Stadt und Schule stören mit Bolzlärm auf illegalem Platz

Aktualisiert am 12. November 2019

Hinweise: Die zeitlichen Angaben zu den Lärmstörungen sind gerundet und betreffen nur meine Anwesenheit in der Wohnung. Nachbarn können sicherlich weitere Zeiten ergänzen. Regelmäßig während der Nachmittagsbetreuung sind lautes Schreien und Ballknallen auf dem Bolzplatz von Montag bis Donnerstag zwischen 14:00 Uhr und 16:30 Uhr zu hören. Während der Unterrichtzeit, im Anschluss an die Nachmittagsbetreuung, an Wochenenden und in den Ferien musste man in der Umgebung die folgenden Lärmstörungen ertragen:

Dienstag, 12. November, 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Zwei jugendliche Ballerbolzer nutzen den freien Platz im Anschluss an die  Nachmittagsbetreuung und terrorisieren die Umgebung mit idiotischem Ballknallen. Sie ballern trotz Dunkelheit gegen die weiße Platzumrandung. Ich kann sie wegen des abnehmenden Lichts vom Wohnungsfenster aus nicht mehr sehen, muss sie aber hören und ertragen. Das ist Gewalt durch gesundheitsschädigenden Lärm.

Sonntag, 10. November, 10:40 Uhr bis 14:55 Uhr 
Bis zu fünf Ballerbolzer vermiesen mir und anwesenden Nachbarn den Sonntagmittag. Ich werde von den Jugendlichen und der Stadtverwaltung gezwungen, diesen idiotischen Lärm mit Knallen und Schreien zu ertragen. Den Störern geht es nicht um fußballüblichen Wettkampf, sondern um das Erzeugen von Krach mit dem Ballern auf die Umrandungen und die Tore. Meist wird mit mehreren Bällen geboltz. Der Lärmterror an diesem Sonntag dauert mehr als vier Stunden im Zeitraum mit Mittagsruhe in den Mietwohnungen.

Samstag, 9. November, 11:40 Uhr bis 14:00 Uhr
Anfangs zwei und später drei jugendliche Knall- und Schreibolzer treiben wieder ihr Unwesen mit Lärmterror und Gesundheitsschädigung für die Anwohner. Schuld ist die Stadtverwaltung, weil sie Bürger nicht schützt und die Nutzung des illegalen Bolzplatzes nicht untersagt und verhindert.

Mittwoch, 6. November, 10:55 Uhr bis 11:25 Uhr

Sonntag, 3. November 2019, 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Sonntag, 27. Oktober 2019, 15:45 Uhr bis 17:30 Uhr

Samstag, 26. Oktober 2019, 11:00 Uhr bis 13:30 Uhr
Zwei Jugendliche betreten den Platz gegen 11:00 Uhr über die Treppe vom Parkplatz. Sie spielen nicht Torschüsse oder gegeneinander, sondern jeder für sich. Sinn ihres Spiels ist lediglich das Knallen der Ballschüsse gegen die Umrandung. Somit haben sie zwei Bälle. Als einer der Bälle im Gebüsch neben dem Parkplatz verloren geht, beenden sie die Lärmstörung der Anwohner gegen 13:30 Uhr wegen erfolgloser Ballsuche. Geblieben ist mir ein körperlicher Schaden mit dem Ärger über den Lärmterror der zwei Balleridioten.

Donnerstag, 24. Oktober 2019, zwischen 14:00 Uhr und 16:30 Uhr
Schülerinnen und Schüler haben den Aufenthalt während der Pausen in der Nachmittagsbetreuung gänzlich auf den Bolzplatz und neben die Umrandung verlegt. Auf dem eigentlichen Pausenhof befindet sich niemand. Das Pausengeschrei ist somit direkt in die Nähe der Nachbarwohnungen verlagert worden.

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Sonntag, 20. Oktober 2019, 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Bolzplatzlärm an einem gesamten Wochenende im Oktober
Samstag, der 19. Oktober 2019 um 11:00 Uhr war der Beginn und Sonntag der 20. Oktober 2019 um 18:00 Uhr das Ende der Lärmstörung. Die Verursacher waren keine Kinder, sondern Jugendliche über 14 Jahre. Ballspiel von Kindern ist gekennzeichnet durch Schreie und Zurufe, die als Kinderlärm rechtlich in einem bestimmten Rahmen zu dulden sind. Jugendliche hingegen spielen mit kraftvollen und lauten Ballschüssen gegen die Spielfeldumrandung und das Tor. Das ist vorsätzlicher Lärmterror, der vermutlich von jugendlichen Schülern des Maximiliansgymnasiums mit Duldung durch Stadtverwaltung und Schulleitung erzeugt wird. Dieser Personenkreis wohnt mit Sicherheit nicht am Tivoli und würde sich gegen solche Lärmstörungen in der eigenen Wohnumgebung wehren. Mietrechtlich ergibt sich ein Minderungsanspruch von 20 Prozent.

