Kriminalromane aus München

Kriminalromane aus München
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Peter Grandl – ResetDie Wahrheit stirbt zuerst (E-Buch) Hervorragend

Toni GarberOktoberblut – Historischer Politthriller (E-Buch) Glaubwürdig und lesenswert

Marco Corelli – Lucifer – Ein München-Krimi (E-Buch) Teilweise verwirrend: Meine Kaufgründe waren der Erstlingsroman, die positiven Bewertungen und der Ortsbezug zu München. Letzterer wurde ausreichend erfüllt. Für einen Kriminalroman fehlte mir aber die Spannung und die Glaubwürdigkeit. Nach dem Lesen verstand ich die Lobeshymnen auf das Werk nicht.

Besonders die erste Hälfte enthielt viele Dialoge, bei denen ich nicht sofort wusste, wer gerade sprach. Äußerungen, Inhalte und Pronomen waren nicht immer einfach zuzuordnen. Ich musste wiederholt lesen. Dabei gingen meine Gedanken häufig auf Wanderschaft. Die Handlung war schwer zu verfolgen, sodass ich das Interesse verlor. Einige Male überlegte ich, das Lesen abzubrechen.

Zunehmend wollte ich aber ergründen, warum mir das Lesen so schwerfiel. Ich stellte eine Sprunghaftigkeit der Handlungen und den Einbezug von Nebensächlichkeiten fest. Mir fehlten inhaltliche Übergänge und Zusammenfassungen. An etlichen Kapitelanfängen gab es keine eindeutigen Angaben zu Ort, Zeit und handelnder oder erzählender Person.

Ich begann zu suchen, welcher Verlag das Werk angenommen hatte, wurde aber nicht fündig. Insgesamt bin ich mir unsicher, ob meine Leseerfahrung nur für mich oder auch allgemein zutrifft. Jedenfalls neige ich als Vielleser in der Regel nicht zur Unkonzentriertheit und zum Überlesen, sondern wurde dazu veranlasst.

Christof WeigoldDas brennende Gewissen: Petry ermittelt Kriminalroman (E-Buch) Glücksfall unter den Kriminalromanen aus München: Wegen solcher Romane lese ich gerne Krimis aus München. Der Autor bietet hervorragende Unterhaltung mit lokalen und glaubwürdigen Hintergründen. Da stimmt einfach alles: Lesen mit Genuss und Gewinn, Miterleben und Mitermitteln, Spannung und Sympathie, großer Münchenbezug und hoher Rechercheaufwand, keine Klischees und keine Elemente von Serienkrimis.

Arno StrobelStalker – Er will dein LebenPsychothriller (E-Buch) Der Roman ist kein München-Krimi, aber der Handlungsort ist teilweise München. Üblicherweise bevorzuge ich Krimis statt Thriller. Der Stalker ist aber empfehlenswert.

Harry Kämmerer – Dunkle SeiteKriminalroman (E-Buch) Dunkle Hintergründe: Die 2025er-Kaufgründe waren die aktuellen Themen: Gefahr von Rechts und Datenmissbrauch. Auf den ersten Seiten stellte ich fest, dass der Kriminalroman bereits 2018 von einem anderen Verlag veröffentlicht worden ist. Mit der Aktualität wurde ich als Käufer durch die Information „1. Edition (27. Dezember 2024)“ offensichtlich getäuscht. Die Themen sind allerdings nach wie vor ernst. Mein zweiter Kaufgrund, der Bezug zu München, wurde erfüllt. Das Erlesen war flüssig möglich. Schnell stellte ich aber die Unart der unvollständigen Sätze fest. Bei der wörtlichen Rede wäre das verständlich, aber nicht im Handlungsrahmen. Die gesamte Handlung zeigt etliche Ungereimtheiten, Übertreibungen und eine große Neigung zur Unglaubwürdigkeit. Insgesamt halte ich den Roman für ein unterdurchschnittliches Serienprodukt.

Reiner Jansen – UmlaufaufzugPseudo-Thriller (E-Buch) Zeitverschwendung, die mir vorher bewusst war.

Inge LöhnigDer SpielerKriminalroman (E-Buch) Die Handlung ist überladen. Leser werden mit häufigen Szenenwechseln und vielen Namen verwirrt. Dennoch ist der Roman spannend und glaubwürdig.

Tanja Weber – BetongoldKriminalroman (E-Buch) Abbruchreif

Bernhard JaumannBanksy und der blinde FleckKriminalroman (E-Buch) Gute Unterhaltung, die wie gemäß dem Schicksal jeder Serie ein wenig nachlässt

Bernhard JaumannCaravaggios SchattenKriminalroman (E-Buch)

Bernhard JaumannDer Turm der blauen PferdeKriminalroman (E-Buch)

Christoph Wortberg – Kein ErbarmenKriminalroman (E-Buch) Die Katja-Sand-Trilogie baut aufeinander auf, der Autor bietet aber ständig Rückblenden an. Trotzdem handelt es sich um drei abgeschlossene Fälle mit hoher Spannung. Leider ist die Glaubwürdigkeit der Handlungen eingeschränkt. Die sprachlichen Mittel bestehen vielfach nicht aus ganzen Sätzen, das Lesen ist aber sehr flüssig möglich. Der Handlungsort München ist nebensächlich. Die Trilogie unterhält gut, aber bereichert nicht durch geistreiche Recherche. Das Niveau entspricht den Fernsehkrimis.

Christoph Wortberg – Kein VergessenKriminalroman (E-Buch)

Christoph Wortberg – Kein EntkommenKriminalroman (E-Buch)

Gretel MayerSchwabing 62 Kriminalroman (E-Buch) Glaubwürdige und spannende Unterhaltung

Peter Grandl – TurmgoldThriller (E-Buch) Die Zuordnung zu den München- und Bayern-Krimis passt nicht ganz. Jedenfalls stellen die drei Werke Höhepunkte in vielen Bereichen der wirklichkeitsnahen Kriminalliteratur dar. Die vielfach unterschätzten Rechtsextremisten und Islamisten werden in großartiger Weise entlarvt.

