts Besseres eingefallen. Wie eine lärmende, giftige Schlange oder ein quietschendes Ungeheuer kriecht die weiß-blaue Münchner Trambahn durch meine Wohnräume und Gehirnwindungen.

Wahrscheinlich bin ich schon so geschädigt, dass ich den Verstand verloren habe und mich traue, über die heilige Kuh zu schreiben.

Als Anwohner habe ich mit ihr Probleme. Eigentlich mag ich sie ganz gern, obwohl sie mich belästigt und gesundheitlich schädigt. Ich bin sogar Förderer der Münchner Trambahn mit einer Jahreskarte, auch wenn ich nur zweimal wöchentlich fahre.

Wahn-verdächtig scheinen mir alle zu sein, die heute die Trambahn verantworten. Wahnsinnig können aber auch Anwohner an den Trambahnlinien wegen des Lärms werden. Das zuständige Personal kann nichts dafür und erfüllt nur seine Pflichten.

Besonders unschuldig ist der Schaffner im humorvollen 1949er Wagen von der Linie 8, den ich seit der Kindheit kenne.

Weiß Ferdl – Ein Wagen von der Linie 8
Münchner Trambahn-Couplet aus dem Jahr 1949
Ida Schumacher – Die Trambahnritzenreinigungsdame

Die Trambahnritzenreinigungsdame und der Rollwagerladmiral von Ida Schuhmacher aus dem Jahr 1958 haben ebenso keine Schuld am Lärm. Im guten alten München fuhr die Trambahn noch ratternd durch die Stadt und die Gleise pflegte man. Ob letzteres heute noch stattfindet, wage ich zu bezweifeln. Ein Rattern hört man nicht mehr. Es wurde vom Quietschen abgelöst.

Gleichermaßen lärmunschuldig sind Ingrid und Sigi, die einen Teil ihres Arbeitslebens mit dem Trambahnfahren verbracht hatten. Als ich im Bekanntenkreis erzählte, über die Trambahn zu schreiben, warnten mich beide vor jeglicher Kritik, weil traditionelle Münchner die Trambahn zu lieben haben. Deshalb erkläre ich hiermit feierlich:

Ich liebe die Tram, aber auch
die Wahrheit und den Humor.

Die Stichwörter „Trambahn München“ finden bei YouTube zahlreiche Ergebnisse mit historischen und aktuellen Videos zu allerhand Aspekten. Ich verlinke hier nur ein weiteres Beispiel mit Humor.

Die meisten anderen Videos nehme ich beim Überfliegen oder besser beim neumodischen Surfen als eine Selbstbeweihräucherung von Freunden der Trambahn, Stadtverwaltung und Stadtpolitik wahr.

Mit dem Christbaum in die volle Tram – 1963
BR24 Zeitreise.
Hans Fischach – Nächste Rosenbusch
Hans Fischach – Nächste Rosenbusch

Ein literarisches Zeugnis bekam die Trambahn durch den Turmschreiber und Maler Hans Fischach (1922–2008), noch dazu in meinem langjährigen Wohnviertel. Er beschrieb 1982 das Lehel der Zwanzigerjahre in der Veröffentlichung Nächste Rosenbusch der Verlagsanstalt Bayerland Dachau. Gemeint ist die Rosenbuschstraße im nördlichen Lehel, die in einer vergangenen Streckenführung eine Bedarfshaltestelle der Trambahn von der Innenstadt nach Bogenhausen war.

Ich hatte die erste Auflage verliehen und mir die zweite Auflage von 1995 als gebrauchtes Buch erneut besorgt. Verständnisvoll und meisterlich erinnert sich Fischach an seine Sichtweisen als Kind vor fünfzig Jahren – ein besonderer Lesegenuss, nicht nur für die Bewohner des nördlichen Lehels.

Zur damaligen Situation gibt es sogar eine historische Abbildung in meiner digitalen Bearbeitung. Die Trambahn der Linie 30 kam vom Herkomerplatz und fuhr zum Isartalbahnhof durch die Emil-Riedel-Straße und Oettingenstraße. In den 1920er Jahren wurde sie liebevoll „Das Dreiß’gerl“ genannt. Bei meinem Zuzug in den 1970ern war sie die Zwanziger und heute die Sechzehner. Die Verwaltung der Trambahn scheint Probleme mit den Bezeichnungen der Linien zu haben.

Trambahnen waren das städtische Hauptverkehrsmittel der Vergangenheit. Irgendwie fuhren sie im Lehel über die Emil-Riedel-Straße und Oettingenstraße zur Tattenbachstraße und zum Isartor oder über die Unsöldstraße zum Hofgarten. Damals waren sie noch nicht wahnsinnig und hatten kein grün-rot-ideologisches Diktat. Heutzutage werden uns neue Linien diktatorisch vorgesetzt. Gott sei Dank bremste die Bayerische Staatsregierung im Englischen Garten.

Eine historische Straßenbahn mit der Nummer 30 und zwei uniformierten Mitarbeitern, die daneben stehen.
Aus: Hans Fischach – Nächste Rosenbusch, 1982, S. 93

Nichts stoppte allerdings die Dreißgerl auf ihrer Fahrt von der Wendeschleife Herkomerplatz zum Gleiskreis um das Maxmonument. Es war nämlich üblich, dass der Chauffeur und sein Schaffner beim Wenden ausstiegen, um auszutreten. Dabei bewegte sich das Fahrzeug langsam weiter und konnte nach dem Geschäft wieder übernommen werden.

Laut Fischach hat das Austreten einmal zu lange gedauert. Die Tram fuhr selbstständig über den Montegelasberg und die Isar zum Maxmonument. 19 Minuten bewegte sich die fahrerlose Bahn und bewirkte große Verwunderung bei den Wartenden an den Haltestellen. Alle Weichen waren so gestellt, dass die Geisterbahn zum ausgetretenen Personal am Herkomerplatz zurückkehrte. Die Tram-Welt war wieder in Ordnung – im Gegensatz zur Trambahn-Gegenwart. Wers glaubt, wird selig, mir gefällt’s.

Schon bei diesen Vorspielen zur Tram ist ein Fazit festzustellen. Vermutlich verursacht sie bei vielen Münchnern eine humorvolle, als typisch münchnerisch geltende Gestimmtheit, aber auch dauerhafte Oberleitungsschäden. Sie wissen schon: Das Hirnstüberl bekommt einen Dachschaden.

Was sagte doch die Dame in der Linie 8, nachdem sie erkannt hatte, am Stachus nicht zum Max-Weber-Platz umgestiegen zu sein? „Oh Gott, oh Gott, mich trifft der Schlag.“ Woraufhin der Schaffner das Sitzenbleiben bis zum Nordfriedhof empfahl.

Titel

Fast hätte ich den neuen Beitrag mit „150 Jahre Münchner Trambahn-Wahn“ betitelt. Ich verzichtete aber, weil ich vor 2026 die Tram nur 22 Jahre als Anwohner und nur 50 Jahre als Fahrgast erlebt hatte. Im Jubeljahr 2026 rühmen sich hingegen die Stadtverwaltung und die grün-roten Stadtpolitiker mit:

150 Jahre Münchner Trambahn
– eine Erfolgsgeschichte

Die Stadtbevölkerung mag das glauben, die Anwohner an den Trambahnlinien sehen das derzeit anders, weil sie vom Leid des Lärms geplagt sind. Die Tram auf und von der Fahrt zum Münchner Tivoli kreischt und quietscht nämlich wie ein bösartiges Ungeheuer, das beabsichtigt, seine Umgebung zu terrorisieren, zu vertreiben und zu vernichten.

Wichtig beim Titel ist mir die Münchner Bezeichnung Tram anstelle von Straßenbahn. Süddeutscher, österreichischer und bayerischer Wörter werden nämlich in der Regel von der preußisch-deutschen Sprachwissenschaft unterdrückt. Deshalb ist die Münchner Tram allein schon wegen des wörtlichen Unterschieds zur Straßenbahn vorzuziehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie heutzutage in München noch sinnvoll ist.

Wortklauberei zum Trambahn-Wahn
  • Vereinfacht erklärt sich Tram durch das Wort Trame für die Holzbalken, auf denen die Gleise verlegt wurden.
  • Unter Bahn versteht man im Verkehrswesen ein schienengebundenes System.
  • Die Bezeichnung Wahn gilt als Krankheitssymptom im Rahmen verschiedener psychischer Störungen wie zwanghaften Einbildungen und falschen oder trügerischen Vorstellungen.
  • Das Wortbildungselement „–wahn“ ist abwertend und drückt aus, dass etwas unangemessen oder falsch bewertet oder beurteilt wird.
  • Der Wahn wird als eine Münchner Eigenschaft gesehen, weil er vermutlich nicht nur auf den Tivoli, sondern auf ganz München zutrifft.

Ich vermute also, dass die Zuständigen und Verantwortlichen für die Münchner Trambahn an Denkstörungen leiden, ohne es selbst wahrzunehmen. Damit mache ich mir Feinde, bin aber durch die freie Meinungsäußerung geschützt. Außerdem – für alle, die es bis jetzt noch nicht bemerkt haben:

Der vorliegende Beitrag
versteht sich als Satire.

Er kritisiert, verspottet oder prangert Personen, Ereignisse oder Zustände an. Sachverhalte werden übertrieben, untertrieben und lächerlich dargestellt. Versuche, mit obrigkeitlichen Mitteln gegen Satire vorzugehen, scheitern, wie zahlreiche Beispiele belegen. Satire ist Freiheit und liegt in der menschlichen Natur.

