Republik Bayern

Aktualisiert am 18. Oktober 2017

Tivolifoto ist mein freies Unterhaltungsangebot im Internet, kann aber so wie alles nicht politikfrei sein. Das private Veröffentlichen im Internet gestaltet sich in meinem Lebensumfeld mit einem Höchstmaß an Freiheit, das es zu nutzen und zu erhalten gilt. Mit persönlicher Freiheit, medialer Unabhängigkeit und regionaler Identität als Niederbayer in München beschreibe und begründe ich in diesem Beitrag meine politischen Einstellungen, Wahrnehmungen und Erwartungen mit dem Ziel der eigenen Republik Bayern.

Für mich ist das Streben nach Freiheit für Bayern mit dem politischen Ziel der Eigenständigkeit eine natürliche Entwicklung. Ich habe meine Fotobücher und Geschichten zunehmend heimatlich und traditionell ausgerichtet. Lokale, regionale und sprachliche Identität ist mir wichtig geworden. Meine Fotomotive sind immer mehr aus der Volkskultur mit Trachtlern, Musikanten und Volkssängern gekommen. Das Lesen von Bavarica und Monacensia hat mich geprägt. Begleitend hat sich meine Forderung nach Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenstaatlichkeit für Bayern entwickelt. Ich verstehe und erwarte bei Politik und Kultur für das eigene Volk, bei der Liebe zur Heimat mehr als Bayerntümelei, bei der sich Pseudo-Trachtler Ludwig II. und Franz Josef Strauß an den Hut stecken. Beide haben sich übrigens selbst mehr gedient und dem Volk der Bayern eher geschadet.

Entwicklungen zeigen mir, dass ein Europa der Regionen mit einer eigenständigen Republik Bayern sinnvoller ist als der Nationalstaat Deutschland mit seinem unsympathischen, unfähigen, das Recht brechenden und die Sicherheit gefährdenden Personal, das Bayern bevormundet und ausbeutet. Zentralistische Bestrebungen innerhalb der Europäischen Union stellen sich häufig als überflüssig und lächerlich heraus. Solidarität darf nicht eingefordert werden, um Unfähigkeiten und Schulden anderer auszugleichen. Die gegenwärtige EU mit der Vormacht großer Nationalstaaten ist unbrauchbare Zeit- und Geldverschwendung, weil sie nicht auf Regionen baut. Wie in Brüssel und Berlin gibt es auch in München und Bayern opportunistische, charakterschwache, geld- und machtgierige Menschen in politischen und öffentlichen Funktionen. Personen in Politik und Verwaltung erweisen sich häufig als lügnerisch und kriminell. Mandatsträger und Menschen, die Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit zu ihrem Vorteil beschränken wollen, sind mir zuwider.

Mein Internetangebot soll positive Aussagen über Personen, Gegenstände und Sachverhalte beinhalten. Bei der Berliner Republik, den zwangsfinanzierten, sogenannten öffentlich-rechtlichen Medien und den übertriebenen Sicherheitsaktivitäten in München bin ich aber mit Nachdruck dagegen, weil sie Freiheiten beschränken. Bayern soll sich politisch selbständig, sprachlich und kulturell frei sowie ohne Zwangsabgaben für Medien, Sicherheit, Bundesrepublik und Europäische Union gestalten und weiterentwickeln.

Im Internetzeitalter ist es absurd, Medien mit staatlicher Zwangsfinanzierung vorzuschreiben. Internet und Decoder ermöglichen nutzungsabhängige Medienbezahlung so wie schon immer beim Zeitungs- und Buchmarkt. Außerdem bewegen sich der Bayerische Rundfunk und das Fernsehen zunehmend weg vom Bayerischen, z. B. bei Personal, Sprache, Volkskultur, Ausgewogenheit. Durch Berichterstattung und Unterhaltung mit erzwungenen Gebühren werden Personen und Organisationen in Kultur, Wirtschaft und Politik vom BR  automatisch öffentlich gefördert oder benachteiligt. Künstler entwickeln als Zielvorstellung nicht mehr die Freiheit der Kunst, sondern die gesicherte Finanzierung durch die Zwangsanstalt BR.

So wie der BR seine regionale Eigenart verliert, neigt die Verwaltung der bayerischen Landeshauptstadt zur politisch-kulturellen Beliebigkeit einer gesichtslosen, wirtschaftshörigen, deutschen Großstadt. Globale Investoren dürfen die einheimischen Bayern in München vertreiben. Bei aktuellen Veranstaltungen versucht die Stadt mit unbrauchbaren und überflüssigen Zwängen, Verboten, Überwachung und Kontrollen Gefahren vorzubeugen und abzuwehren. Diese Maßnahmen erfolgen vorauseilend und ohne gegenwärtige lokale Anlässe. München gilt schon immer als sichere Großstadt. Hintergrund ist weniger die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung, sondern das Geschäft mit der Angst und der Ausbau von Macht. Sicherheit darf nicht zu Lasten der Freiheit gehen.