Peter Grandl – TurmschattenThriller (E-Buch)

Peter Grandl – HöllenfeuerThriller (E-Buch)

Marcel Häußler – Kant und das Leben nach dem TodKriminalroman (E-Buch) Hervorragende Krimireihe

Marcel Häußler – Kant und der SchachspielerKriminalroman (E-Buch)

Marcel Häußler – Kant und der sechste WinterKriminalroman (E-Buch)

Roland KrauseGarmischer WutKriminalroman (E-Buch) Schuld bin ich selbst: Nach dem fragwürdigen Leseabenteuer mit dem „abgezockten Sauhund“, wollte ich dem Münchner Autor eine zweite Chance geben. Bald stellte ich aber erneut fest, dass die verwendeten sprachlichen Mittel sich vielleicht für kurze Texte, aber nicht für einen Roman eignen, weil sie den Lesefluss behindern. Ich erkannte keinen Humor. Spannung kam nicht auf. Mitermitteln war nicht möglich. Mir wurde egal, wer oder was hinter dem Todesfall steckt. Oft war nur schwer zu unterscheiden, was ist ein Gedanke oder ein tatsächlicher Handlungsteil, wer denkt oder wer handelt gerade. Ständig musste ich zwischen den Zeilen lesen. Meine Gedanken gingen durch textliche Ablenkungen auf Wanderschaft. Schließlich brach ich das Lesen ab. Ich hätte der Verlagswerbung mit Wörtern wie turbulent und schräg mehr glauben müssen.

Roland KrauseEin abgezockter Sauhund – Kriminalroman (E-Buch) Leseabenteuer: Es ist eine Kunst, mit diesen sprachlichen Mitteln zu schreiben, aber auch sowas zu lesen. Bei Dialogen muss man manchmal raten, wer was gerade sagt, bei Handlungen, wer sie ausführt und bei Orten, wo man sich befindet. Ob diese Umgangssprache bei Kriminellen tatsächlich existiert, ist fragwürdig. Auf jeden Fall ist der Kriminalroman ein Leseabenteuer, dessen Glaubwürdigkeit nicht so wichtig ist.

Marie BonsteinTödlicher IsarfrostKriminalroman (E-Buch) Unglaubwürdige Aneinanderreihung: Kaufgrund war meine Wohnung in der Nähe des Tatorts. Schnell stellte ich aber fest, dass der Krimi nicht mit ausreichender Ortskenntnis geschrieben wurde. Der Eisbach hat auf dem kürzesten Weg von der Thiemestraße zum Tivoli nichts verloren, weil er da schon den Englischen Garten verlassen hat. Der Oberstjägermeisterbach wurde zum Oberjägermeisterbach degradiert. Durch den Englischen Garten fahren nicht eine, sondern drei Buslinien. Die private Pkw-Durchfahrt ist nicht gestattet. Diese Mängel lassen auf die Unglaubwürdigkeit der Handlung und der positiven Bewertungen schließen. Außerdem ist ein Noargal kein Noagal. Als dann nach dem ersten Drittel noch ein Hund in das Geschehen kommt, um den Sympathiewert der Kommissarin zu steigern, habe ich abgebrochen.

Dieter AurassWasserstoffTemporeicher und hochaktueller Wissenschafts-Thriller (E-Buch) Empfehlenswerte Unterhaltung mit Problemen:

Die bewertenden Adjektive im Untertitel sind ungewöhnlich, aber zutreffend. Handlungsteile werden geschickt mit kurzen Kapiteln sowie mit dem Wechsel von Orten und von Sichtweisen der Personen erzählt. Diese Vorgehensweisen ergeben ein spannendes Miterleben.

Bei den Ortsbezügen erkennt man, dass der Autor kein Münchner ist. Beispielsweise kann man am Chinesischen Turm wegen der Drähte in den Stockwerken nicht so einfach auf das Dach gelangen. Außerdem wären sportliches Geschick und Seilsicherung erforderlich. Eine Begründung für diesen Ort ist nicht zu lesen.

Weitere unbegründete Handlungsteile sind das Anfertigen von zwei Sicherungskopien und die mehrfache Verschlüsselung. Letztere hat doch die Entschlüsselung und damit die Sicherung gefährdet. Das Ledermäppchen mit den Metallstiften zum Türöffnen wird zweimal verwendet, aber von verschiedenen Personen.

Der sachliche Hintergrund mit dem Wasserstoff wird verständlich vermittelt. Ermittler, Täter und Handlungsteam entsprechen gängigen Klischees, sind aber im Gegensatz zur Handlung einigermaßen glaubwürdig.

Trotz der Kritikpunkte ist das Werk eine empfehlenswerte Unterhaltung.

Martin ArzGhosting GiesingKrimi (E-Buch) Ohne den lockeren Umgang mit sexuellen Orientierungen, Beziehungen, Betäubungsmitteln und sprachlichen Mitteln hätte mir der Krimi besser gefallen. Auf jeden Fall ist er reich an Ideen und Abwechslung.

Marie BonsteinMörderisches IsarflimmernEin Fall für Clara Liebig (E-Buch) Durchschnittlich mit Schwächen

Gretel Mayer – Münchner VergangenheitKriminalroman (E-Buch) Überdurchschnittlicher Lesegenuss: Die Lebensumstände der Münchner Nachkriegszeit werden glaubwürdig wiedergegeben. Handlungen finden eine sehr weite Verzweigung. Mit den Personen kann man sich gut identifizieren. Insgesamt kommt aber wenig Spannung auf. Erfreulicherweise sprechen die Personen in ihren natürlichen Sprachen. Das Bairische ist genussvoll zu lesen.

Jürgen Geiger – Nils: Bis alle tot sind!Thriller (E-Buch) Krimis sind mir lieber, wenn die Aufklärung von Verbrechen im Vordergrund steht – nicht die Grausamkeit der Taten.

Ruth M. FuchsTatort Karlsfelder See – ein Krimi aus dem Dachauer Moos (Ein Fall für Annamirl 2) (E-Buch) Unterdurchschnittlich und langweilig

Georg BrunGewissenlose WegeEin München Krimi (E-Buch) Durchschnittlicher Krimi: Ich erlebte die gewissenlosen Wege als durchschnittlichen Krimi, bei dem mir die Spannung fehlte. Ohne Wendungen war vieles erwartbar. München als Handlungsort wurde glaubhaft dargestellt, zeigte sich aber nur knapp im Hintergrund. Das Geschehen hätte auch an anderen Orten stattfinden können. Die Personen waren gefangen wie in gespielten Rollen mit wenig Natürlichkeit und Humor. Einige Liebesbeziehungen wirkten aufgesetzt und waren für die Handlung überflüssig – ebenso die Bezüge zum vorherigen Fall mit dem Europäischen Theater und der Bergleidenschaft.