Neben humorvollen, satirischen Teilen enthält der Beitrag viele persönliche Vermutungen und Meinungen. Ich glaube beispielsweise, dass die Öffentlichkeit mit der Wirtschaftlichkeit der Trambahn belogen wird. Ein Problem mit dieser Vermutung ist, dass niemand gern zugibt, sich betrügen und belügen zu lassen. Lieber unterstellt man jemandem, der solches behauptet, die Unwahrheit oder ein notorisches Querulantentum – noch dazu, wenn es um eine heilige Münchner Kuh geht.

Ich behaupte auch nicht, die Wahrheit oder Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Jeder kann sich irren und etwas Falsches annehmen. Sogar unsere Sinne und die Gesamtwahrnehmung können sich täuschen. Deshalb achte ich genau darauf, welche Aussagen ich nicht beweisen kann, und kennzeichne sie als Vermutung, z. B.:

Die Formulierung des Titels ist
eine Vermutung „zwengs da Gaudi“.

Der Titel unterstellt eine psychische Störung und teilt nicht mit, dass sich der Beitrag nur auf mein Lebensfeld am Münchner Tivoli beschränkt.

Wegen der örtlichen Bindung werden einige Teile aus anderen Beiträgen von Tivolifoto unter dem Aspekt der Trambahn wiederholt, z. B. die Geschichte des Tivoli in München, der Tivoliskandal und die Münchner Taufe.

Tivoli-Lärm

Mit dem Lärm ist das so eine Sache. Jeder empfindet ihn anders. Manche stört er überhaupt nicht. Andere meinen, dass er zur Großstadt gehört. Im Extremfall wird sogar behauptet, dass er die Gesundheit schädigt und krank macht. Ich befinde mich im Dauerkampf gegen den Lärm am Münchner Tivoli, der in der wortbrüchigen, verlogenen und bürgerfeindlichen Verwaltung und Politik meines Lebensmittelpunkts begründet ist.

Niemand zeigt mich wegen solcher abwertender, beleidigender Aussagen an, weil der Tivoliskandal in meinem Internetangebot mit einer Chronik und einer Kategorie belegt ist und er der Wahrheit entspricht. Natürlich bezeichne ich nicht alle Personen in den Referaten und im Rathaus mit diesen Worten, aber alle, die für den von mir so benannten Tivoliskandal verantwortlich sind. Man kann Lärmbeispiele aus dem Kopfzeilen-Menü auswählen.

Die Trambahn hat mit dem Tivoliskandal nichts zu tun, wirkt sich aber wegen des derzeitigen Lärms ebenfalls skandalös auf die Anwohner aus. Bis vor einigen Jahren waren die Fahrgeräusche zu überhören. Es gab kaum störendes, hochfrequentes Quietschen, Pfeifen und Kreischen, obwohl, ich an zwei Trambahnkurven wohne.

Stadtauswärts fährt die Trambahn die Kurve von der Oettingenstraße in die Theodorparkstraße. Nach der Haltestelle Tivoli biegt sie in die Tivolistraße über die Isar nach Bogenhausen ab. Dabei verursacht sie in beiden Richtungen ein Kurvenquietschen, das sich stadteinwärts wiederholt.

Von Politik und Verwaltung verstehe ich nicht viel. Meine kritischen Wahrnehmungen und Erfahrungen mit der Trambahn beschränken sich auf die Anwohnerschaft im nördlichen Lehel und zwei wöchentliche Fahrten mit der derzeitigen Linie 16 von der Tivolistraße zum Reichenbachplatz.

Der Aufenthalt in der Wohnung ist wegen der Arbeiten für mein Internetangebot zeitlich sehr umfangreich. Bis vor einigen Jahren war die Trambahn zu überhören. Gegenwärtig stört der quietschende Lärm erheblich, aber nicht immer. Manchmal ist es auffällig ruhig, dann stören die quietschenden Trambahntypen vermutlich anderswo.

Es gibt noch lärmfreie
Tram-Zeiten am Tivoli.

Das Kurvenquietschen hat sogar einen Wikipedia-Beitrag bekommen, wird allerdings dort viel zu harmlos dargestellt. Ich verzichte auf umfangreiche Lärmbeschreibungen, deren technische Hintergründe und Minderungsmöglichkeiten, weil das Internet umfassend informiert.

Auch die Erfolgsgeschichte mit ihren 150 Jahren wird nur verlinkt – allerdings mit dem Hinweis, dass die Trambahn ein innerörtliches Verkehrsmittel der Vergangenheit ist. Überregional ist die Schiene zukunftsfähig. Gleise in Städten verschwenden nach meiner Meinung nur Platz und Geld – so wie die grün-rote Kommunalpolitik in München.

Mein Wissensstand zur Münchner Trambahn ist nicht besonders hoch, und ich möchte ihn auch nicht großartig ausbauen. Mit Sicherheit ist der Kontakt zwischen den Trambahnrädern und den Schienen für den Lärm verantwortlich.

Schon haben wir ein Problem. Der Trambahnhersteller verweist auf die Schienen, der Zuständige für die Schienen auf die Trambahnfahrzeuge. Dem geschädigten Anwohner ist das egal, aber er wird vermutlich wegen der gegenseitigen Schuldzuweisung nie eine Hilfe bekommen.

Vielleicht ist es möglich, auch Temperaturen und Luftfeuchtigkeit in die Lärmursachen einzubeziehen, etwa Kälte und Nässe. Nach meiner Wahrnehmung quietscht die Tram aber auch bei Hitze und Trockenheit.

Lärmbeispiel und Lärmkritik

Da kommt man am späten Abend heim und wird in der Wohnung von einer quietschenden Tram empfangen. Mit dem Quietschen legt man sich ins Bett und schläft ein. Das Aufwachen erfolgt, weil die Tram quietschend durch das Schlafzimmer fährt. Lüften ist nur kurz möglich, weil das Quietschen bei geöffnetem Fenster erheblich stört.

Wer das Lärmbeispiel für eine unbewiesene Übertreibung hält, hat recht. Das Lärmempfinden ist nämlich subjektiv und unterliegt der Gewöhnung. Bekanntes hört man im Lauf der Zeit immer weniger.

Diese Tatsache wird natürlich von der Trambahn-Verwaltung ausgenutzt. Lärmkritikern unterstellt man Überempfindlichkeit, Unwahrheit, Beschwerdesucht, Streitsucht oder Querulanz. Die Juristerei verharmlost Lärm mit der Bezeichnung Belästigung. Für mich und viele Lärmgeschädigte oder Lärmopfer steht fest:

Lärm kann eine
Körperverletzung bewirken.

Alles abstreiten und die Schuld umkehren sind beliebte Vorgehensweisen von Verwaltungen und Politik. Aus dem Lärmopfer wird der Querulant, der sich überflüssigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein vermeintliches Recht beruft. Dabei spielt es keine Rolle, wie laut und wie oft die Trambahn pfeift und quietscht.

Die heilige Kuh darf alles und immer –
sogar Störungen der Nachtruhe.

Wahn gilt als psychiatrische Störung und wird als fließender Übergang von Gesundheit bis zum Wahnsinn angesehen. Sich beschwerende Lärmopfer werden als Täter dargestellt und behandelt. Man soll doch mit den Segnungen der heiligen Trambahn zufrieden und dankbar sein, statt sie zu kritisieren. Die Trambahn-Verwaltung tut doch nur Gutes.

Der Lärmkritiker ist der Böse. Das gilt besonders, wenn sich jemand nicht nur über die heilige Trambahn, sondern auch über die Schule, den Sport und die Gaststätte am Tivoli beschwert. Das sind doch alles nur Segnungen für die Anwohner. Diese unschuldigen Wohltaten können gar nicht lärmen.

Übersehen wird, dass die lärmende Ausweichschule nur Bedürfnisse für andere Stadtteile erfüllt, die lärmenden Sportplätze und die Lärmgaststätte sich nicht an Lärmschutzauflagen halten und dass das Lärm-Event-Lokal nicht für die Anwohner betrieben wird. Das kann aber vernachlässigt werden. Hauptsache: Ein Lärmopfer wird zum Täter erklärt und zum Schweigen gebracht..

Gegen Lärmkritiker hilft
die Täter-Opfer-Umkehr.

Ein weiteres Argument gegen die Lärmkritik ist, dass der Verkehrslärm zur Großstadt gehört. Wem das nicht passt, der soll umziehen, am besten aufs Land. Der moderne Großstadtmensch hat den Lärm zu akzeptieren. In dem bekannten Sprichwort lässt man einfach das „nicht“ beim Subjektteil weg.

Wer sich beschwert,
lebt verkehrt.

Lärmnachweis

Natürlich wird die Trambahn-Verwaltung den Lärm verleugnen. Mit Sicherheit gibt es Gutachten, die bestätigen, dass Grenzwerte eingehalten werden. Irgendein Weg findet sich immer, um einen Lärmkritiker mundtot zu machen. Der Lärm muss erst einmal objektiv und rechtssicher bewiesen werden. Dazu braucht es vereidigte Beamte und plombierte Messgeräte.