Mit der Internetsuche nach Freiheit für Bayern findet man zahlreiche Personen und Organisationen aus dem Bereich der politischen und gesellschaftlichen Mitte. Diese Einheimischen und Angehörigen verstehen sich so wie ich als freie Bayern, nicht als Staatsbürger, die sich von Preußen, ehemaligen DDRlern, heimatverräterischen CSUlern und deren Verbündeten regieren lassen. Nach Umfragen sind die Befürworter der Eigenstaatlichkeit Bayerns 2017 auf ein Drittel angewachsen. Durch das Versagen der Berliner Regierung und der CSU ist es wahrscheinlich, dass bald mehr als die Hälfte der Bayern die Bundesrepublik verlassen wollen und werden.

Meine Kenntnis der Bayerischen Geschichte sowie die Wahrnehmung undemokratischer, unsozialer und ungerechter Gegenwartsverhältnisse weisen mir den eigenstaatlichen Weg trotz des Wohlstands für viele Bayern. Die Bundesrepublik importiert Terror und wird zum Obrigkeits- und Überwachungsstaat – wie schon bei der DDR, dem Dritten Reich und dem Kaiserreich. Die gegenwärtige, staatliche Gliederung Europas und Deutschlands wird sich wie in der Geschichte auch in der Zukunft neu gestalten. Beispiele für den ständigen Wandel sind deutsche Wiedervereinigung, jugoslawischer Zerfall, Katalonien und Brexit. Politische Veränderungen für Europa, Deutschland und Bayern sind keine Ausnahmen, sondern normale und natürliche Gegebenheiten.

Bei der Volksabstimmung 1946 erhielt die Bayerische Verfassung eine Zustimmung von 70,6 Prozent mit einer Wahlbeteiligung von 75,7 Prozent. Trotzdem ist Bayern 1949 mit Ablehnung durch Regierung und Landtag unter das Grundgesetz der Bundesrepublik gezwungen worden. CSU, Nachkriegsbesatzer, Nationalsozialisten und Wittelsbacher haben die Eigenstaatlichkeit aufgegeben. Meine politische Erwartung ist, dass sich eine neue Republik Bayern auf einem demokratischen Weg von der Bundesrepublik befreien wird. Diese Vorhersage ist wahrscheinlich, weil die Bundestagswahl 2017 durch die Verluste der großen Parteien bestätigt, dass immer mehr Bayern keine preußisch-deutsche Bevormundung und Ausbeutung wollen. Bundesweit kommt die CSU nur auf 6,2 Prozent der Stimmen, ist kleinste Partei im Bundestag und hat bayernweit zehn Prozent verloren. Bayerische Protestwähler am rechten Rand haben so wie die großen Parteien nicht verstanden, dass die deutschnationale und zentralistische Orientierung dem Volk der Bayern mit seinen drei Stämmen schadet. Die Berliner Politik hat sich im Handeln und im Sprachgebrauch von der einheimischen Bevölkerung mit ihrer regionalen Identität verabschiedet und verwaltet zwecks Wiederwahl nur noch Menschen, die schon länger hier leben oder neu dazugekommen sind.

Freiheit, Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit für Bayern werden derzeit nur von der Bayernpartei und immerhin schon von einem Drittel der Bevölkerung mit zunehmender Tendenz gefordert. Programme von Parteien außerhalb der Parlamente können natürlich nur bedingt auf ihre Umsetzbarkeit befragt und geprüft werden. Das Programm der Bayernpartei ist wenig bekannt, findet aber meine Zustimmung in vielen Punkten. Mit dem Personal ist es schwieriger. Ich mag keine opportunistischen Überläufer wie im Münchner Stadtrat, die aus Enttäuschung über entgangene Funktionen neue Karriere-Chancen suchen. Was ich jedoch von der Vorstandschaft der Bayernpartei und von Aktiven ohne andersparteiliche Vorgeschichte im Internet und in der Öffentlichkeit wahrnehme, sagt mir zu, z. B. Sachlichkeit, Mäßigung, Bürgerbeteiligung, Bürgerrechte, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und nicht zuletzt Heimatliebe. Parteiprogramme beziehen sich natürlich auf alle politischen Bereiche und brauchen die Weiterentwicklung. Man muss sie aber lesen und darf nicht auf das Geschwätz oder den Facebook-Müll von Populisten, Opportunisten und Extremisten hereinfallen.

Langfristig wird sich mehr als die Hälfte der Bayern für die eigene Republik aussprechen. Dann ist die Zeit reif für einen Volksentscheid zur bayerischen Unabhängig­keit. Politiker und Parteien werden gewählt, die so wie das Volk selbstbestimmte und eigenverantwortliche Wege gehen wollen. Die vorliegenden, politischen Aussagen in meinem Unterhaltungsangebot sollen dazu beitragen. Dabei bin ich mir aber bewusst, dass die Eigenstaatlichkeit kein Allheilmittel für politische Probleme der Welt und der Heimat ist. Außerdem kann ich hier nicht alle Politikfelder berücksichtigen. Weil Berlin und Brüssel keine Lösungen für aktuelle Probleme haben, müssen es die Regionen selbst in die Hand nehmen.