Die Handlungsschritte empfand ich im Gegensatz zum Vorgängerwerk als folgerichtig, lediglich einige Hintergründe zu Familien der organisierten Kriminalität haben mir Verständnisprobleme bereitet. Vielleicht habe ich aber einiges überlesen, weil mir die Spannung fehlte.

Den Ermittlern wird ein hohes Gerechtigkeitsempfinden zugeschrieben, aber illegale Ermittlungsmethoden in der Informationstechnik verwenden sie schon. Als fragwürdige Begründung dient der unzureichende Schutz der Systeme. Insgesamt wird kriminelles Handeln vonseiten der Täter und Ermittler problematisiert, aber nach meiner Meinung verharmlost.

Jede Buchveröffentlichung verdient den Respekt über die Leistung des Autors. Nach dem Erlesen hatte ich aber kein Gefühl des besonderen Lesegenusses, des münchnerischen Erlebens, der geistreichen Information oder der großartigen Unterhaltung. Dafür eignet sich die Problematik der Organtransplantation in Verbindung mit organisierter Kriminalität nicht.

In meinen Augen entwickelt sich der Autor weiter, sollte sich aber fragen, ob eine Serie mit den bisher handelnden Personen nicht hinderlich ist. Serien beinhalten die Gefahr der Durchschnittlichkeit, trotz des vielfältigen Autorenpotentials.

Lange Zeit wurde auf positive Bewertungen aus Gefälligkeit verzichtet, die dem Vorgängerkrimi vermutlich eher geschadet hatten. Jetzt sind die Lobeshymnen gut getarnt.

Martin ArzMünchner GsindlMax Pfeffers 7. Fall (E-Buch) Durchschnittlicher München-Krimi: Ich habe einen durchschnittlichen München-Krimi gelesen, bei dem die geschlechtliche Orientierung des Kommissars und des Autors eine Rolle spielt. Das war mir aber egal. Jedenfalls ist alles glaubwürdig und klischeehaft dargestellt. Was mich sehr störte, waren die Fehler in der E-Buch-Formatierung:
Innerhalb der Kapitel gibt es keine Leerzeilen für Handlungsabschnitte.
Die richtigen Kapitel sind nicht im Inhaltsverzeichnis und in der zeitlichen Gliederung aufgeführt.
Das Buch befindet sich nicht einmal in der Download-Datei, sondern fünfmal.

Ina ReschDie Farbe des VergessensSpannungsroman (E-Buch) Vorsicht, das ist eine Provokation:

Insgesamt gelingt es der Autorin, Handlungsinhalte zu vermitteln. Die formalen Mittel sind aber teilweise so haarsträubend, dass ich das Lesen am liebsten abbrechen wollte.

Meine Erinnerung an die drei Vorgängerromane von Regina Ramstetter mit Themen aus Niederbayern ist zwar schon etwas verblasst, aber ich weiß, dass deren Lektüre ein Genuss war. Deshalb hatte ich eine hohe Erwartung an den neuen Roman und bekam eine große Enttäuschung im Leseverlauf.

Ständig musste ich zwischen den Zeilen lesen und verlor oft den Inhaltsfaden. Das wird sogar bewusst als Stilmittel eingesetzt, weil viele Wechsel von Personen, Orten und Zeiten nicht kenntlich gemacht werden. Die Sprache verkommt beispielsweise zu Einwortsätzen, selbst gestellten und unbeantworteten Fragen, Auslassungen, Gedankenstrichen. Handlungen werden abgebrochen, übersprungen und erst nachfolgend erklärt. Offensichtlich soll damit der Verwirrungszustand der Hauptperson ausgedrückt werden. Das wäre allerdings auch mit ganzen Sätzen und einfachen erzählerischen Mitteln möglich gewesen.

Spannung entsteht nicht durch die Handlung, sondern durch die Sorge, ob man das gerade Gelesene richtig verstanden hat. Erst im Epilog werden offene Fragen geklärt, aber neue aufgeworfen. Im Verlauf kann ich mich nicht in die Abfolge von Handlungsweisen der Personen hineindenken – also nicht miterleben und mitermitteln.

Fach-, Sach- und Sprachkenntnisse sind zwar beeindruckend, werden aber wegen der Vielfalt gleich wieder vergessen und stammen zudem nicht aus dem Erfahrungsbereich der Autorin. Was bleibt ist eine mehr oder weniger glaubwürdige Geschichte, deren Lesbarkeit vorsätzlich behindert wird, die aber das Potenzial für handwerklichen Erfolg hätte.

Wenigstens braucht man sich nicht zu sorgen, dass aus der Geschichte eine Serie wird. Offensichtlich sind Leichenteile, Drogenhintergründe, Migrationszusammenhänge, Gesellschaftskritik und wenig lesbare, sprachliche Verzerrung oder Verschlüsselung ausreichend für einen deutschen Buchpreis.

Georg BrunBodenloser FallEin München-Krimi (E-Buch) Langweiliges Durcheinander: Meine Kaufargumente waren München-Krimi, Erstling und positive Bewertungen. Schnell musste ich feststellen, auf ein Durcheinander ohne Spannung hereingefallen zu sein. Das Werk ist es nicht wert, dass ich meine negative Bewertung ausführlich begründe. Es handelt sich um keinen bodenlosen Fall, sondern um einen Reinfall, sodass ich den Kauf nachdrücklich empfehle.

Angelika Felenda – AufmarschKriminalroman (E-Buch) Kein Reihenschicksal, sondern wieder ein Glücksfall: Ich muss vorbemerken, nicht ganz unvoreingenommen an den Roman herangegangen zu sein. Die drei Vorgänger waren mir als hervorragend und sehr lesenswert bekannt, aber nicht mehr in Erinnerung. Schnell befand ich mich jedoch wieder in dieser Welt der Zwanzigerjahre meines München-Erlebens. Es stimmte einfach alles, und mir fiel keinerlei Unglaubwürdigkeit auf. Ich konnte mitermitteln und erfuhr vielfältige, spannende Wendungen. Die Personen sind für mich wirklichkeitsnah, teilweise bedauernswert und vielfach sympathisch dargestellt. Ich kann der Autorin nur danken, Glück wünschen und die Kraft für weitere Folgen. Viele andere Krimireihen sind ein Schicksal mit Wiederholung und Langeweile. Hier habe ich wieder einen Glücksfall mit hohem Unterhaltungswert, gelungener Milieuschilderung und großem Informationswert gelesen.