Erste Anlaufstelle für Lärmbeschwerden bei Gaststätten ist die Bezirksinspektion des Kreisverwaltungsreferats als zuständige Ordnungsbehörde. Bei Verkehrslärm ist vermutlich das Referat für Gesundheit und Umwelt zuständig. Dann muss sich der zunächst einzuschüchternde Bürger an das Städtische Referat für Klima- und Umweltschutz wenden.

Ein Termin für eine behördliche Lärmmessung wird vereinbart. Das Lärmopfer muss einige Beamte zu Tag- oder Nachtzeiten in der Wohnung empfangen, damit die rechtssichere Messung durchgeführt werden kann, obwohl man den Lärm auf der Straße hört.

Beim Gaststättenlärm vom Tivo in der Oettingenstraße 74 haben wir Anwohner das mehrfach erlebt. Gebracht hat es nichts.

An lärmintensiven Wochenenden, Feiertagen oder Veranstaltungsterminen hatten die Beamten frei. Bei den Messterminen entstand der Eindruck der Vorwarnung. Die Beschwerden und Anzeigen liefen ins Leere, obwohl sie bezeugt wurden. Polizeibeamte waren vielfach vor Ort, schrieben aber keine Berichte. Die Gaststätten-Verantwortliche hat die Bezirksinspektion belogen.

Bei der Trambahn ist es noch leichter als beim Gaststättenlärm. Man setzt einfach die Lärmfahrzeuge für einige Zeit auf einer anderen Strecke ein und lässt leise Fahrzeugtypen fahren.

Lärmfahrzeuge fahren anderswo.

Schon ist ein halbes Jahr vergangen und das Problem gelöst. Gibt ein Beschwerdeführer keine Ruhe, verweist man ihn an vereidigte private Sachverständige für Messungen, die zur Abschreckung für ein paar Stunden mehrere Tausend Euro verlangen.

Mit diesem Erfahrungshintergrund war mir die Zeit für private Videos mit Tonaufzeichnung zu schade. Das Quietschen ist ja stadtbekannt. Man braucht ja nur an einer Haltestelle zu stehen oder sich in einer Trambahnkurve aufzuhalten. Sogar in der Trambahn hört man das Quietschen. Die heilige Trambahn-Verwaltung fühlt sich dazu berechtigt, weil sie ja nur die Beförderungspflichten im Dienst der undankbaren Bürger erfüllt.

Aus diesen Gründen vermied ich den Weg der Messungen zum Nachweis des Trambahn-Lärms und schrieb zwei E-Mail-Bitten an die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Immerhin bietet die Gesellschaft eine E-Mail-Adresse mit den Bezeichnungen Kunde und Dialog an. Dabei handelt es sich übrigens um einen schweren Verstoß gegen das Genderdogma der Stadtverwaltung, weil die E-Mail-Adresse weibliche Fahrgäste ausgrenzt.

E-Mail-Bitten an die MVG

Meine zwei E-Mail-Bitten an die MVG
Die E-Mail-Antwort der MVG

Betreff: Bitte um Verhinderung des Trambahnlärms in der Theodorparkstraße und um Mitteilung zur Förderung von Schallschutzfenstern

Betreff: Ihre Mitteilung vom 31.10.2025 #

Datum: Fri, 31 Oct 2025 10:14:08 +0100
Von: Josef Maria Wagner wagnerjm@web.de
An: kundendialog@mvg.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 15. Oktober 2025 werden die Schienen vom Isartor bis zum Herkomerplatz wieder befahren. Die Anwohner der Strecke in der Theodorparkstraße sind erneut vom Lärm betroffen. Vorher zeigte sich ab Anfang Juni, wie vorteilhaft der Busverkehr im Gegensatz zum Lärm mit der Trambahn ist. Es ergaben sich aber auch Nachteile.

Am ersten Tag der Wiederinbetriebnahme waren die Fahrgeräusche einigermaßen erträglich. Man konnte sie überhören. Im Verlauf und besonders während des ersten Wochenendes war das nicht mehr möglich. Beim Beschleunigen und beim Bremsen entstanden wieder laute Quietsch- und Pfeifgeräusche. Nach zwei Wochen haben sich das Überhören und Gewöhnen nicht eingestellt. Ich nehme ständigen Trambahnlärm wahr.

Wer am Eisbach in der Theodorparkstraße wohnt, ist von zwei Schienenkurven betroffen: von der Oettingenstraße zur Theodorparkstraße und dann zur Tivolistraße sowie in der Gegenrichtung. Innerhalb von zehn Minuten werden die Anwohner bis zu achtmal von den störenden Trambahngeräuschen belästigt. Das Quietschen und Pfeifen sind nicht zu überhören und schädigen die Gesundheit.

Ich schreibe nicht als neu zugezogener Anwohner, sondern ertrage die Schädigung schon seit mehr als zwanzig Jahren. Eine Gewöhnung war eingetreten. Die viereinhalbmonatliche Streckenunterbrechung hat aber gezeigt, wie sehr die Lebensqualität durch den Trambahnlärm beeinträchtigt wird. Er schädigt mich in besonderer Weise, weil ich mich wegen Alters, Gesundheit und Behinderung häufig in der Wohnung aufhalte.

Am stärksten betroffen sind die oberen Stockwerke der Mietwohnungen. Sie liegen nämlich in der Hauptwindrichtung. Der Schall wird nicht wie am Boden gedämpft. Die Fensteröffnung und Balkonnutzung sind nur eingeschränkt möglich. Schallschutzfenster der Klasse II reichen nicht aus. Sicherlich werden nächtliche Lärmgrenzwerte in den Wohnungen überschritten. Der städtische Mietspiegel weist eine wegen des Trambahnlärms unzutreffende, gute Wohnlage aus.

Am Tag der Wiederaufnahme des Schienenverkehrs war kein Quietschen und Pfeifen zu hören. Die Fahrzeuge wurden nach meiner Wahrnehmung mit einer zurückhaltenden Fahrweise betrieben. Es gab kein schnelles Anfahren nach der Kurve in die Einmündung von der Oettingenstraße in die Theodorparkstraße stadtauswärts, sodass kein starkes Bremsen vor der Haltestelle Tivolistraße folgte. Stadteinwärts wurde nach der Haltestelle Tivolistraße angesichts der Kurve nur wenig beschleunigt. Nach ein paar Tagen fuhren die Trambahnen wieder mit übertriebenen Geschwindigkeiten.

Das Fahrpersonal weiß, dass starkes Beschleunigen wegen der Haltestelle und der Kurve überflüssig ist. Trotzdem wird schnell angefahren, mit der Folge des starken Bremsens. Die sachlichen Aspekte des Kurvenquietschens sind mir bekannt, sie gelten aber nicht für das Bremsen und Anfahren auf gerader Strecke. Hier verursacht die unangepasste Geschwindigkeit den Lärm. Die Strecke ist nur 150 Meter lang. Niedrige Geschwindigkeiten würden den Fahrplan nicht beeinträchtigen. Der Trambahnverkehr in der Theodorparkstraße ist ohne die gesundheitsschädlichen Quietsch- und Pfeifgeräusche möglich.

Ich bitte Sie, die Fahrerinnen und Fahrer zur angemessenen Fahrweise zu belehren und zu verpflichten. Manche scheinen sich zu freuen, wenn ihr Fahrzeug quietscht und pfeift. Unbestritten ist, dass übertriebene Geschwindigkeiten maßgeblich den Lärm beeinflussen. Die Schmierung und Schienenpflege sind nicht so effektiv wie die Reduzierung der Geschwindigkeit. Weitere Einflussfaktoren sind mir bekannt. Ich habe Verständnis für übliche Fahrgeräusche und die Vorzüge der Trambahn, nicht jedoch für übertriebene Geschwindigkeiten, die Quietschen und Pfeifen verursachen.

Von der Deutschen Bahn können bis zu 75 Prozent der Kosten für den Einbau von Schallschutzfenstern übernommen werden. Bitte teilen Sie mir die Voraussetzungen mit, damit die MVG den Einbau von Schallschutzfenstern mit einem dem gegenwärtigen Trambahnlärm angemessenen Schutzfaktor fördert.

Mit freundlichen Grüßen
Josef Maria Wagner

Datum: Mon, 3 Nov 2025 11:37:12 +0100
Von: kundendialog@mvg.de
An: wagnerjm@web.de

Guten Tag Josef Maria Wagner,

danke für Ihre Mitteilung vom 31.10.2025.

Grundsätzlich erfüllen die Trambahnen der MVG die Anforderungen an Gesetze, Rechtsverordnungen, Normen und den anerkannten Regeln der Fahrzeugtechnik vollumfänglich.

Selbiges kann durch unsere Infrastruktur in Bezug auf Unter- bzw. Oberbau ausgesagt werden. All diese Faktoren werden durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) der Reg. von Oberbayern genauestens geprüft und von unabhängigen Gutachtern bewertet. Die unterschiedlichen Fahrzeugbaureihen weisen bezüglich ihrer Konfiguration, Gesamtgewicht und Achslast unterschiedliche Fahrgeräusche auf. Effekte wie Beschleunigung, Verzögerung oder Haftwert, können diese Wahrnehmungen variieren.

Wir wären Ihnen über genaue Informationen zur Geräuschwahrnehmung sehr dankbar. Diese wären:

Linie, Bahnhof,Tramhaltestelle, Datum und Uhrzeiten, um auch die Fahrzeuge und Fahrzeugtypen eingrenzen zu können. Zudem können Sie uns bitte beschreiben, in welcher Form Sie die Lärmbelästigung wahrnehmen, handelt es sich um Vibrationen, Rattern (bei Anfahrtsgeräuschen), oder besteht ein anderes Lärmbild?

