Altbayerische Onlineschau zwischen Gaudi und Grant

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43 Festkapellen aus Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben,
Franken und außerhalb von Bayern 2016–2020
mit Links zu 88 Fotoalben bei Google Fotos
Seit 2016 bin ich Gast in der Schwemme des Hofbräuhauses. Meine fotografische Motivation für die Besuche bildete aber nur einen Teil der tatsächlichen Beweggründe. Der zweite ergab sich aus dem Zusammensein mit anderen Münchner Gästen, der dritte aus meinem Musik Erleben. Zur Gästegemeinschaft entstanden die Fotobücher und Hofbräuhaus Geschichten, für die Musik die Beiträge Festkapellen und Wirtshausmusikanten I.
Letztere beschränkten sich auf Kapellen aus Oberbayern. Hier zeige ich weitere Festkapellen zwischen 2016 und 2020 aus Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben, Franken und außerhalb von Bayern. Für die Auftritte gab es ein monatliches Musikprogramm. Um in den Besitz dieses Geheimdokuments zu kommen, musste man einen Kellner bestechen oder am Monatsanfang im Reservierungsbüro des Hofbräuhauses darum bitten.
Als glücklicher Besitzer zeigte ich es gerne her, betrieb im Vorfeld Internetsuchen zu den Musikgruppen und richtete meine Besuche nach dem musikalischen und fotografischen Interesse aus. Bald stellte ich aber fest, dass Programm und Wirklichkeit nicht immer übereinstimmten. Wahrscheinlich konnten Termine einen Monat im Voraus nicht eingehalten werden.
Ich empfahl dem Reservierungsbüro, das Programm und notwendige Aktualisierungen auf der Internetseite des Hofbräuhauses zu veröffentlichen. Vermutlich scherzhaft erklärte mir der damalige Büroleiter, dass sich das mit dem Internet sowieso nicht durchsetzen werde. Damit bestätigte er die Erkenntnis, dass dem Hofbräuhaus Wünsche und Bedürfnisse von regelmäßigen Gästen in vielen Bereichen egal sind, solange der Strom mit einmaligen Touristen nicht abreißt. Das Hofbräuhaus hat es gar nicht nötig, mit einem Musikprogramm zu werben. Dieses umfasste 2016 von den wöchentlichen jeweils sieben Mittags- und Abendterminen immerhin sechs Auftritte von Blaskapellen aus ganz Bayern. 2018 wurde auf fünf verkürzt.
Ab Februar 2018 baten mich andere Gäste, ihnen das Musikprogramm als E-Mail-Anhang zu senden. Gerne erfüllte ich die Bitte, weil ich auf meine eigenen Internetangebote hinzuweisen konnte. So entstand der Tivolifoto-Newsletter. Ich fügte zu der Anrede „Liebe Freunde der Festkapellen“ einfach das „und der Tivolifotos“ hinzu. Meine Sammlung von E-Mail-Adressen wuchs auf über 60.
Die letzte E-Mail mit dem Musikprogramm in der Schwemme des Hofbräuhauses versandte ich am 3. März 2020. Dann kamen die Corona-Beschränkungen. Als Folge wurden die auswärtigen Festkapellen bis auf drei eingespart. Es gab kein Programm mehr, dafür jedoch verlässliche Veranstaltungshinweise im Internet und eine sehr vielseitige und hochmusikalische Hauskapelle. Diese eignet sich aber nicht für ein einzelnes Gruppenfoto, weil sie aus häufig wechselnden Musikanten besteht. Insgesamt fand ein Generationenwechsel statt, der auch das musikalische Repertoire betraf. Schlagermusik und internationale Standards sind wieder ins Hofbräuhaus eingezogen. Traditionalisten werden aber nach wie vor mit hervorragenden Interpretationen der bayerisch-böhmischen Blasmusik bedient.
Etliche auswärtigen Festkapellen spielten weiterhin, aber in geringerer Anzahl als vorher. Während man die Gastronomie-Preise gemäß der allgemeinen Entwicklung anhob, wurden vermutlich die Ausgaben für die Musikanten gekürzt. In den Jahren vor der Pandemie bot man den internationalen Gästen die Vielfalt der Musikkapellen in ganz Bayern und darüber hinaus breiter als heute an. Wahrscheinlich bedauern Musikanten und Kapellen die Einsparungen ebenso wie Gäste. Leider wurde Corona in vielen Bereichen auch dazu benutzt, Kosten zu senken und Beschränkungen fortzuführen. Das gegenwärtige musikalische Angebot ist gut, aber weniger abwechslungsreich als vor Corona. Außerdem wünsche ich mir meine musikalische und fotografische Begeisterung von vor fast zehn Jahren ein wenig zurück.
Auf dem Titelbild sieht man übrigens die Bayernmusikanten aus der Oberpfalz und ganz Bayern. Ich hob die Kapelle hervor, weil sie mir die Stellung des Fotos angeboten hatte. Viel lieber sind mir allerdings die vielen ungestellten, unbearbeiteten Fotos in den Links zu den 88 Fotoalben der 43 Gruppen. Dort zeigte sich die musikalische Spielfreude, die meiner damaligen Fotofreude entsprach. Mit den 67 Gruppen im ersten Teil ergibt sich die stolze Summe von 110 Festkapellen. Dieses musikalische Angebot war und ist sicherlich eine weltweit einmalige, dankenswerte Leistung des Hofbräuhauses, die fotografisch zusammengefasst und gewürdigt werden muss. Beispielhaft für die Musikprogramme zeige ich drei aus den Februaren 2016, 2018 und 2020 sowie das letzte nicht vollständig ausgeführte vor der Pandemie im März 2020.






Beginn Niederbayern Altbairisch Blech, II, III, IV


Gsteckenriebler, II, III, IV



Niederaltaicher Klarinettenmusi, II

Niederbayerischer Musikantenstammtisch, II, III, IV, V


Sandler Wirtshausmusikanten, II, III







Beginn Oberpfalz Bayernkapelle Toni Schmid, II. III, IV, V

Bayernmusikanten, II, III, IV








Tanngrindler Musikanten, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX, X, XI

Beginn Schwaben Altschwäbische Dorfmusikanten

Berthold Schick und seine Allgäu 6



Kurt Pascher und seine Böhmerwälder Musikanten, II

Franken Heckenmusikanten

Beginn außerhalb von Bayern 4blosn


Blaskapelle Junger Schwung Tirol, II, III


Die Inntaler, II, III, IV


Franz Posch und seine Innbrüggler





Wenn ich groß bin, werd ich auch Bayernmusikant

Weiter zum ersten Teil:
Wirtshausmusikanten im Hofbräuhaus I
67 Festkapellen aus Oberbayern 2016 – 2020
Lieber Sepp!
Vielen Dank für wunderbare Zusammenstellung (das gilt natürlich auch für Teil I)!
Auch wenn die Hauskapelle für hervorragende Unterhaltung im Hofbräuhaus sorgt – daran besteht kein Zweifel -, wäre es schön, die eine oder andere Kapelle mal wieder zu sehen und zu hören.
Stefan
Da hast Du natürlich recht! Und wer Recht hat, – jetzt drehe ich den Spruch um – der bekommt eine Maß. (Alte Volksweisheit aus dem Hofbräuhaus)