Michael GerwienMord am ViktualienmarktKriminalroman (E-Buch) Bitte unbedingt kaufen: Mit dem Kauf erwirbt man ein Höchstniveau an Langeweile, Unglaubwürdigkeit und Unverschämtheit, weil man mit dem Titel hereingelegt wird. Mein Kaufgrund war der lokale Bezug zum Viktualienmarkt. Die Handlung hätte sich aber an beliebigen Orten ereignen können. Alle anderen Autoren des Verlags werden durch die Aufnahme dieses Werks in das Verlagsprogramm beleidigt. Die bisherigen Bewertungen sind genauso unglaubwürdig wie der Roman.

Lotte KinskoferZum Sterben zu vielKriminalroman (E-Buch) Hervorragender altbayrischer Heimatkrimi aus dem München der 1920er Jahre: Ich konnte mir zwischendurch keine Notizen machen, weil mich die Handlung gefangen genommen hatte. Dabei verlief alles wenig spektakulär. Das München der 1920er Jahre ist treffend dargestellt. Personen, Handlungsweisen und Umstände brauchen keine Klischees und sind glaubwürdig. Dialoge passen zu den Menschen aus Niederbayern, Oberpfalz und München. Manchmal dachte ich, keinen Krimi zu lesen. Alles ist natürlich und logisch. Einfache Leute leben in bedrückender Not. Auch im Reichtum zeigen sich schlimme Schicksale. Sogar bei den Ermittlern gibt es Abgründe. Im natürlichen Gesamtrahmen wäre Humor unangebracht. Anfangs meinte ich, dass mir die Spannung fehlt, bemerkte aber meine Gebanntheit im Geschehen nicht. Ständig überlegte ich, wer als Täter infrage kommt, scheiterte jedoch so wie der Kommissar. Mitermitteln ist weniger durch Hinweise im Text, sondern mehr durch logische Folgerungen möglich. Meine Gedanken mussten nicht wandern, sie blieben ständig in der Handlung und bei den Personen. Hoffentlich bleibt den Ermittlern das Schicksal der Serie erspart. Dann würde dieser Kriminalroman die Einzigartigkeit des Meisterstücks verlieren.

Uta SeeburgDer falsche PreußeKriminalroman (E-Buch) Unglaubwürdig und nicht bayerisch:

Beispiele: Die Karriere einer Hauptfigur, sein halb weggeschossenes Ohr, der Diebstahl einer Visitenkarte und der Tote mit der selbstverfassten Karte sind unglaubwürdig. Verlauf und Abbruch des Gesprächs bei den Elefantenfüßen wirken unbegründet, ebenso der Anlass des Besuchs. Der Zweck der langen Museumsbesuche erscheint fragwürdig.

Hinzu kommen ausufernde Beschreibungen und zweifelhafte Ausmaße und Ausstattungen der Villa und anderer Orte, wobei die Orts- und Zeitbezüge zu stimmen scheinen. Die Handlung zeigt Längen und verliert zunehmend an Spannung.

Mich stört, dass Verlag und Autorin schon im Vorfeld von einer Reihe schreiben. Vielleicht gefällt das Preußen, mir sind aber echte Bayern lieber als falsche Preußen. Eine Folge werde ich sicher nicht lesen.

Die Erwartungen zu glaubwürdigen Handlungen in der Geschichte meiner nahen Münchner Wohnumgebung wurden nicht erfüllt. Das beschriebene Preußentum ist humorlos und wenig gefällig. Insgesamt handelt es sich um durchschnittliche Unterhaltung mit mangelnder Glaubwürdigkeit.

Patricia WalterBlutroter Schatten: Nur du kannst ihn aufhaltenThriller (E-Buch) Spannend, aber blutrünstig und unglaubwürdig: Das Werk bezeichnet sich als Thriller und hat München als Handlungsort. Dieser und viele positive Bewertungen waren Kaufanreiz für mich. Die Handlung braucht aber München nicht und wäre andernorts genauso möglich. Die Gattung Thriller mit Elementen wie Gewalt, Grausamkeiten oder Blut liegt mir nicht. Ich empfinde solche Beschreibungen und die ständigen Leichen als überflüssig und lebensverachtend. Die Spannung ist hoch und wird durch überraschende Wendungen gestärkt. Diese bauen aber auf so viele unglaubwürdige Zufälle, dass die Handlung ins Lächerliche abdriftet. Ein spannender, lebensnaher, geistreicher und für München typischer Krimi mit passendem Humor wäre mir lieber gewesen.

Martin MeyerDer falsche Karl ValentinRoman (E-Buch) Erwartungen nur teilweise erfüllt: Auf dem Titel steht die Bezeichnung Roman. Der Verlag legt das Werk in die Reihe Zeitgeschichtliche Kriminalromane. Der geschichtliche Hintergrund ist stimmig, für einen Krimi fehlt dem Geschehen aber jegliche Spannung. Rechtsverstöße werden hingenommen und sogar noch unterstützt.

Die Personen sind glaubwürdig im Gesamtverhalten, das durch viele Medien bekannt gemacht worden ist. Die inhaltsbezogenen Handlungsweisen der Personen haben mich aber nicht überzeugt.

Das Erlesen der Handlung war nicht fließend, sondern holprig. Das lag nicht in meiner Befindlichkeit beim Lesen, sondern in den Formulierungen der Sätze. Man könnte die Störung des Leseflusses und die antiquierte Wortwahl als Kunstform annehmen, aber es bleibt für mich beim Lesen unangenehm.

Bettina BrömmeDes Glückes dunkle SeeleThriller (E-Buch) Meine Leseerfahrungen liegen mehr bei den Regionalkrimis als bei Thrillern. Die Kriminalgeschichten sind meist einfacher konstruiert als diese Psycho- und Beziehungshandlungen. Rückblenden, die in der zeitlichen Abfolge zurückgehen, verwirren mich. Ich brauche Zeit und wiederholtes Lesen, um zu verstehen, wer die handelnde oder schreibende Person ist. Im Einzelfall erschließt sich der oder die Schreibende überhaupt nicht. Orts- und Zeitangaben wären hilfreich gewesen. Eine inhaltlich knappere Einteilung der Kapitel hätte die Lesbarkeit ebenfalls gefördert. Spannung kommt erst in der zweiten Hälfte auf und entwickelt sich auch dort nur mäßig. Das Gedächtnisprotokoll aus dem Gefängnis ist noch einigermaßen glaubwürdig, die Aufzeichnungen des Jugendlichen hingegen überhaupt nicht. Sein Erscheinungsbild mit Tätowierungen und die Niederschrift sind nicht wirklichkeitsnah. Er kann bei Wort- und Formenwahl kein Schriftsteller sein und würde nicht von sich in der dritten Person schreiben. Der orange Hefter oder Ordner des Jugendlichen ist vollkommen unglaubwürdig. Handlungsschritte sind nicht immer natürlich, z. B. das Auftauchen des Alexander im Neubau. Für mich ergibt sich keine überdurchschnittliche Bewertung, wegen der ich bei Amazon gekauft habe.