Bolzplatzlärm erstmalig außerhalb der Schulzeiten an einem Sonntag im Oktober
Sonntag, der 13. Oktober 2019, geht in die Geschichte des Tivoli in München ein, weil die Anwohner erstmalig an einem Sonntagnachmittag zwischen 15:00 Uhr und 18:00 Uhr mit Bolzplatzlärm gestört werden. Mir liegt die schriftliche Mitteilung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung vor, das Referat für Bildung und Sport habe angegeben, dass der Platz an Wochenenden und in der Ferienzeit nicht bespielt wird. Falsche Angaben sind Lügen, vermutlich mit dem Vorsatz den Schwarzbau mit möglichst vielen Argumenten vom Baureferat genehmigen zu lassen. Dies gilt ebenso für die Angabe des Schulreferats, der Soccer-Five-Platz diene nur der Pausennutzung. Diese Lüge des städtischen Referats mit dem Namensteil für Bildung zeugt zudem von mangelnder Intelligenz, weil die Anwohner den Bolzplatzlärm während der Unterrichtszeiten hören und die Verursacher nach dem Laubfall sehen können.

Lärm vom schwarzgebauten Fußball-Kleinfeld am 16. September 2019 und danach
Am dritten Septembermontag wache ich um 8:25 Uhr wegen eines Geschreis auf. Der Blick aus dem Fenster lässt mich durch das Laub der Bäume an der Theodorparkstraße erkennen, dass die Containerschule den Schwarzbau des Fußball-Kleinfelds bespielt. Bis etwa 13:00 Uhr ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Spieler schreien, Zuschauer jubeln und applaudieren, ein Schiedsrichter pfeift, der Ball knallt ständig und mit Spielabsicht gegen die Umrandung des Spielfelds. Meine Fenster mit der Bezeichnung Thermoplus Phonstop haben keine Chance die Lärmstörungen zu unterdrücken. Lehrer und Schüler haben es geschafft den Lärm des bisherigen Gongs und Geschreis zu steigern und um ein Vielfaches an Lautstärke und Dauer zu übertrumpfen.

Vorgeschichte und Vermutungen

Die Initiative für den Schwarzbau des Fußball-Kleinfelds ging vermutlich nicht von der Stadtverwaltung aus. Eine, mir von einem leitenden Baudirektor mitgeteilte, Verbesserung der Pausenhofqualität war seit vier Schuljahren nicht notwendig gewesen und wird es auch künftig nicht sein, weil die Schule in ihr renoviertes Gebäude zurückkehrt. Außerdem wird der Soccer-Five-Platz mittlerweile nicht während der Pausen, sondern im Rahmen der Unterrichtsstunden genutzt. Mit lehrplangemäßen Schulsport hat dies bestimmt nichts zu tun.

Das schwarz gebaute Fußball-Kleinfeld riecht förmlich nach Spezlwirtschaft und Geldverschwendung. Vermutlich hat eine Firma nach Grundstücken gesucht, für die man sogenannte Soccer-Five-Plätze verkaufen kann. Beim städtischen Referat für Bildung und Sport ist man schließlich fündig geworden. Wahrscheinlich war Geld vorhanden und musste ausgegeben werden. Das Vorgehen ohne Baugenehmigung lässt ebenfalls Zwielichtigkeit annehmen. Die Öffentlichkeit sollte wohl vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Möglicherweise plant die Stadt mit der Gesamtanlage eine Verlängerung der sechsjährigen Interimsphase, bis nach 25 Jahren der letzte Container verrostet ist. Die Anwohner wären dann um die freie und kultivierte Fläche des über 90 Jahre alten Tennisplatzes betrogen und gezwungen, langfristig die Versäumnisse beim Unterhalt der Schulen in anderen Stadtteilen zu ertragen.

Täter, Opfer und Alternativen

Insgesamt darf nicht übersehen werden, dass ortsfremde Personen, also Mitglieder der Stadtverwaltung, die vermutlich nicht am Tivoli wohnen oder vielleicht sogar noch nie vor Ort waren, über Lebensverhältnisse der Anwohner entscheiden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Referats für Bildung und Sport verstecken sich im Internet hinter einem Organigramm ohne Namensnennung, die bei staatlichen Behörden selbstverständlich ist. Das ist nicht mehr zeitgemäß und lässt Feigheit und Dreck am Stecken der Stadtverwaltung vermuten.

Opfer sind die Steuerzahler und die lärmgeplagten Nachbarn am Tivoli. Schüler muss man vielleicht ebenso zu den Opfern zählen, weil sie von Schulreferat und Schulleitung zu einem idiotischen Trend aus Amerika verleitet werden, der mit bayerischem Schulsport überhaupt nichts zu tun hat. Auf einem Soccerfeld wird  vorsätzlich Lärm durch das Abprallen der Ballschüsse von der Feldumrandung erzeugt. Der Kunststoffrasen gibt Mikroplastik an die Umwelt ab. Umrandungen und die Netze erinnern an Käfighaltung – soviel zu städtischer Bildung und Sport nach Münchner Art mit Kunststoff und Blechcontainern.

In 400 Metern Entfernung befindet sich am Hirschanger im Englischen Garten die städtische Sportanlage Himmelreichstraße 5 mit einem natürlichen Rasenfußballfeld. Praktisch über die Straße gibt es Wiesenflächen zum Ballspielen, bei denen Anwohner keine Lärmstörungen hätten, aber die Stadtverwaltung lässt ein illegales Bauwerk errichten, das Nachbarn erheblich stört und damit zu Verdrossenheit, Protest und Widerstand führt. Pfui Deife!