Freundliche Grüße

Ihr Kundenservice

MVG – Die Mobilitätsmacher*innen

Telefon: 0800 344 22 66 00 (gebührenfreie Servicenummer)

kundendialog@mvg.de

http://www.mvg.de

Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), Emmy-Noether-Straße 2, 80992 München; Geschäftsführer: Ingo Wortmann (Vorsitzender), Veit Bodenschatz, Alexandra Diessner, Oliver Glaser, Dr. Gabriele Jahn; Sitz München; Registergericht München HRB 140 658; Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Dieter Reiter

Diese E-Mail samt Anlagen ist vertraulich und nur für den genannten Menschen bestimmt. Sollten Sie diese E-Mail-Nachricht versehentlich erhalten haben, informieren Sie uns bitte und löschen Sie diese E-Mail. Es ist nicht zulässig, unbeabsichtigt erhaltene Informationen Dritten zu offenbaren, sie zu kopieren, weiterzuleiten oder in sonstiger Weise zu verwenden.

Selbstbeantwortung, Schallschutzmaßnahmen und Verröffentlichung

Ein anonymer MVG-Mitarbeiter dankt mir für die Mitteilung, geht aber überhaupt nicht auf meine zwei Bitten ein. Die in der Antwort erbetenen Informationen sind in der ersten Bitte enthalten. Die zweite Bitte muss ich mir selbst beantworten. Sie entspricht den Wahrnehmungen vieler lärmgeplagter Anwohner ohne Schallschutzmaßnahmen, wie der nachfolgend verlinkte Zeitungsartikel des Münchner Merkurs belegt: MVG zahlt Schallschutz-Fenster gegen Tram-Lärm.

Meine Bitte nach Schallschutz war keinesfalls abwegig, sondern entsprach einer ersten Kontaktaufnahme, um die Voraussetzungen für einen Lärmschutz-Antrag zu ermitteln. Ich bekam aber keine Hinweise auf eine Webseite, ein Antragsformular oder weitere Informationen. Mein Ansinnen wurde gar nicht zur Kenntnis genommen.

Bürgeranliegen im Keim
ersticken oder abblocken

Gerne hätte ich Unterlagen eingereicht, z. B. einen Lageplan, eine Beschreibung des Lärms, eine Begründung des Antrags und weitere Details für mein Anliegen. Ich wäre sogar den Weg eines Lärmschutzgutachtens gegangen. Die MVG hat meine Bitte aber ignoriert und damit die Vorgehensweise in den anderen Bereichen des Tivoliskandals wiederholt.

Vor Jahren bekam man von Betrieben noch einen Namen und eine Funktionsbezeichnung. Heute verstecken sich die Mitarbeitenden hinter dem Namen des Betriebs.

Das Kleingedruckte weist darauf hin, dass die E-Mail nur für mich bestimmt ist. Ich sehe mich aber berechtigt, sie zu veröffentlichen, weil es um eine öffentliche Angelegenheit geht. Die MVG ist ein privates Tochterunternehmen der ebenfalls privaten Stadtwerke München (SWM). Beide Unternehmen gehören zur Stadtverwaltung und haben damit der Bevölkerung zu dienen, die ein Recht auf Information hat, egal ob die Mitarbeiter privat oder städtisch sind.

Sollte mir die Veröffentlichung des Texts untersagt werden, gebe ich den Inhalt mit anderen, natürlich satirischen Worten im Rahmen der freien Meinungsäußerung wieder. Außerdem habe ich die E-Mail nicht unberechtigt erhalten, sondern beabsichtigt.

Feststellungen, Vermutungen und Erkenntnisse

Wahrscheinlich handelt es sich bei der Antwort um Textbausteine, die bei allen Mitteilungen oder Beschwerden zum Trambahn-Lärm versandt werden.

Aus diesen Gründen vermute und erkenne ich folgende Eigenschaften des Personals für die Verwaltung und Fahrt der Münchner Trambahn.

Das Verwaltungspersonal der Trambahn
kann, darf, will, muss, soll oder mag
nicht lesen.

  • Die vermutlich vorgetäuschte Unfähigkeit zu lesen, ist für mich ein Beispiel dafür, wie weit sich die Münchner Stadtverwaltung von den Bedürfnissen der Stadtbewohner entfernt hat.
  • Die Gegnerschaft zur Trambahn, die auf rücksichtslosen Geschwindigkeiten und mangelnder Bürgerorientierung beruht, wird verursacht und ausgebaut.
  • Die Antwort beinhaltet eine indirekt mitgeteilte Bürgerfeindlichkeit.
  • Die Trambahn-Verwaltung schützt die Bürger nicht vor den gesundheitlichen Folgeschäden des Lärms.
  • Behörden ohne Bürgerbeteiligung, Transparenz und Verbesserung der Erreichbarkeit schaffen sich ab.

Das Fahrpersonal der Trambahn
kann, darf, will, muss, soll oder mag
nicht hören.

  • Dem Fahrpersonal wird unterstellt, nicht in der Lage zu sein, den Lärm zu protokollieren und bestimmten Fahrzeugen und Fahrzeugtypen zuzuordnen.
  • Die Antwort belügt die Bürger und beleidigt ihre Denkfähigkeit.
  • Der Lärm ist bekannt, weil nicht widersprochen und zugegeben wird, dass einzelne Fahrzeuge und Fahrzeugtypen einzugrenzen sind.
  • Die Formen des Lärms, die Fahrzeuge und die Fahrzeugtypen werden vertuscht.
  • Der Lärm wird als Belästigung verharmlost und nicht mit Störung und gesundheitlicher Schädigung benannt.
  • Das Fahrpersonal schützt die Fahrgäste und die Anwohner nicht vor Lärm.

Es stellt sich die unsinnige Frage, ob alle männlichen und weiblichen Trambahnfahrer taub sind. Sie hören doch das Quietschen! Dennoch bittet die MVG mich als Anwohner, den Lärm zu protokollieren, damit sie die Fahrzeuge identifizieren kann. Das ist Verhöhnung meiner Intelligenz.

Die Antwort stellt eine Steilvorlage für eine Satire über das Personal für die Verwaltung und für die Fahrt der Trambahn wegen des Analphabetismus und der Hörschäden dar. Ich beschränke mich aber auf einen Satz.

Natürlich muss man die Bezeichnung an viele Bedingungen knüpfen, die unfaiererweise im Satz nicht genannt werden, z. B. den Lärm. Trefflicherweise ist jedoch das Internet voll mit der Eigenschaft „alt“ in Verbindung mit der 150-jährigen Trambahn, aber auch mit einer Oma und einer Umweltsau.

Im ursprünglichen Kinderlied war die Oma eine ganz patente Frau. Die Eigenschaft galt auch für die Trambahn, aber die Zeiten haben sich zum Nachteil der akustischen Umwelt geändert. Die Elektromobilität gibt es mittlerweile auch bei anderen städtischen Verkehrsmitteln.

Die neue Trambahn ist
eine alte Umweltsau.

Nominierung der Trambahn

Ich werde wegen des derzeitigen Lärms gezwungen, die Trambahn am Tivoli zusätzlich zu den im Umweltsau-Beitrag bei Tivolifoto vorgeschlagenen Gegebenheiten als Umweltsau zu nominieren. Andere bereits nominierte Umweltsäue am Münchner Tivoli sind:

  • die schulischen Blechcontainer mit dem außerunterrichtlichen und Pausenlärm
  • der beendete, idiotische Außengong
  • die ebenfalls beendete Pausenhoferweiterung mit der Socceranlage, dem Kunststoffrasen, der Spielfeldumrandung und dem Ballprallen
  • der Lärm vom Gastgarten der Gaststätte Tivo
  • der Tennisplatz-Lärm ohne Auflagen
  • die Lichtanlagen im Gastgarten und im schulischen Erweiterungscontainer
  • die beendete Plastikeisstockbahn mit ihrem Eisstockknallen neben Wohnungen
  • das Geschrei vom Eisbachschwimmen

Die Trambahn hat also würdige, lärmende Konkurrenten am Tivoli und fügt sich seit einigen Jahren in das Feld der Auszuzeichnenden ein. Vorher hielt sich der Lärm in Grenzen, die teilweise zu überhören und noch nicht preisverdächtig waren.

Anregungen zu einer solchen Preisverleihung kamen 1997 vom Bund Naturschutz. Die Kreisgruppe Würzburg verlieh den Wanderpreis Umweltsau für die Vernichtung des Lebensraums Obstbaum in Erlabrunn. Der Gemeinderat schaltete die Staatsanwaltschaft Würzburg ein, die aber die Verleihung nicht als Beleidigung der Gemeinde, sondern als Satire bezeichnete und das Verfahren einstellte.

Um es vorwegzunehmen: Alle Omas sind von der Preisverleihung ausgeschlossen. Das kapierte sogar die Kölner Staatsanwaltschaft, indem sie 2020 ablehnte, dass die im Hühnerstall fahrende und als alte Umweltsau bezeichnete Oma beleidigt worden war.

