Über die Bücherlisten

Aktualisiert am 2. Januar 2019

Siehe auch meine Bücherlisten bei Tivolifoto und meine Bewertungen bei Amazon

Hintergrund
Sag mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist. Lesen gefährdet die Dummheit. Wer nicht liest, ist selber schuld. Lego, ergo sum – ich lese, also bin ich. Diese Sprüche müssen nicht unbedingt zutreffen, sie haben aber einen Wahrheitsgehalt und gefallen mir. Man könnte den Ersten auch auf das Essen anwenden, bei Tivolifoto geht es jedoch ums Anschauen und Lesen. Auf der Seite Bücherlisten stelle ich den Gästen von Tivolifoto meine aktuelle Lektüre ab Dezember 2011 vor.

Aufbau
Gliederungspunkte meiner Bücherlisten sind Monacensia, Bavarica, München-Krimi, Bayern-Krimi und Romane. Mein jeweils aktuell gelesener Titel befindet sich am Anfang des entsprechenden Kapitels. Die Absätze enthalten den Namen der Autorin oder des Autors mit dem Link zum jeweiligen Internetangebot. Hinzu kommen der Titel mit einem Amazon-Link zum Buch und der Untertitel mit einem Link zum Buch beim Verlag. Danach erfolgen meine möglichen oder unmöglichen Kommentare. Mir ist bewusst, dass bewertende Aussagen ohne Angabe von Gründen unfair sein können. Ich nehme mir aber diese Freiheit, weil man durch irreführende Verlagswerbung ebenfalls unseriös hereingelegt werden kann. Beim aktuellen Verfassen eines Listeneintrags verlinke ich nach Möglichkeit Autor und Verlag zum Zeitpunkt des Lesens. Später bemerke ich nicht mehr, wenn Links Fehler verursachen, weil Homepages oder Verlagsangebote neu strukturiert worden sind. Ich bitte somit um Verständnis, wenn bei einigen Links die Seiten nicht gefunden werden. Gibt man Autor, Titel oder Verlag in eine Suchmaschine, werden aktuelle Ergebnisse gefunden. Dort sieht man auch Facebook-Seiten von Autoren und Verlagen, auf die ich aber grundsätzlich nicht verlinke.

Statistik
Meine Bücherlisten umfassen den Zeitraum ab 2011, also seit Beginn meines Internetangebots. Bis Ende 2018 erfolgten 256 Einträge in acht Jahren. Das sind 32 jährlich und etwa drei monatlich. Nimmt man einen Monatsdurchschnittlich von 40 €, ergibt sich ein finanzieller Aufwand von fast 4000 €. Diese Ausgabe hatte ich aber gerne gemacht. Dazu kamen jedoch 1680 € GEZ Gebühren, zu denen ich gezwungen worden war, obwohl ich lieber Bücher gelesen hatte. Ich muss also für von Dummheit gefährdete Nicht-Leser und Fersehglotzer mitbezahlen – und das nicht nur in den letzten acht Jahren, sondern seit ich Bücher kaufe. Selbstverständlich lese ich nicht nur aus Bildungsgründen, sondern lasse mich auch unterhalten. Meine Acht-Jahres-Statistik umfasst 44 Monacensia, 54 Bavarica, 40 München-Krimi, 102 Bayern-Krimi und 16 Romane oder anders ausgedrückt etwa sechs von insgesamt 16 Metern Bücherregal. Dabei hatte ich mich vor 2011 mehrfach von vielen Büchern getrennt und danach nicht alles aufgehoben. Auch heute noch passieren mir Fehlkäufe, weil mich nicht mehr qualitätsorientierte Verlage oder falsche Bewertungen dazu verleitet haben.

Motivation
Mit der Zunahme von Leseerfahrungen hatte ich Selbstvertrauen und Sicherheit für öffentliche Bewertungen entwickelt. Vorher dachte ich manchmal, vor einer Kritik von Büchern oder Texten müsse ich selbst erstmals ein besseres Angebot machen können. Heute ist meine Einstellung, dass ich mir als Verbraucher von Autoren und Verlagen nicht alles gefallen lassen darf. Angebote werden beschrieben und beworben. Ich muss bezahlen, bevor ein Buch gelesen wird. Andersrum geht es aber nicht. Insgesamt gefallen mir die Möglichkeiten, Gelesenes öffentlich zu bewerten, im Internet mehr über Autoren zu erfahren und vielleicht sogar einen schriftlichen Kontakt herzustellen.

Buchkäufe
Ich kaufe Bücher vorwiegend bei Amazon und bin mir der Problematik dieses Verhaltens bewusst. Für mich sind traditionelle Buchhandlungen aber ein Auslaufmodell, weil ich Informationen für Buchkäufe im Internet und die Lieferung an die Wohnungstür bekomme. Es ist nicht meine Schuld, wenn von staatlicher Seite versäumt wird, Amazon angemessen zu besteuern, und wenn andere Unternehmen keine wirksames Wahlangebot im Internet machen können. Nach meiner Erfahrung sind die Bestände von Bavarica und Monacensia selbst in den großen Buchhandlungen zurückgegangen. Bieten mir dort Angestellte eine Bestellung an, bevorzuge ich die Unabhängigkeit und Freiheit der eigenen Bestellung im Internet. Leider habe ich keinen Buchhändler um die Ecke, den ich für Buchansicht und Beratung bei meiner Interessenlage unterstützen könnte und würde. Kleine Buchläden werden nicht von Amazon, sondern von Politikern und Gesetzen zur Aufgabe gezwungen. Staatlich, städtisch und kommunal Verantwortliche sowie Politiker in Regierungen und Parlamenten verhindern keine Arbeiterausbeutung, Steuerausfälle, Mietpreistreiberei, Geschäftsaufgaben und Ladenleerstände.