Peter Horper – BlutsbandeKrimi (E-Buch) Hier wird der Münchenkrimi zum Psychothriller. Meine üblichen Kriterien wie Glaubwürdigkeit, Spannung und stimmiger Ortsbezug werden in hohem Maß erfüllt. Denken und Handeln der Personen sind schlüssig. Meine Gedankenwelt beim Lesen bleibt am Inhalt und bricht nicht aus. Manchmal ärgere ich mich, dass meine Augen müde werden. Ich versuche, dagegen anzukämpfen, statt Pausen zu machen, weil mich der Fortgang des Geschehens gefangen nimmt. Ich war als Student auch Taxifahrer und kenne Handlungsteile, z. B. Mitternachtsessen und Fahrgäste ins Bordell begleiten. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen. Humor liest man in Form von Selbstironie des Ermittlers. Inhaltlich sind mir nur Kleinigkeiten aufgefallen, bei denen ich andere Verhaltensweisen erwartet hätte: In den zwei Telefonaten zwischen Privatdetektiv und Kommissar würde letzterer niemals darauf verzichten, sich wegen Zeitdruck weitere Informationen anzuhören. Ersterer würde um Informationen zu dem Prostituiertenmord nachfragen. Als der Ermittler zum Tatort kommt, ist er in weiblicher Begleitung. Diese Frau wäre nicht egal, sondern als Kollegin bekannt gewesen. Der Hinweis auf diese Besonderheiten soll nur zeigen, dass ich mit hoher Konzentration, aber auch mit kritischem Verstand gelesen habe und hier nicht grundlos eine Lobeshymne schreibe.

Rolf Mai – BrunzkachlEin München-Krimi (E-Buch) Eigentlich hätte mich der Titel aus dem Bereich des Ordinären warnen sollen. Ich war aber wieder auf der Suche nach dem Münchnerischen und habe gekauft. Hier versucht ein Autor krampf- und krankhaft komisch zu sein. Ein bisschen geschmackloser Horror mit Amputationen darf auch sein. Bei mir wird jedoch pure Langeweile erzeugt, sodass ich abbrechen muss. Die vielen Sterne bei Amazon haben mich ebenfalls gelockt. Geblieben ist ein Reinfall, den ich natürlich aus Gründen der Glaubwürdigkeit zum Kaufen empfehle. Ich bin schon gespannt, wann der Titel Mord im Scheißhaus kommt.

Ellen Sandberg (Inge Löhnig) – Die VergessenenRoman (E-Buch) Vielschichtige Zeit- und Handlungsebenen, Personen mit Glaubwürdigkeitsproblemen, aber insgesamt eine spannende und geistreiche Unterhaltung, die sich durch den bedrückenden zeitgeschichtlichen Hintergrund von üblichen Münchenkrimis unterscheidet.

Inge LöhnigUnbarmherzigKriminalroman (E-Buch) Der Verlag bewirbt mit den Worten: “Spannung auf höchstem Niveau: abgründig, scharfsinnig, düster”. Für mich war das Erlesen eher mühsam und langweilig, obwohl ich die Autorin insgesamt sehr schätze. Auf eine ausführliche Begründung habe ich wegen der Enttäuschung keine Lust.

Manuela ObermeierVerletzungKriminalroman (Ein Toni-Stieglitz-Krimi 1) (E-Buch) Meine Lesezeit hätte ich besser nutzen können. Die handelnden Personen sind für mich unglaubwürdig, obwohl die Autorin im richtigen Leben Polizistin ist. Ohne Spannung plätschert eine langweilige und humorlose Handlung vor sich hin. Der Münchenbezug beschränkt sich auf Straßennamen, Wohnungen und Polizeidienststellen in Stadtvierteln. Die Frage, warum die Leiche auf den Stufen von St. Michael abgelegt worden ist, wird wie viele andere Handlungselemente offengelassen. Die Autorin wird in den Rezensionen bei Amazon überbewertet. Ich stimme den bislang zwei Zwei-Sterne-Rezensionen umfänglich zu und will deren Inhalte nicht mit anderen Worten wiederholen. Eine weitere Folge der bislang drei Toni-Stieglitz-Krimis werde ich sicher nicht lesen.

Jörg SteinleitnerTod im AbendrotDer LKA-Präsident ermittelt (E-Buch) Das ist wieder einer dieser Kriminalromane mit parallelen Handlungssträngen, bei denen ich einen Zusammenhang vermute, der aber nicht eintritt. Das Ermittlerteam ist unglaubwürdig, aber sympathisch und logisch. Die Bauernarbeit des LKA-Präsidenten erscheint mir hingegen unmöglich. Der Autor hat sich vermutlich bei etlichen Kriminalbehörden mit Fachwissen eingedeckt, aber nicht bei landwirtschaftlichen Betrieben. Die Internetkenntnisse weisen ebenfalls Lücken auf. Ein Internet- oder Darknetangebot ist noch lange nicht beendet, nur wenn es von jemandem mit Benutzername und Administratorpasswort gelöscht wird. Lokale oder Netzkopien können jederzeit wieder aktiviert werden. Ansonsten werden alle offenen Fragen der Fälle bis zum Ende hin geklärt. Der Grund, warum der Schüler ein Video angefertigt hatte und wie dieses aussehen könnte, bleibt offen. Oder ich habe etwas überlesen, was ich aber nicht glaube, weil Handlungen und Sprache so angelegt sind, dass meine Gedanken nicht zu wandern beginnen. Mit anderen Worten: Das Gesamtgeschehen ist geistreich und spannend. Personen sind natürlich und humorvoll angelegt. Der Ortsbezug zu München ist stimmig. Insgesamt erreicht der Unterhaltungswert eine Höhe, bei der ich auch einen dritten Fall lesen werde.

Nadine Petersen – EisbachKriminalroman (E-Buch) An diesem Machwerk ist so ziemlich alles falsch – sogar der Titel. Der Bachlauf im westlichen Teil des Englischen Gartens heißt Schwabinger Bach und nicht Eisbach. Wenn die Autorin den Englischen Garten schon nicht kennt, hätte sie wenigstens auf dem Stadtplan nachschauen können. Da ich am Eisbach wohne, hat der Titel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Das ist ärgerlich, und deshalb gehe ich gar nicht auf den Inhalt ein. Die Autorin sollte dringend eine Schreibwerkstatt besuchen und Münchenbücher lesen, dann besteht eine kleine Chance, dass sie jemals einen lesbaren München-Krimi verfassen kann.

Max BronskiDer Pygmäe von ObergiesingKriminalroman (E-Buch) Ich habe den Eindruck bekommen, dass der Autor München kennt, aber nicht liebt. Der Ortsbezug besteht oft nur aus Straßennamen und ironischen, abwertenden Beschreibungen. München leuchtet nicht, wie der Verlag behauptet, sondern wird herabgewürdigt. Dem Humor fehlen der feine Münchner Sinn und Charme, aber Gossec ist nach Verlagsaussage Kult. Die Handlung plätschert ohne Spannung zu einem jähen Ende, das nicht mit dem vorherigen Inhalt zusammenhängt. Der gesamte Text hat unbegründete Abweichungen vom Handlungsfluss mit Nebensächlichkeiten und Gedankensprüngen. Die Titelformulierung ist nur reißerische Verkaufsförderung ohne Inhaltsbezug. Als formale und störende Besonderheit wird direkte Rede durch einen Gedankenstrich statt zwei Anführungszeichen gekennzeichnet.

Angelika Felenda – HerbststurmKriminalroman Da stimmt alles. Auf Amazon gibt es zwei Wochen nach dem Erscheinen neun positive und zutreffende Bewertungen. Der Verlag betreibt sachliche Aussagen. Da muss ich meinen Senf nicht dazugeben oder doch? Der Herbststurm ist hervorragend, so wie die beiden Vorgänger. Insgesamt liest man glaubwürdige und spannende Münchner Geschehnisse mit historischen Hintergründen von 1914, 1920 und 1922.

Leonhard M. SeidlBesäufniserregendEine bierernste Krimikomödie

Leider war ich nicht so gescheit wie J. Sterr bei der vorherigen Amazonrezension. Der Amazon-Blick-ins-Buch hätte mich vor dem Kauf bewahrt. Stattdessen bin ich auf die Empfehlung der Erstrezension, die Klappentexte des Verlags und die Autoreninformationen hereingefallen. Kaufgründe waren Neugier, Krimi, München und Komödie. Schnell musste ich jedoch feststellen, dass die Krimihandlung ohne Spannung ist, und dass man bei dieser Form von scheinbar komödiantischer Darstellung nicht erheitert wird oder lachen kann. Typisch Münchnerisches konnte ich nicht erkennen und beschränkt sich auf Ortsbezeichnungen. Feinsinnigen Münchner Humor mit deftigen altbairischen Einschlägen gibt es nicht. Mit Sicherheit ist das Buch kein Heimatkrimi, wie es ein SZ-Schreiberling formuliert. Diese Zeitungswerbung bewirkt bestimmt gute Verkaufszahlen. Ich möchte auch zum Kauf ermutigen, damit meine Bewertung bestätigt wird.

Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass der Text als Satire auf Trivial- und Schundliteratur zu verstehen sei. Dann müsste dies aber dazugeschrieben werden. Mit der Formulierung bierernst muss man bei der Wahrheit bleiben. Ohne vernünftige Beschreibung von Handlung und Charakteren entstehen keine Bilder im Kopf. Ich kann Zustand, Verfassung oder Stimmung der Personen nicht nachempfinden, weil alles übertrieben wird. Der Umschlagtext, es handle sich um skurrile Originale, und die vermeintlich komischen Namen reichen nicht aus. Ohne Übergänge zwischen den Handlungsteilen entwickelt sich keine Vorstellung des Handlungsverlaufs. Der Fortgang muss zwischen den Zeilen erlesen oder vermutet werden und ist so abgehackt wie die Anordnung der vielen Kapitel.

Die beworbene, rasante Schrägheit entsteht durch Ausdrucksweisen, die möglicherweise, im entferntesten Sinn von Fußballfans, Boazngästen, Obdachlosen und Kleinkriminellen verwendet werden könnten. Sprachliche Mittel und stilistische Figuren sind beispielsweise Einwortsätze, Wortwiederholungen, wiederholte Satzanfänge, Dialoghäufungen, Sprechdurchfall mit Wortfolgen, unvollständige Sätze, übertriebene Formulierungen, Wiederholung von scheinbar witzigen Ausdrücken. Eine überladene und ungezügelte Wort- und Sprachgewalt geht zulasten der Lesbarkeit. Man bemerkt, dass der Autor gefällig schreiben kann, hier verdirbt er aber die Sprache. Vielleicht gibt es Leser, welche die Dialoge als wortgewaltige, pointenreiche Sprücheklopferei wahrnehmen, für mich sind sie aber abgedroschenes, aufgeblähtes Geschwätz. Ich hatte mir ein feinsinniges, heiteres und humorvolles Münchner Lebensgefühl mit augenzwinkernder Fußballleidenschaft erwartet, musste aber die Lektüre abbrechen.

Schließlich stellte sich die Frage, was ist hier Besäufnis erregend. Ein paar Augustiner Edelstoff erregen kein Besäufnis, nicht einmal ein Aufsehen, sondern einen Genuss. Ich erkenne nur ein Buch, das Besorgnis erregend ist, weil Autor und Verlag dem Leser mit Antäuschung falscher Erwartungen Geld und Zeit wegnehmen. Ein echter Münchner würde keinen solchen Krampf verzapfen.

Sabine VöhringerDas Ludwig Thoma KomplottKriminalroman 4,8 von 5 Sternen bei 24 Kundenrezensionen. Das ist unglaubwürdig – genauso wie die Romanhandlung. Eine Vielzahl von Handlungsteilen, Personen und Namen verwirren beim Lesen und verhindern Spannung. Im Hintergrund agieren zwei große Unbekannte aus dem Vorgänger, denen man wohl für weitere Nachfolger nicht näherkommen darf. Die Vermarktung des Komplotts mit dem berühmten Namen ist aufwendig, das Komplott eher durchschnittlich. Der Ortsbezug zeigt keine Mängel. Klischees werden alle genutzt – von den gebildeten Mitgliedern der erfolgreichen Großstadt-Clique bis zu den Eigenheiten der Ermittler-Typen und sogar dem armen Hund.

Andreas Föhr – EifersuchtEin neuer Fall für Rachel Eisenberg Hervorragend

Jörg SteinleitnerBlutige BeichteDer LKA-Präsident ermittelt Ich erlebte beim Lesen gelungene humorvolle Übertreibungen, aber auch ein Verkennen von Wirklichkeiten trotz intensiver fachlicher Beratung. Ein Dienststellenleiter darf natürlich anders vorgehen als ermittelnde Kommissare. Er würde aber deren Erkenntnisse trotz Misstrauens berücksichtigen. Zum Politikermord gab es keinerlei Ermittlungen. Die Landwirtschaft ist so nicht zu betreiben. Der Potus und die Ehefrau sind zeitgemäß und lustig, aber überflüssig. Diese und weitere Unstimmigkeiten nehme ich aber gerne in Kauf, weil der Autor eine sehr hohe Spannung aufbaut. Umschlaggestaltung und Titel haben mehr mit Verkaufsförderung als mit dem Inhalt zu tun. Die Ermittler sind für eine Serie geeignet, werden dann aber vermutlich langweilig. Der Autor hat bislang eine große Wandlungsfähigkeit gezeigt, die er beibehalten soll.

Nicole NeubauerScherbennachtKriminalroman Anfänglich dachte ich wegen der vielen positiven Bewertungen und des gelungenen Einstiegs, einen spannenden Münchenkrimi gefunden zu haben. Dann merkte ich aber bald, dass einzelne Teile flüssig lesbar sind, andere mir die Gedanken verwirren oder abgleiten lassen, z. B. durch sehr viele, ständig neue Namen, schneller Wechsel der Orte und Handlungen oder Langatmigkeit. Es kommt keine Spannung auf. Mir war es schließlich egal, wer Leo erschossen hatte. Irgendein Polizist wird es schon gewesen sein. Der Leser kann selbst nicht mitermitteln. Er ist ständig in Gefahr, den Faden zu verlieren. Ortsbezug und Beschreibung der Polizeiarbeit sind stimmig. Die ständigen Gerüche wie so vieles überflüssig.

Angelika Felenda – WintergewitterKriminalroman Hervorragender historischer Kriminalroman – München im Winter 1920

Angelika Felenda – Der Eiserne SommerKriminalroman Hervorragender historischer Kriminalroman – München im Sommer 1914

Egon KobaldDer Tote im Hofgarten – Hauptkommissar Färbers erster Fall Weniger wäre mehr gewesen. Der Münchenbezug ist stimmig, ich vermisse aber die Liebe zur Stadt. Mit großer Ausführlichkeit und hoher Sachlichkeit werden alle Klischees zur Polizeiarbeit, zu Opfern und Tätern genutzt. Die vielen Sterne bei Amazon sind vermutlich Gefälligkeiten oder gekauft im Rahmen von Amazon Self-Publishing.

Kaspar Panizza – TeufelskatzKriminalroman Schräger, skurriler und klamaukhafter Humor mit dem ernsten Hintergrund von Kindesmissbrauch innerhalb von Einrichtungen der katholischen Kirche. Da passt etwas nicht zusammen. Der Täter wird durch eine Wendung enttarnt, auf die man als Leser nicht kommen kann. Die Spannung und das Münchnerische fehlen. Trotz der Schwere der Verbrechen wird es schließlich egal, wer der Täter ist. Die Katze ist diesmal überflüssig. Mehrfach bemerkt man beim Lesen Fehler. Der Vorgänger Saukatz war für mich eine gelungene Mischung aus Gaudi und Krimi. Die Teufelskatz hat mir Zeit und Geld gestohlen.

Inge LöhnigSieh nichts BösesKriminalroman Hervorragend

Helmut Ahrens – Mord im Hofbräuhaus – Kriminalroman Der Tod ereignet sich im Hofbräuhaus aus Gründen eines verkaufsfördernden Titels. Der Kriminalroman von 1984 hätte den Vergifteten überall sterben lassen können. Die Handlung ist auf dem Niveau von billigen Vorabendserien der 1980er Jahre. Damals ist die Gattung des München-, Bayern oder Regionalkrimis noch nicht erfunden. Die Medien sind noch analog, das Telefon ist bisher nicht mobil, und bei den Kriminalern kann man sich wunderbar die entsprechenden Personen aus Fernsehserien dieser Zeit vorstellen. Seitenfenster im Auto werden noch mit einer Kurbel bewegt. Der Kriminalhauptkommissar und sein Assistent rauchen. Zeitreise, Einfachheit und Leichtigkeit bewirken einen kleinen Unterhaltungswert.

Olaf MalySandlerEin Kommissar Wengler-Krimi Eine Buchveröffentlichung hat zunächst einmal meine Achtung und meinen Respekt vor der Leistung des Autors. Bemerke ich dann formale und inhaltliche Mängel und Fehler, habe ich ein wenig Verständnis, wenn die Veröffentlichung mit Self-Publishing erfolgte. Stelle ich aber bei Lesen Langeweile und ein Sammelsurium von Nebensächlichkeiten fest, ärgere ich mich über den Kauf und die Zeitverschwendung beim Lesen. Um es kurz zu machen – ich bin erneut den Sternen bei Amazon auf den Leim gegangen und muss mich über diese Verbreitung von Langeweile beklagen.

Ulrich RadermacherSchickimickiKommissar Alois Schöns 2. Fall Langweilig! Unter den vielen Fehlern hat der “Hautkommissar Schön” auf Seite 246 zur Erheiterung beigetragen. Dieser Kommissar und seine Kollegin haben bei mir ausgedient.

Werner GerlChampagner für den MörderKommissarin Tischler jagt den Mörder Reißerisch, blutrünstig, aktionlastig, aber geschickt, intelligent und stimmig gemacht. Spannende und humorvolle Unterhaltung. Beim Lesen wird man durch die kleine Schrift und die unnachgiebige Klebebindung behindert.

Antonia Günder-FreytagHundstage – Konrad von Kamms 3. FallKriminalroman Spannende und geistreiche Unterhaltung, die ständig neue Wendungen beinhaltet. Lange wusste ich nicht, wie das enden könnte. Man liest Indizien, wird aber bis zum Ende wenig zu Vermutungen geführt. Ortsbezug und Glaubwürdigkeit stimmen meist, aber bei summertime ist nicht the life, sondern the livin’ easy.

Marcus SammetAderlass – Thriller Inhaltliche und sprachliche Mängel trotz mitgeteilter, mehrfacher Überarbeitungen. Die vielen positiven Rezensionen sind sehr fragwürdig. Selbstverlag.

Andreas SchröflAltherrenjagdEin Bierkrimi Abbruch wegen Verbreitung von Langeweile sowie mangelhafter Verwendung der deutschen Sprache und des Dialekts. Die Sterne bei Amazon wurden vermutlich von Lohnschreibern gekauft. Das Lektorat war konsequent, aber der Verlag hat versagt. Die Buchreihe heißt Spannung.

Kaspar PanizzaSaukatzKriminalroman Ungewöhnlich, aber sehr amüsant und gefällig. Gelungene Mischung aus Gaudi und Krimi. Hier würde ich eine Fortsetzung sofort bestellen. Es geht nicht um Glaubwürdigkeit, sondern um geistigen Reichtum. Sau und Katze werden auch nicht zur Verkaufsförderung missbraucht.

Moses WolffMonaco MortaleEin Fall für Hans Josef Strauß Langweilige, aufgeblasene, ungewürzte, lauwarme Buchstabensuppe mit einer Häufung von nichtssagenden Dialogen, ohne Humor, aber mit guter Ortskenntnis. Die Treppe zur Herrentoilette im Weißen Bräuhaus geht jedoch nach unten, nicht hinauf wie auf Seite 25 beschrieben.

Bettina PlecherIsarlaufKriminalroman Gescheit, stimmig, glaubhaft, spannend … – ein besonders lesenswerter München-Krimi

Rupert Pfeffer – TodsicherEin München-Krimi Eine hervorragende Abwechslung zu den Kommissar-Sowieso-Serien, in denen man sich mit dem Privatleben der Ermittler abgeben muss. Hier geht es um kriminelle Machenschaften, die geistreich, spannend und mit gehobenen sprachlichen Mitteln erzählt werden.

Andreas FöhrEisenbergKriminalroman Ich hatte das frühere Ermittlerduo mit humorvollen und regionalen Eigenheiten erwartet, bekam aber eine geschiedene, attraktive und erfolgreiche Rechtsanwältin mit pubertierender Tochter. Das Milieu ist realistisch, die Handlung abwechslungsreich und spannend. Der regionale Hintergrund stimmt. Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass ich an die Eigenheiten von Privatfernsehen und Facebook erinnert werde, bei denen es vielfach ums Geldverdienen mit einfachen und vorgeformten Mitteln geht.

Inge LöhnigVerflucht seist duKriminalroman Wie arm sind doch sämtliche Filmkrimis, wenn man von dieser hervorragenden Autorin einen Fall zu lösen bekommt. Diesmal habe ich die Täter erahnt, trotzdem gab es überraschende Wendungen.

Ulrich Radermacher – SaukerlKriminalroman Schon wieder ein neuer Kommissar mit Freundin und Team. Überbewerteter Erstling mit wenig natürlichen Bezügen und gekünstelter Originalität.

Inge LöhnigMörderkindKriminalroman Hervorragend ohne die vielfach üblichen Serien-Kommissare

Markus RidderDas Messias-ProjektPsychothriller Ich bin nicht ganz so überzeugt wie die vielen positiven Bewertungen bei Amazon. Ob die wohl alle echt sind?

Inge LöhnigDeiner Seele GrabKriminalroman Hervorragend. Und wieder wird ein aktuelles Thema mit großem Geschick und hoher Spannung in München und Umgebung erzählt.

Inge LöhnigNun ruhet sanftKriminalroman Hervorragend mit bemerkenswerter Vorstellungskraft zu Beziehungen

Inge LöhnigGedenke meinKriminalroman Hervorragend mit einem möglichen, aber widernatürlichen Hintergrund

Martin ArzGeldsackMax Pfeffers 6. Fall Kenntnisreich, gescheit, auf das Reichen-Milieu und das Glockenbachviertel bezogen. Lesenswert, aber manchmal vermisste ich ein wenig die Spannung der Handlung.

Harry Kämmerer – Mangfall ermitteltRoman Erster München-Krimi des Volk Verlags mit Hardcover, Schutzumschlag und Leseband! Da hätte ich mir mehr erwartet. Die Handlung ist klischeehaft. Ich erkenne immer den Fortgang, obwohl ich keine Vorabendserien im Primitivfernsehen konsumiere. Die Beschränkung der sprachlichen Mittel zur Darstellung einer schnellen, erwartbaren Handlungsfolge ergibt einen mittelmäßigen Zeitvertreib, der wie beim Fernsehkonsum nicht im Gedächtnis bleibt.

Ina MayIsarkieselKriminalroman Viermal fünf Sterne bei Amazon sollten eigentlich misstrauisch machen. Diese Isarkiesel haben wenig Münchenbezug, sind umständlich geschrieben und fehlerhaft gesetzt. Die Handlung ist aufgeblasen, verkompliziert und zähflüssig. Ich will nicht ständig zwischen den Zeilen lesen müssen. Diese langweilige Geld- und Zeitverschwendung musste abgebrochen werden.

Herbert BeckerBlutwurz: Mord in der KarpfenteichsiedlungEin Krimi aus der Münchner Vorstadt Lesenswerter München-Krimi mit wirklichkeitsnaher Beschreibung der Personen, Orte und Handlungen. Empfehlung von Bumeders Buchtipps: Die Bayerische Bücherschau Ostern 2015.

Julie FellmannDer Schatten und sein MeisterMünchen-Krimi Empfehlenswert – genauso wie der Erstling

Michael GerwienIsarbluesKriminalroman Da passt aber einiges nicht zusammen und ergibt keinen Sinn, oder ich habe etwas überlesen, weil mir die Spannung fehlte.

Max BronskiSchampanningerKriminalroman Bei Heyne gibt es den Schampanninger zum halben Preis wie beim Originalverlag. Auf der Rückseite des Umschlags steht, dass Gossec Kult ist. Ich glaube aber, dass mir ein Gossec oder Bronski reicht. Ich vermisste das Gute und Schöne in München.

Martin W. BrockSchneejagd München-Krimi mit geringen örtlichen Bezügen und Neigungen zur Langeweile

Martin ArzPechwinkelMax Pfeffers 4. Fall Ich erinnere mich gerne an die Beschreibungen und die Spannung in diesem Krimi. Der Autor versteht es, die Münchner Gegenwart und Vergangenheit wirklichkeitsnah in dramatischen Handlungen darzustellen.

Georg M. OswaldUnter Feinden Vorsicht Hochspannung!

Jakob Maria SoedherRotkreuzplatz da VinciSchicksal oder Fügung