Die Freiheit der Satire gilt somit auch für die Nominierung der Trambahn zur Umweltsau am Tivoli. Damit gemeint sind nämlich keine Personen, Organisationen oder Einrichtungen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, weil es sich bei denen bekanntermaßen nicht um Tiere handelt. Es geht vielmehr um örtliche Gegebenheiten und Sachverhalte, die nicht beleidigt werden können. Das zugehörige Fragewort ist somit nicht wer, sondern was. Die Nominierung der Trambahn ist keine Beleidigung, sondern eine Satire.

Mein Trambahn-Erleben

Bevor ich 2004 zum Tivoli umgezogen war, nutzte ich die Tram im nördlichen Lehel 16 Jahre lang an der Haltestelle Paradiesstraße. Wegen der damals erträglichen Tram-Geräusche war es für mich unvorstellbar, dass ich einmal das heilige Nest der Münchner Trambahn wegen des Lärms beschmutzen muss.

Häufig wird älteren Menschen eine Neigung zu übertriebener Kritik unterstellt. In dieser neuen Angelegenheit verstehe ich mich aber nicht als alter Münchner Grantler. Im Gegensatz zu den 2020er Jahren gab es damals keinen quietschenden Trambahn-Lärm. Meine Fensterblicke waren im wörtlichen und übertragenen Sinn lärmfrei.

Die Trambahnhaltestelle Paradiesstraße ist zentral für das nördliche Lehel. Mir hat ihre zusammengefasste Gestaltung gefallen. Sie war sinnvoller als die Trennung vor dem damaligen Reinigungsbetrieb und dem Parkplatz. Nichts war unerträglich laut.

An der Haltestelle trafen und treffen sich die Menschen im Viertel. Ein mittlerweile verstorbener Nachbar bezeichnete sie liebevoll als Viertel-Stachus. Die münchnerische Liebe zur Tram verstand ich gut und teilte sie. Für mich besteht hier ein wohlgestalteter Eingang in den Englischen Garten.

An meiner neuen Haltestelle Tivoli befinden sich stadtauswärts eine denkmalgeschützte Häuserzeile aus der Gründerzeit, der Eisbach und die Theodorparkstraße. Auffällig ist ein unbezahlbar sanierter Protzpalast, vor dem Baumfrevel begangen wurde. Jetzt stehen dort noble, kleine Zierbäume, weil man den zuziehenden Preußenbonzen keine hohen Bäume vor der Nase zumuten kann. Die Räume sind bestimmt klimatisiert und die Fenster so verglast, dass der Trambahn-Lärm nicht zu hören ist.

Stadteinwärts steht die hässliche Container-Schule des Tivoliskandals auf der ehemaligen tieferliegenden Tennisanlage Tivoli. Am Bahnsteig gibt es vermüllte Büsche, eine Sitzgelegenheit ohne Wetterschutz, defekte Bodenplatten, ein verrostetes Geländer und ein fragwürdiges Stehhäusl. Im Sommer versammeln sich hier die lärmenden, nassen und fahrscheinlosen Eisbachschwimmer in Badekleidung für die Trambahn-Rückfahrt zur Haltestelle am Beginn der Münchner Taufe.

Heute hat mein Tram-Erleben nichts mehr mit Liebe und Schönheit zu tun. Die modernen Bahnen sind quietschende Lärm-Ungeheuer. Die Umgebung ist verschandelt mit Luxus und Blechcontainern. Ich muss die Trambahn zur Umweltsau nominieren und sehe an meiner neuen Haltestelle Tivolistraße viele negative Entwicklungen.

Mich tröstet der Spruch von Karl Valentin:

Heute ist die gute,
alte Zeit von morgen.

Bewohner des nördlichen Lehel, die hier gebürtig sind, werden sich noch an die Trambahn in der Oettingen- und Emil-Riedl-Straße erinnern. Vielleicht haben sie die Verlegung der Gleise in die Lerchenfeldstraße bedauert und kritisiert. Immerhin ging die neue Gleisführung zulasten des Englischen Gartens. Die Trambahn musste für den Autoverkehr in der Emil-Riedl-Straße weichen.

Heute wird versucht, das Auto zurückzudrängen und die Trambahn auszubauen. Ich halte es zukünftig für sehr wahrscheinlich, dass auch die Trambahn zurückgebaut wird, wie schon einmal in den 1970er Jahren. Nach MVG-Zahlen befördern die Busse in München fast doppelt so viele Fahrgäste wie die Trambahnen. Auch der wechselnde Zeitgeist gehört zum Münchner Trambahn-Wahn.

Trambahn-Vermutungen

Stadtpolitik und Trambahn-Verwaltung sehen nicht ein, dass die Anwohner an den bestehenden und geplanten Strecken die Trambahn ablehnen. Die berechtigten Gründe sind vielfältig. Vorrangig ist die Trambahn zu laut, zu unzuverlässig und zu teuer. Trotzdem wird fleißig ausgebaut und behauptet, dass Trambahnen preiswerter als Elektrobusse sind, weil ein Fahrzeug mehr Personenkapazität hat und damit weniger Personal benötigt.

Jetzt könnte ich aus der umfangreichen Trambahn-Kritik im Internet und der entsprechenden KI abschreiben, mir geht es aber hauptsächlich um den Lärm in meinem direkten Erleben am Tivoli. Mutmaßlich machen die Anwohner in anderen Stadtbereichen vergleichbare Erfahrungen. Deshalb stelle ich einige persönliche Vermutungen vor und bitte um die öffentliche Diskussion.

Vermutungen zur Wirtschaftlichkeit und Kapazität

Für mich ist die Trambahn nicht wirtschaftlicher als der Bus. Nehme ich die große Zahl der Arbeiter auf Trambahn-Baustellen wahr, denke ich, wie viele Busfahrer das wären. Und irgendwo wird immer gebaut, repariert oder gewartet. Hinzu kommen der Materialeinsatz für die Gleise und Oberleitungen sowie das Personal für deren Instandhaltung und zahlreiche weitere Kosten.

Mir macht niemand weis, dass die Trambahn billiger als der Bus ist, der das bestehende Straßennetz nutzt. Wer alle Kosten für die Trambahn zusammenrechnet, versteckt vermutlich einiges in anderen Töpfen. Mir ist bekannt, dass es Fördermittel vom Freistaat und Bund leider nur für den Gleisbau und nicht für Busse gibt. Diese veraltete, wenig sinnvolle und einseitige Politik kann aber geändert werden, wenn man freies, pragmatisches Denken und Handeln zulässt.

Die Trambahn ist grün-rote Ideologie und ein veraltetes Verkehrsmittel im Blick auf Individualisierung und Digitalisierung, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit der städtischen Mobilität. Vermutlich werden die Münchner mit der Trambahn genauso belogen, wie beim Tivoliskandal. Gebetsmühlenartig wird die Wirtschaftlichkeit der Trambahn von der Politik und Verwaltung betont und wiederholt sowie von den Medien nachgeplappert.

In der Rathaus-Umschau vom 18. November 2025 wurde der folgende lesenswerte Antrag an den Oberbürgermeister von der Fraktion Ökologisch-Demokratische Partei/München-Liste des Stadtrates der Landeshauptstadt München veröffentlicht: Können elektrische Doppelgelenkbusse den Neubau von Tramstrecken ersetzen?

Ich verstehe nichts von Verkehrspolitik. Sehe ich aber einen leisen Bus mit Anhänger auf einer der Linien in der Tivolistraße und durch den Englischen Garten, dann denke ich an die laute Trambahn. Dabei werde ich neidisch auf die Anwohner der Buslinie und wütend auf die städtische Verkehrsplanung. Sicherlich kann ein solcher Buszug auch elektrisch betrieben werden und hat auch Nachteile. Man muss ihn nur wollen, ehrlich rechnen und politisch frei durchsetzen.

Der ÖDP-Antrag ist nach meinem Kenntnisstand bislang nicht beantwortet worden. Vermutlich beschäftigt sich eine ganze Abteilung der MVG damit, die Argumente zu entkräften und die Öffentlichkeit weiterhin zu belügen. Schließlich hat die grün-rote Mobilitätswende im Stadtrat die Mehrheit, die die Argumente anderer Parteien außer Kraft setzt. Beim Tivoliskandal war es genauso. Mit Demokratie hat der Fraktionszwang nichts zu tun und ist sogar verfassungswidrig..

Vermutungen zu den Lärmursachen und zur Technik

Lärmverantwortlich ist nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch der Fahrzeugtyp, weil die älteren Trambahnen nicht so erbärmlich quietschten und kreischten wie die neuen.

In meinen hier enthaltenen E-Mail-Bitten an die MVG ging ich wegen Internetquellen von der Geschwindigkeit als Hauptursache aus, was ich mittlerweile infrage stelle. Der Lärm entsteht nicht nur beim zu schnellen Bremsen und Anfahren vor und nach den Kurven, sondern auch auf gerader Strecke. Die Lärmursache liegt also beim Fahrzeug, den Gleisen oder deren Wartung.

Für diese Erkenntnis reicht ein Blick in die Vergangenheit. München beabsichtigte in den 1970er Jahren, den Trambahnbetrieb komplett einzustellen, und investierte lange nichts für neue Fahrzeuge. Ab 1994 bekam die Stadt 70 neue R2.2-Fahrzeuge, die 31 Jahre in Betrieb waren. Die Verabschiedung der letzten Wagen war am 18. Oktober 2025. Wie man im nachfolgenden Video hört, war der langjährige Fahrzeugtyp nicht vollständig quietschfrei, aber erträglich.