Buchbewertungen
Mit dem Anwachsen der Bücherlisten möchte ich mich immer weniger auf die Mitteilungen bei Tivolifoto beschränken. Durch viele Leseerfahrungen ist Sicherheit für kritische Besprechungen entstanden. Ich lasse mich nicht mehr mit unbegründeten Überbewertungen beleidigen. Andererseits will ich ganz einfach Gefallen und Lob mitteilen. Dabei gehe ich weniger nach sachlichen Gesichtspunkten vor, sondern nach persönlichen Eindrücken. Als privater Autor nehme ich mir Freiheiten, die in der klassischen Buchkritik nicht zu finden sind. Entdecke ich in meinen Augen unterbewertete oder unverständlicherweise nichtbewertete Bücher, die ich gelesen habe, muss ich aktiv werden. Ich habe Verantwortung, weil mich persönliche und sprachliche Sicherheit zur digitalen Veröffentlichung befähigen. Es geht mir um die freie Meinungsäußerung. Ich will Stellung zu den von mir erworbenen Büchern nehmen und meine Erkenntnisse öffentlich mitteilen. Ich stehe mit der Glaubwürdigkeit meines gesamten Internetangebots hinter meinen Buchbewertungen.

Sternenglaube
Nach meiner Wahrnehmung können sogenannte Kundenrezensionen, besonders bei Amazon, häufig nicht der Wahrheit, sondern eher der Verkaufsförderung dienen. Bemerkenswert  ist, mit welchen Mitteln dort gearbeitet wird. So erfolgten beispielsweise bereits nach zwei Tagen auf meine Kritik an dem Titel Kinikiller zwei weitere Fünf-Sterne-Bewertungen von etwas glaubwürdiger scheinenden Personen als vorher, obwohl nach den ersten sechsmal fünf Sternen acht Wochen keine Bewertung geschrieben worden war. Ich hatte die Kritik mit dem Titel “weil ich den Sternen auf den Leim ging” bei Amazon geschrieben, um sternengläubige Käufer zu aktivieren. Nachfolgend waren dann etliche Personen aktiv, welche die bisherigen positiven Informationen hilfreich fanden. Offensichtlich gehört es zur Strategie von Autoren und Verlagen, auf kritische Bewertungen möglichst zeitnah mit erbetenen oder erkauften positiven Rezensionen zu reagieren. Diese Wahrnehmung hatte ich schon mehrfach. Außerdem werden Amazon-Rezensionen im Internet als Ware angeboten. Mit der Suche nach Amazon Rezension kaufen oder Vergleichbarem findet man entsprechende Angebote für bezahlte Lobeshymnen. Ich bewerte gerne positiv, Bücher müssen aber von Verlagen angemessen beschrieben werden, und private Rezensenten müssen glaubwürdig sein. Um Letzteres zu prüfen, sehe ich mir deren Amazon-Profile an. Mit ein wenig Erfahrung kann man Missbrauch leicht erkennen.

Buchgeschenke
Zum Lesen verwende ich am liebsten richtige Bücher, auch wenn das Lesen am Bildschirm ein wenig zunimmt. Eine große Zunahme ereignet sich jedoch in meinen Bücherregalen. Ich bin auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten und verschenke deshalb besonders gerne die München- und Bayern-Krimis an mir bekannte und interessierte Personen. Mir nicht Bekannte, die ein Internetangebot ohne kommerzielle Interessen betreiben, können mir ebenfalls einen Buchwunsch mitteilen – ebenso wohltätig oder ehrenamtlich Tätige. Wer Anderen etwas schenkt, soll nach Möglichkeit auch von mir ein Buchgeschenk erhalten können. Ich bin mit Buchcouverts und Briefmarken gut gerüstet, freue mich über gemeinsame Interessen und erfülle gerne Wünsche. Wer mir Informationen zu einer Tätigkeit im Sinne des Schenkens oder den Link zu einer Homepage, den Buchwunsch und seine Postadresse mitteilt, kann Post aus meinem Bücherregal bekommen.

Zeitungen und Zeitschriften
In meiner Teilhabe an der analogen Zeit hatte ich natürlich auch Zeitungen und Zeitschriften gelesen. Seit dem Beginn meines Studiums in München war ich ohne die tägliche Süddeutsche Zeitung und Abendzeitung München unzufrieden gewesen. Vor einigen Jahren begann ich, mich auch mit einzelnen Artikeln der OZ am Bildschirm zu informieren. Die Osterhofener Zeitung ist Teil der Passauer Neuen Presse und hat den schönen Untertitel Zeitung für das Donau-Isar-Vils- und Kollbachtal. Anfang 2015 hatte ich die Onlineausgabe der SZ abonniert, weil ich nicht mehr mit allen möglichen Inhalten, mit übertrieben viel Papier und mit Werbung zugemüllt werden wollte. Nachdem die SZ ihre Onlineausgabe für den März 2017 bereits zum zweiten Mal um jeweils zehn Prozent erhöht hatte, kündigte ich nach 40 Jahren Abonnement. Dann bat man mir die Verlängerung für ein Jahr zum alten Preis und danach einen neuen Vertrag für ein Jahr zum halben Preis an. Ich habe abgelehnt und lese seitdem in der SZ nur noch die frei zugänglichen Onlineartikel. Mittlerweile mache ich für freie und aktuelle Beiträge in AZ, TZ, Merkur und SZ eine tägliche Onlineabfrage. Das Internet bietet mir mit frei zugänglichen Informationen von vielen Seiten mehr als werbungsabhängige, gewinnsüchtige und ständig wachsen wollende Medienunternehmen der Tageszeitungen.