Seit den 2020er Jahren nahm die MVG einen neuen Fahrzeugtyp in Betrieb, der im Gegensatz zum vorherigen als Quietschmonster zu bezeichnen ist. Wahrscheinlich wird die MVG diesen Sachverhalt nicht zugeben. Vielmehr brüstet sie sich mit den vielen modernen, neuen Fahrzeugen.

„Bewegender Abschied: Münchens letzte weißblaue Tram sagt Servus“

Was nützt mir aber die schöne neue Fahrzeugwelt mit ihren elektronischen Anzeigen, wenn die Trambahn wieder einmal unzuverlässig ist und quietscht?

Die neuen Trambahnen lärmen
und quietschen erbärmlich.

Die digitalen Fahrgastinformationen auf den Monitoren in den Fahrzeugen kosten doch nur mehr Geld. Analoge waren vollkommen ausreichend. An den Haltestellen sind sie hingegen sinnvoll, zeigen am Tivoli aber oft Störungen wegen zu großen Verkehrsaufkommens an.

Vermutungen zur Vertuschung der MVG

Zwischendurch tausche ich mich mit anderen Anwohnern am Tivoli über die Trambahn aus. Dabei wird mir berichtet, dass der Trambahn-Lärm abgenommen oder zugenommen hat. Selbst glaube ich auch Vergleichbares wahrzunehmen. Also muss es stimmen.

Es gibt auch eine ganz einfache Erklärung dafür: Die Trambahn-Verwaltung wechselt die Fahrzeugtypen und lässt die Lärmungeheuer abwechselnd auf verschiedenen Strecken fahren, damit die Anwohner Unterschiede im Lärm feststellen und abwechselnd belastet werden. Das gleicht einer Vertuschung des Lärms, anstatt einer Bekämpfung. Vermutlich werden die Linien für die sicherlich bekannten Lärmfahrzeuge zur Vertuschung des ebenfalls bekannten Lärms gewechselt.

Für mich gilt als wahrscheinlich, dass die Trambahn-Verwaltung die Lärmbelastung auf alle Linien mit Ausnahme der neugebauten verteilt. Dort lässt man nur die bekannten, leisen Fahrzeugtypen und Fahrzeugmodelle fahren, um den Anwohnerprotest im Keim zu ersticken.

Beispielsweise wird man bei der neugebauten Tram in der Fürstenrieder Straße in der Anfangszeit kaum die quietschenden Ungeheuer fahren lassen, um die Anwohner langsam an den Lärm zu gewöhnen. Später werden sie aber erkennen, was ihnen die MVG mit der Trambahn angetan hat.

Leider gibt es das böse Internet mit seinen Fake News und Verschwörungstheorien. Dort informieren und organisieren sich die Lärmopfer. Mittlerweile schließen sich nicht nur die Freunde der Münchner Trambahn in Gemeinschaften zusammen, sondern auch die Gegner – besonders an den neuen und geplanten Strecken.

Ich beschränke mich in diesem Beitrag auf den Tivoli. In diesem Bereich des nördlichen Lehels beinhaltet der Mietspiegel eine gute zentrale Wohnlage entlang der Trambahn. In Wirklichkeit ist die Lärmverschmutzung hoch. Der Trambahn-Lärm kommt nämlich zum Eisbach-, Gaststätten-, Tennisplatz-, Soccerplatz- und Schullärm des Tivoliskandals hinzu.

Vermutungen zur Untätigkeit der MVG

Die letzte meiner ungeheuerlichen, unanständigen und undankbaren Vermutungen betrifft die Untätigkeit der MVG. Nichts wird zur Minderung des Lärms unternommen. Er wird einfach verleugnet und vertuscht. Meine Frage nach Maßnahmen zum Schallschutz hat nicht existiert. Die Lärmfahrzeuge werden nicht beanstandet, verbessert oder ausgetauscht. Eine intensivere Schienenwartung zur Lärmvermeidung ist nicht notwendig. Bürger haben gefälligst hinzunehmen, was ihnen die städtische Obrigkeit vorsetzt.

Die heilige Tram ist
zu lieben und zu ehren.

Am besten sollen sich viele Bürger dem Verein der Freunde des Münchner Trambahnmuseums anschließen. Dort gehört die Tram nämlich hin – egal, wie modern und komfortabel ihr derzeitiges Erscheinungsbild ist. Umfragen über die Beliebtheit der Trambahn sind wahrscheinlich genauso gefälscht wie die Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit. Bei Fahrgastumfragen braucht man ja nur die Antworten von Personen auszuwählen, die nicht direkt an einer Linie wohnen und vom Lärm betroffen sind.

Höhepunkt der Trambahn-Verehrung ist natürlich das 150. Jubiläumsjahr 2026. Alle Zeitungen und weitere Medien berichten über die Jubelveranstaltungen. Es gibt eine Broschüre, Internetseiten, einen Programm-Flyer und vieles mehr. Ganz München feiert die museumreife Jubilarin. Stadtverwaltung und Stadtpolitik stehen in vorderster Front der Selbstbeweihräucherung und Bürgerverarschung.

Vermutlich hat die MVG gar keine Zeit, sich um den Lärm zu kümmern, weil sie die Jubiläumsaktivitäten vorbereitet und durchführt. Vielleicht hat sie aber eine teure Eventagentur mit dem Feiern beauftragt und legt die Kosten auf die Tarife um.

Bei so vielen Vermutungen sind einige sicherlich unberechtigt. Dann bitte ich um Nachsicht für meine geringe Sachkenntnis. Es gibt aber Anlässe und Gründe, warum ich als Wahlmünchner seit 1976 überhaupt auf so viele Vermutungen komme.

Ich habe keine Lust, mich tiefer in das Thema einzuarbeiten. Mir geht es nur um die Beendigung des Trambahn-Lärms und die Wiederherstellung der langjährig gewohnten Verkehrs- und Wohnverhältnisse. Hierzu kann mir und allen anderen Betroffenen die Kommunikation im Internet helfen.

Die Entwicklung des Münchner Straßenbahn- und U-Bahn-Netzes
Münchener Tram wird 150 – Startschuss fürs Jubiläumsjahr

Private Tambahn-Mitteilung

Dieser Beitrag soll die Öffentlichkeit informieren und unterhalten. Er kann aber auch dem Austausch und Zusammenwirken der Betroffenen dienen.

Machen Anwohner im nördlichen Lehel oder in anderen Stadtbereichen vergleichbare Erfahrungen mit dem Trambahn-Lärm wie am Tivoli, bitte ich um private Mitteilungen im Textfeld oder öffentliche Kommentare am Ende des Beitrags. Das gilt natürlich auch für alles Unzutreffende im Beitrag. Wird nicht widersprochen, habe ich recht.

Wer sich nicht gegen den Lärm wehrt, macht sich für diese städtischen Bevormundungen, Zumutungen, Lärmstörungen und Gesundheitsschädigungen mitverantwortlich. Wir dürfen uns den Lärm nicht gefallen lassen, auch wenn er nicht durchgehend stört.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Schienenersatzverkehr und ständige Unterbrechungen

Wie schon in meiner E-Mail an die MVG berichtet, war die Trambahn auf der Strecke vom Isartor bis zum Herkomerplatz ab Anfang Juni bis Mitte Oktober 2025 wegen Gleisarbeiten stillgelegt. die fünfeinhalb Monate Ruhe bewirkten eine Wohltat für die Anwohner. Stadtauswärts fuhr ein Bus auf der Trambahnstrecke. Stadteinwärts wurde eine parallele Straßenverbindung mit anderen, aber der Trambahn nahen Haltestellen genutzt.

Die Verbindung funktionierte bis auf die stadteinwärts fehlenden Wartehäuschen und einige kurze Staus problemlos. Üblicherweise ist Schienenersatzverkehr eine gefürchtete Maßnahme. 2025 ergab er auf dieser Strecke Vorteilhaftes für die Anwohner.

  • Der Busverkehr in der Theodorparkstraße war in den Wohnungen nicht zu hören.
  • Beim Einstieg in der Widenmayerstraße kamen die Busse immer pünktlich und waren nicht überfüllt.
  • Die Zahl der Eisbachschwimmer ging erheblich zurück, weil die Rückfahrt mit der Trambahn nicht möglich war.

Im Gegensatz zu den Bussen kommt es häufig zu kurzfristigen Störungen des Trambahnverkehrs wegen Veranstaltungen, Unfällen oder Falschparken.

Auch witterungsbedingte Ausfälle ereignen sich, z. B. der starke Schneefall Anfang Dezember 2023. Die Trambahn war eine Woche stillgelegt.

Trotz der Störungsanfälligkeit des Gleisverkehrs beharrt die Stadtverwaltung auf den Ausbau dieses Verkehrsmittels. Für mich wird aber etwas falsch gemacht, wenn die Trambahnen nicht fahren, wobei es bei den Bussen kaum Probleme gibt. Ich frage mich, wann die Verwaltung kapiert, dass ein schienengebundenes Verkehrsmittel in Zeiten der Individualisierung und Flexibilisierung der Mobilität unsinnig ist. Ein angenehmer Nebeneffekt der Störungen ist allerdings, dass die Anwohner vom Lärm zeitweise verschont werden.

Symbolcharakter für den Zeitgeist hat der radelnde Surfer neben den verschneiten Gleisen, der seiner sinnbefreiten Leidenschaft trotz widriger Umstände nachgeht. Ansonsten transportiert er sein trendiges Sportgerät vermutlich in der Trambahn. Jedenfalls habe ich schon mehrere Surfbretter dort gesehen.

Im Winter behindern Kälte und Schnee die Trambahn, im Sommer die Baustellen. Die Anwohner am Tivoli fragen sich, warum die Tram 2025 für fast ein halbes Jahr ausfiel, obwohl die Gleise 2020 erneuert worden waren. Für die damalige Bauzeit war nur ein Monat geplant.

Die Antwort ist ganz einfach: In der Tivolistraße, Theodorparkstraße, Oettingenstraße und Lerchenfeldstraße waren keine Bauarbeiten notwendig, sondern in anderen Stadtbereichen. Trambahn-Baustellen legen aber große Streckenabschnitte lahm und werden nicht koordiniert.

Meine Meinung: Die heutige Münchner Trambahn ist wegen des Lärms, der Unzuverlässigkeit und des gesamten Aufwands an Material, Maschinen und Arbeitskräften ein Verkehrsmittel der Vergangenheit, das ins Museum und nicht auf die Straße gehört.

Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach

In der warmen Jahreszeit gleicht der Eisbach entlang der Theodorparkstraße einem unbeaufsichtigten, städtischen Freibad mit kostenfreier Trambahn-Rückbeförderung. Die Stadtverwaltung nimmt die Unfall- und Todesgefahren in Kauf und duldet den gesundheitsschädlichen Lärm in den Wohnungen über dem Eisbach, obwohl das dortige Schwimmen eigentlich verboten ist. Tote oder Verletzte sind vielfach bekannt geworden. Die Lärmschädigung der Anwohner nimmt nach meiner Wahrnehmung seit 2004 ständig zu.

Leider haben das Schwimmen und Surfen im Eisbach gleichermaßen wie die Tram den Status einer heiligen Kuh in München. Die lärmgeschädigten Anwohner würden sie sofort schlachten, obwohl sie als unantastbar gilt und nicht kritisiert werden darf.

Die Kapitelüberschrift ist natürlich eine Gaudi. Der Eisbach hat aber einen städtischen Teil und wird als Freibad genutzt. Das ist genauso eine heilige Kuh wie die Rückfahrt der Eisbachschwimmer mit der Trambahn. Vordergründig erkennt man den Zusammenhang des Freibads mit der Trambahn nicht. In Wirklichkeit gehört beides zusammen.

Das zeigte sich besonders 2025, weil die Trambahn im Sommerhalbjahr stillgelegt war. Ohne die Tram war der Eisbach-Lärm auf ein erträgliches Maß reduziert, weil die ungebetenen, verbotenen Badegäste zu faul waren, den Rückweg zu Fuß zu gehen. Das Wohnen am Tivoli war deutlich angenehmer als mit dem Lärm vom Eisbachschwimmen und dem quietschenden Trambahn-Ungeheuer.

Wer nicht davon betroffen ist, sieht hier eine Münchner Tradition. Für die Jugendlichen handelt es sich um eine Gaudi oder eine Mutprobe, bei der Schreien Pflicht ist. Die Lebensgefahr wird nicht zur Kenntnis genommen. Die Anwohner werden durch den Lärm in der Freiheit der Wohnungsnutzung eingeschränkt. Zu bestimmten Zeiten sind Arbeits- oder Ruhephasen in der Wohnung nicht möglich. Daraus ergeben sich gesundheitliche Schäden.

Fährt die Trambahn von der Tivolistraße in die Theodorparkstraße, bimmelt sie sich den Gleisweg frei, weil sich die unterkühlten Täuflinge auf dem sonnigen Beton der Haltestelle aufwärmen mussten.

Dann entsteht ein lautstarkes Gedränge beim Einstieg und eine Überfüllung in der Tram. Wieder bimmelt es, weil einige noch schnell über die Gleise laufen, um die Tram zu erreichen.

An der nächsten Haltestelle Paradiesstraße kann man nicht oder nur erschwert zusteigen. Das Geschrei geht in der Tram weiter. Sitzplätze werden eingenässt. Rücksichtnahme und Respekt vor den Fahrgästen sind nicht notwendig. Man ist ja schließlich wegen Fun und Action hier.

An der Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst ist der Spuk vorbei. Die Täuflinge drängen sich mit Geschrei aus der Tram und wiederholen die Taufe. In der Tram verbleiben nasse, rutschige Fahrzeugböden, feuchte Sitzplätze und verärgerte Fahrgäste.

Da die sogenannte Münchner Taufe ein Ärgernis und eine gesundheitliche Gefährdung für die Anwohner darstellt, die sich ständig wiederholen und dabei wachsen, zitiere ich hier nur meine Fotos von 2013 und mache mir nicht die Mühe mit aktuellen Fotos und den heutigen technischen Möglichkeiten.

Im Frühling 2012 war die Welt am Tivoli noch in Ordnung und ohne Trambahn-Quietschen.
Beitragslink
Die Quietsch-Tram Im Winter 2022/23 mit Eisstockbahn, Tennisplatz, Socceranlage und Containerschule
Beitragslink
iTrambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach
Trambahn-Freifahrt im städtischen Freibad Eisbach

Gemäß dem Trambahn-Wahn weigert sich gelegentlich das Fahrpersonal an der Haltestelle Tivolistraße stadteinwärts, die Türen zu öffnen, wenn niemand aussteigt und nur Personen in Badekleidung einsteigen wollen.

Der Fuß-Rückweg wird notwendig, wenn der Trambahn-Kragen geplatzt ist.
Der Fuß-Rückweg wird notwendig, wenn der Trambahn-Kragen geplatzt ist.

2019 und 2023 folgten zwei weitere Beiträge mit noch drastischeren Darstellungen als 2013. Sie betrafen allerdings weniger die Trambahn, sondern mehr den Eisbach-Lärm und das Massenphänomen des Eisbach-Kults.

Im Frühling 2012 war die Welt am Tivoli noch in Ordnung und ohne Trambahn-Quietschen.
Beitragslink
Die Quietsch-Tram Im Winter 2022/23 mit Eisstockbahn, Tennisplatz, Socceranlage und Containerschule
Beitragslink

Am Tivoli vereinigen sich zwei heilige Münchner Kühe: der Eisbach und die Trambahn. Wer hier wohnt, hat diese Münchner Freiheit der Verkehrsbetriebe gefälligst zu akzeptieren.

Die MVG wollte 2016 zur Bekämpfung des Schwarzfahrens Fahrscheine in wasserdichten Behältern verkaufen. Dabei ist aber nicht bedacht worden, wann die Schreischwimmer zuschlagen und dass sie kein Geld dabeihaben. Ich weise darauf hin, dass es sich bei diesen Fotos nicht um Satire handelt, sondern um Abbildungen der Wirklichkeit aus dem Wohnungsfenster.

Es stellt sich die Frage: Haben die Eisbachschwimmer aus Gründen der Tradition und Gewohnheit eine Freifahrt mit der Trambahn oder sind sie zu bestrafende Schwarzfahrer? Nach meiner Wahrnehmung kuscht die MVG vor dem Zeitgeist. Die Freifahrt oder Beförderungserschleichung gehören auch zum Trambahn-Wahn in München.

Anderswo in der Stadt werden Schwarzfahrer verfolgt, am Tivoli stellt man sich taub und blind. Jedenfalls ist bislang keine Kontrolle bekannt geworden. Selbstverständlich wird zwischen Tivolistraße und Prinzregentenstraße kontrolliert, aber nicht bei Badewetter.

Fahrscheinverkauf der MVG in der Theodorparkstraße zur Bekämpfung des Schwarzfahrens
Keine Satire, sondern vergeblicher Fahrscheinverkauf der MVG in der Theodorparkstraße zur Bekämpfung des Schwarzfahrens

Die MVG und damit die Stadtverwaltung behandelt nicht alle Fahrgäste gleich und muss sich den Vorwurf der Feigheit gefallen lassen. Man kapituliert vor der Masse von Jugendlichen, einer fragwürdigen öffentlichen Meinung und einer heiligen Kuh. Zahlende Fahrgäste werden gemolken und betrogen.

Wahnsinniges Fahrgastverhalten

Gegen Ende des Beitrags muss ich noch etwas loswerden, das gar nicht so richtig zum Thema passt, aber irgendwie doch zur Trambahn oder zumindest zum Trambahn-Wahn gehört. Es betrifft nicht die Fahrzeuge, sondern die Fahrgäste:

  • die Unfähigkeit zu schauen
  • die Sprachlosigkeit
  • der Handy-Wahn

Steige ich in die Tram, schaue ich nach einem freien Sitzplatz und dabei natürlich die bereits anwesenden Fahrgäste an. Setze ich mich jemandem gegenüber, grüße ich mit „Grüß Gott“. Bei einem freien Platz neben jemandem frage ich, ob ich mich dazusetzen darf – manchmal sogar in Form einer höflichen Bitte. Je nach Gestimmtheit gelingt mir ein wohlwollender Gesichtsausdruck und ein Lächeln.

Plötzlich schauen mich die Leute an und schenken mir oft auch ein Lächeln. Abgewiesen bin ich noch nie worden. Im Gegenteil, man rutscht ein wenig, um Platz zu machen. Dann danke ich. In einigen Fällen haben sich schon kurze Gespräche ergeben – und wenn es nur darum geht, zu bemerken, dass die Sitzfläche immer kleiner und ich immer breiter werde. Steigen Platznachbarn aus, verabschiede ich sie mit „Pfiad Gott“.

Selbstverständlich ist dieses idealtypische, münchnerische und zutiefst menschliche Wohlverhalten nicht immer möglich, aber ich bemühe mich darum.

In der Tram schaue ich mir die Menschen an und versuche, aufgrund ihres Äußeren auf die Persönlichkeit und die Lebensumstände zu schließen. Handelt es sich um Einheimische oder Zugezogene? Sind sie an München und Bayern angepasst? Was sagen mir die Gesichter, die Kleidung, die Haltung und Bewegung? Meine Gedanken befinden sich bei den Menschen.

Die Blicke und die Gedanken der meisten Fahrgäste gehören aber diesen kleinen Wischkasterln. Manche haben sich sogar mit Ohrstöpseln nicht nur von der optischen, sondern auch von der akustischen Umgebung abgeschottet. Sie haben das bewusste Hören und Schauen verlernt. Sie sind nicht frei, sondern getrieben oder gezwungen, sich während der Fahrt anderweitig zu beschäftigen.

Einige meiner Studieninhalte kommen mir in den Sinn, z. B. „Man kann nicht nicht kommunizieren“ oder „Hören und Sehen sind Lernprozesse“. Ich erkenne den Verlust der Freiheit und freue mich darüber, sie noch zu besitzen.

Während der Fahrt schaue ich nicht nur auf die Personen, sondern genieße auch die vorbeiziehende Umgebung. Sie ist nicht immer gleich. Auch beim hundertsten Mal entdeckt man etwas Neues oder Anderes – allein schon beim Verkehr, dem Wetter und der Vegetation.

Bewusst erkenne ich die Entwicklung des nördlichen Lehels vom vorstädtischen Handwerker- und einfachen Leute-Viertel zum zugezogenen Reiche-Leute-Viertel. Der Migrantenanteil ist wegen der hohen Mieten im Vergleich zu anderen Stadtbereichen gering. Viele Fahrgäste sind aber hier nur auf der Durchfahrt. Sie kommen aus den nordöstlichen Neubaugebieten und nicht nur aus dem innenstadtnahen Bogenhausen und dem Lehel.

Plötzlich beginnt wieder jemand laut zu telefonieren oder wird angerufen. Ich fühle mich in meiner Gedankenwelt gestört. Am Handy wird nämlich einfach lauter gesprochen als mit anderen Fahrgästen. Ich protestiere: „Ja glaum denn Sie, dass eana Schmarrn epan interessiert?“ Meist drehen sich die Telefonate ohnehin nur um Belanglosigkeiten. Die Preißn fragen sich jetzt, wer diese Erna ist, von der die Bayern immer sprechen.

Einmal hat eine junge Dame sogar mit einem Hai telefoniert. Lautstark war „Servus, Hai“ zu hören. Dann teilte sie mit, den verabredeten Zeitpunkt einzuhalten. In meiner Jugend war das eine Selbstverständlichkeit, heute ruft man dafür an, obwohl lautes Telefonieren in der Tram die anderen Fahrgäste erheblich stört.

Dieses respektlose, rücksichtslose Verhalten gleicht einer Freiheitsberaubung oder einem Zwang für andere, wird aber meist als normal hingenommen. Alle fühlen sich zum ganz normalen Wahnsinn berechtigt.

Aber ich bin nicht alle und mache nicht jeden Unsinn oder Wahnsinn in der Trambahn mit. Ich höre, rede, schaue und bin frei.

Fehlgeplanter Tram-Unsinn

Übernommenes Wahn-Beispiel aus dem Beitrag
Die Geschichte des Tivoli in München

Trambahn-Wendeschleife Tivoli
Trambahn-Wendeschleife Tivoli

Die Durchquerung des Englischen Gartens mit einer Straßenbahnlinie hat seit dem Ende des 1. Weltkriegs in der Inflationszeit der Zwanzigerjahre eine über hundertjährige Planungsgeschichte. Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen hat sogar unter dem Druck der Nationalsozialisten die Streckenführung der Trambahn verhindert. Allerdings musste damals die Omnibuslinie genehmigt werden. Bis in die Gegenwart hatte der Schutz des Englischen Gartens Vorrang.

Ende 2017 griffen Politik und Presse dieses alte Dauerthema zum wiederholten Mal auf. Das wird hier erwähnt, weil es in den Gesamtzusammenhang der Zerstörungen am Tivoli passt. Jeder Anwohner und Nutzer der bestehenden Busverbindungen durch den Englischen Garten wusste und weiß, dass eine Trambahn vom Tivoli durch den Volkspark keinen Sinn ergäbe und reine Geldverschwendung wäre. Die bestehende Busdurchfahrt ist praktisch, weil sie in drei Richtungen verzweigt, wobei eine Ringlinie angeboten wird. Mit einer Trambahn würde man zum Umsteigen gezwungen.

Wer so wie ich zwischen zwei Kurven einer Trambahnlinie wohnt, weiß um die Nachteile, z. B. nerviges, lautes Quietschen und Pfeifen, ständige langfristige Unterbrechungen wegen Gleisarbeiten, kurzfristige Störungen bei Veranstaltungen, Unfällen oder Falschparken.

2017 vermutete ich, dass die Schreibtischtäter von der SPD und die durch Wahlverluste verunsicherten CSUler aber wohl wieder gegen den Bürgerwillen entscheiden werden. Um es ihnen nicht ganz so einfach zu machen, empfahl ich in meinem Internetangebot Unterschriften bei https://www.openpetition.de/petition/online/keine-tram-durch-den-englischen-garten.

Ich warnte: Wer diese Stadtzerstörer wählt, hinterlässt seinen Nachkommen Unsinn und noch mehr Schulden. Meine Sorge war: Stadträte haben in der Regel keine Ahnung von den Verhältnissen vor Ort und gehen mit Fraktionszwängen gegen die Einwohner dieser noch schönen Stadt vor. Verwaltungsmitarbeiter werden gezwungen, Stadtratsbeschlüsse umzusetzen. In der Folgezeit ab 2018 war das Streitthema erfreulicherweise wieder aus der öffentlichen Diskussion verschwunden.

2022 hieß es bei den MVG-Internetseiten unter Bauprojekte U-Bahn/Tram:

„Die MVG plant, die Tram Nordtangente ab 2025/2026 in Betrieb [sic] nehmen. 2022 soll der Stadtrat über die Realisierung der Neubaustrecke entscheiden.“

Animation – Tram-Wendeschleife Tivolistraße

Der Stadtrat hat natürlich gegen den Bürgerwillen beschlossen. Die Termine wurden verschoben. Ende 2023 sind die Planungen so weit fortgeschritten, dass die fragwürdigen Segnungen der Nordtangente mit mehreren teuren, animierten Videos im Internet zu sehen sind. Bei YouTube gibt es eine Visualisierung der Tram-Nordtangente an der Wendeschleife in der Tivolistraße.

Ich beurteilte die Vorhaben folgendermaßen: Sollte diese Planung verwirklicht werden, würden am Tivoli zahlreiche Parkplätze und Bäume wegfallen. Die Anwohner hätten Nachteile gegenüber den bisherigen Verkehrsanbindungen. Zusätzliche Trambahnkurven wären lautstark quietschende Lärmbelästigungen. Gelder würden in hohem Maße verschwendet. Zudem enthält die Animation unrealistische Fahrradwege. Deren Fortführung und der automobile Gegenverkehr in der Oettingenstraße zwischen Eisbachbrücke und Paradiesstraße wären nur möglich, wenn die bisherige Parkspur vollständig beseitigt würde. Mit solchen Animationen wirft die grün-rote Stadtverwaltung das Geld zum Fenster raus.

Am 13. Dezember 2023 beschloss der Stadtrat wieder einmal die Trambahn durch den Englischen Garten und erwartete gute Chancen für die Zustimmung des Freistaats Bayern als Grundeigentümer. Dieses Mal sind der Baubeginn für 2025 und die Inbetriebnahme für 2028 vorgesehen. Der Stadtratsbeschluss erfolgte mit der grün-roten Mehrheit und richtet sich gegen den Willen der Bürger und vieler Fachleute. Werner Nohl, ein Landschaftsarchitekt, fasste viele Argumente gegen eine Tramstrecke durch den Englischen Garten zusammen.

Kurioserweise kam der Trambahnverkehr am Tivoli kurz vor dem neuen Beschluss für fast eine Woche schneebedingt zum Erliegen. Mit den drei Buslinien durch den Park blieb die Anbindung an das Gesamtnetz erhalten. Diese sollen aber gänzlich abgeschafft werden, auch die beliebte, erfolgreiche Ringlinie mit dem Bus.

Am 13. März 2024 gab die Staatsregierung als Eigentümerin des Englischen Gartens das Aus für den rot-grünen städtischen Unsinn bekannt. Begründung:

„Die dem Freistaat Bayern bislang vorgelegten Planungsunterlagen zeigen, dass eine Realisierung der Trambahnstrecke nicht ohne massive, nicht denkmalverträgliche Eingriffe erfolgen kann.“

Stadtpolitik und Stadtverwaltung hatten 5,4 Millionen Euro für die bereits abgeschlossenen Planungen verschwendet. Damit war wohl auch der Plan für die Trambahn-Wendeschleife Tivoli vom Tisch.

Einladung zu Kommentaren und Grüßen

Entdecke mehr von Tivolifoto München

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen