Geschichte des Tivoli in München

Aktualisiert am 12. März 2020

Gartenwirtschaft Zum Tivoli in München um 1830
Diese biedermeierliche Biergartenszene entstammt einer anonymen Lithographie um 1830 und wurde von mir digital bearbeitet. (Quelle für die Entstehung: Theodor Dombart, Der Englische Garten zu München, 1972, S. 195; Download: Online-Archivkatalog des Stadtarchivs München).

Als Anwohner mit Blick über den Münchner Tivoli und als Internetanbieter von Texten und Fotos aus meiner nahen Wohnumgebung verfolge ich geschichtliche und aktuelle Entwicklungen zum Tivoli mit besonderem Interesse. Dies hatte mich zur Namensgebung von Tivolifoto im Internet angeleitet. 2011 am Anfang des Internetvorhabens hatte ich mit meinem damalig geringen Kenntnisstand die Fotobücher und Internetbeiträge Tivoli in München und Nördliches Lehel erarbeitet.

In der Zwischenzeit konnte ich mein Wissen über den Tivoli erweitern und sammelte Literatur, die auf der Seite Tivolibücher beinhaltet ist. Diese Zusammenfassung kann als Literaturverzeichnis zum vorliegenden Beitrag verstanden werden. Ich habe keine historischen Quellen auswertet, sondern nur das Internet und die Tivolibücher.

Meine Tivoligeschichte ist somit nicht vollständig und keine wissenschaftliche Arbeit. Ich versichere aber die sachliche Richtigkeit beim Zusammenschreiben. Dabei musste ich jedoch einige Unklarheiten in Büchern und Internetangeboten ausräumen. Zudem bestand die Schwierigkeit, mich auf die historische Gaststätte Tivoli zu beschränken, weil diese zur Namensgeberin für viele Orte und Bauwerke in der Umgebung geworden war. Die Eingrenzung war mir anfänglich gelungen, ich gab sie aber nach und nach auf. Zunächst wollte ich nur sachlich berichten, dann habe ich diese selbst auferlegte Beschränkung abgelegt und persönliche Wertungen einfließen lassen.

Mich interessiert die Geschichte des Münchner Stadtteils, in dem ich lange und gerne lebe. Ich möchte kein seelenlos zugezogener und austauschbarer Bewohner sein, sondern mit angemessenem Aufwand möglichst viel wissen. Die Suche in Büchern und im Internet sowie das Zusammenschreiben meiner Ergebnisse sind für mich eine geistig anregende Beschäftigung. Das Angebot im Internet soll der öffentlichen Unterhaltung dienen.

Anfänge

Tivoli wurde in München erstmalig in einem provisorischen Kataster des Jahres 1808 im Dorf Schwabing erwähnt. Der Name kam von der italienischen Stadt Tivoli in der Nähe von Rom, welche im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für Vergnügungsparks verwendet wurde. Das Gelände mit dem späteren Ortsnamen Tivoli war eine Sumpf- und Auenwildnis sowie ein Wildwasserbett mit Kies- und Sandbänken, Altwässern und Gebüschen. Bäche durchzogen dieses Hochwassergebiet westlich der Isar. Damals sollten solche unproduktiven Flächen für Wasserkraft, Land- und Forstwirtschaft beseitigt werden, gegenwärtig wären sie wertvolle Biotope. Große Wiesen im späteren Englischen Garten waren bereits landwirtschaftlich genutzt worden.

Vor der Anlage des Volksparks gehörte der südlich gelegene Hirschanger zur Stadt. Das nördliche, kurfürstliche Jagdrevier Hirschau lag außerhalb. Die Grenze bildete der Burgfriedenweg mit der Burgfriedensäule Nummer 13 und der Jahreszahl 1724. Die im Original erhaltene Säule befindet sich etwa 150 Meter südwestlich des Monopteros. Die nächste Säule stand bei der Hammerschmiede an der heutigen Ecke Emil-Riedl-Straße und Paradiesstraße.

Das Gelände südlich der Linie Burgfriedenweg und Paradiesstraße war Stadtgebiet mit dem Namen Lehel. Analog zu anderen Münchner Vorstädten wollte die Verwaltung den Stadtteil 1812 mit Sankt Anna Vorstadt benennen. Das setzte sich aber in der Bevölkerung nicht durch.

Auf dem nördlichen Gebietsteil wurde die kurfürstliche Jagd betrieben. Der Forstmeister hatte seinen Dienstsitz im Lehel und ab 1810 im Aumeister. Die Bezeichnung Hirschau ergab sich aus dem früheren Wildreichtum der Isarauen im Norden von München. Der südliche Teil des heutigen Englischen Gartens war stark besucht. Wiesen wurden landwirtschaftlich genutzt. Große Teile der nördlich gelegenen Hirschau hatten den Charakter eines ruhigen Stadtwaldes. Tivoli, Hirschau und Kleinhesselohe, welche früher kleine Hesellohe hieß, waren Ortsbezeichnungen im früheren Jagdrevier und späteren Englischen Garten, die zum Dorf Schwabing gehörten. Dieses wurde 1886 zur Stadt erhoben und 1890 nach München eingemeindet.

Die Isar im Münchner Stadtgebiet muss man sich Anfang des 19. Jahrhunderts als wilden Gebirgsfluss mit vielen Wasserarmen, Inseln und Sümpfen vorstellen. Ein Beleg für die damalige Situation ist die Steinerne Bank von 1838. Die halbrunde Ruhebank liegt etwa 150 Meter nordöstlich des Monopteros entstand nach einem Entwurf von Leo von Klenze. Die Inschrift lautet: „Hier wo ihr wallet da war sonst Wald nur und Sumpf“. Die Steinbank steht an der Stelle eines hölzernen, nicht erhaltenen Monopteros von 1789. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts gestaltete man die Auenlandschaft oder das Ödland zum Landschaftspark nach dem Vorbild der englischen Landschaftsgärten. Die Ödgründe der Isarauen wurden zum Volkspark Englischen Garten.

Grundstücke, Gebäude, Gärten, Dämme und Brücken

Der kurfürstliche Wasser- und Straßenbaudirektor Adrian von Riedl (1746–1809) baute auf Weisung des Kurfürsten Karl Theodor (1724–1799) 1790 den Riedl-Damm, der ursprünglich vom Paradiesgarten zur Bogenhauser Brücke, später sogar bis zur Eisbachmündung, führte. Der Paradiesgarten war eine Ausflugsgaststätte auf dem Grundstück der heutigen Gaststätte Leib und Seele an der Ecke Emil-Riedl-Straße und Oettingenstraße.

Die frühere Bogenhauser Brücke ist die heutige Max-Josef-Brücke und wird im Volksmund Tivolibrücke genannt. Amtlich hat aber die Brücke mit der Tivolistraße über den Eisbach diesen Namen. Beide Brücken waren aus Holz und entstanden 1804. Die Isarbrücke musste 1811 wegen technischer Mängel und Hochwasser als Holzbrücke mit zwei gemauerten Pfeilern neu errichtet werden. 1826 kam es zu einer Behelfsbrücke und 1876 zu einer Eisenfachwerkbrücke, die am 13. September 1899 durch ein Hochwasser zerstört wurde. Die heutige Max-Joseph-Brücke ist von 1901/02.

Mitte des 19. Jahrhunderte wurden die Riedl-Dämme beidseitig zwischen dem Lehel und Ismaning ausgebaut. Zur Landgewinnung und zum Hochwasserschutz errichtete man schwerpunktmäßig ab 1839 weitere Dämme, legte Sümpfe trocken und schüttete Wasserarme auf. Die Isar wurde an das östliche Hochufer zurückgedrängt.

Aus dem Ödland nördlich der Stadtgrenze, zwischen der Isar und dem Englischen Garten waren hochwasserfreies Neuland und Grundstücke zum Bewirtschaften entstanden. Das Gelände gehörte dem Staat. Hohe adelige Beamte meldeten beim Kurfürsten Ansprüche an. Der Erbauer der Dämme, Adrian von Riedl, erwarb zunächst einen Teil des Ödlandes für ein Palais an der Burgfriedensäule Nummer 14, zwischen Hammerschmiedbach und dem Ur-Eisbach mit Nebenarmen. Das Gebäude umgab er mit einem kleinen Englischen Garten. Darin befanden sich ein Vogelhaus, eine Brunnenquelle, eine Gloriette und ein kleiner Chinesischer Turm. Neben einem Lustgartenteil gab es auch Pflanzenschule, Obst- und Wiesengarten. Aus der gesamten Anlage entstand der schon erwähnte Paradiesgarten, eine Ausflugswirtschaft mit Tanzpalast am Anfang des Riedl-Damms.

Der zweite Grundstückserwerb galt dem Neubau einer Mühle auf den Wiesen zwischen Isardamm und Schwabinger Bach. Der am Riedl-Grundstück schnell vorbeifließende Eisbach eignete sich mit einer Kanalableitung für eine Mahlmühle, welche von den Bauernhöfen der nahen Dörfer Schwabing, Bogenhausen und Föhring genutzt werden konnte. Der Neubau begann im September 1808. Bereits im März 1809 verkaufte Adrian von Riedl einige Tage vor seinem Tod die erst zur Hälfte gebaute Neumühle mit Kanal. Der Münchner Bäcker und Müller Johann Jakob Schöttl wurde zum neuen Eigentümer. Schöttl erweiterte die Neumühle und übergab sie 1821 seinem gleichnamigen Sohn. 1826 ging die Anlage in den Besitz von Johann Grad oder Gradl, einem Wirt in Schwabing, über.

Neben Adrian von Riedl hatten sich andere hohe Hofbeamte Grundstücke im Ödland westlich der Isar gesichert. Dem Vizekanzler Adam Freiherr von Aretin (1769–1822) wurde Land für einen Sommersitz mit zwei kleinen Häusern und einem französischen Lustgarten zugesprochen. Die Fläche lag zwischen der Ostseite des damaligen Karl-Theodor-Parks und dem Eisbach. 1810 kaufte Raphael Kaula (1765–1828), ein jüdischer Hoflieferant und Hof-Handelsagent, dieses Grundstück und lies die Aretin-Bauten abreißen.

Kaula wurde Bankier und als Baron de Murat in den Adelsstand erhoben. Der Stadtbaumeister Höchl erbaute 1810 für ihn ein Sommerhaus im klassizistischen Stil, welches Kaula-Schlößl oder Murat-Schlößl genannt wurde. Für die Kinder von Kaula entstand um das Gebäude des Adeligen ein Spielgarten mit hölzernem Pavillon und einfachem Karussell. Kaulas 17jährige Tochter Nannette (1812–1876) wurde von Josef Stieler 1829 für die Schönheitengalerie von König Ludwig I gemalt. Nanette Kaula galt als Münchens schönste Jüdin.

Das Grundstück mit dem Gebäude hatte einen großen Garten. Am Schlößl entstanden Anbauten. Der Garten bekam immer neue Attraktionen. Die Anlage wurde für die Öffentlichkeit zugänglich, und im Volksmund entstand der Name Tivoli. Wirtin war 1827 die Witwe Linder, geborene Kirchmaier (1788–1862). Um 1830 kaufte der Schwabinger Wirt Georg Ferstl das Murat-Schlößl und nannte es Zum Tivoli. Im Sommer nutzte man eine einfache Badeanstalt, im Winter eine Schlittschuhbahn auf dem Grundstück. Dazu kamen Kaffeepavillon und Kinderkarussell.

Entwicklungen

Ursprünglich war am Platz des Restaurants Tivoli beabsichtigt, die Maffei’sche Fabrik zu erbauen. Dafür gab es aber keine polizeiliche Genehmigung. Nördlich der Wirtschaft lag die am 15. Oktober 1837 gegründete Königlich privilegierte Ludwig-Walzmühle, die spätere Kunstmühle Tivoli. 1838 wurde in der weiter nördlich gelegenen Hirschau das Eisenwerk des Ritters von Maffei gegründet. Aus dem einfachen Hammer- und Walzwerk mit Gießerei entstand eine Fabrik für Dampfmaschinen, Lokomotiven und Dampfschiffe.

Die 1973er Jubiläumsschrift zum 100jährigen Bestehen der Aktiengesellschaften mit der Bezeichnung Tivoli beinhaltet, dass am 13. September 1839 die Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft die Gaststätte und die dazugehörigen Wiesen wegen der Eisbachbegradigung erwarb. Es folgten viele Pächter mit Umbauten und Erweiterungen, sogar mit einem großen Saalbau. 1883 wurde der von Kaula-Murat stammende Mittelbau abgerissen und mit einer modernen Erweiterung wiederaufgebaut.

Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die erste Inflationszeit kaufte und verkaufte die Tivolimühle Grundstücke. 1901 erwarb die Mühle einen Streifen Land am Dianabad von der königlichen Civilliste. Das Bad war aus einem Fischweiher des Tivoli-Anwesens von Aretin und später Kaula entstanden. Hinzu kam die ehemalige Pommersche Tabakfabrik. Gebäude wurden abgerissen, Grundstücke wiederverkauft und Straßen hergestellt.

Der Geschäftsbericht der Mühle von 1912 beinhaltet, dass der Magistrat München ein, an der Oettingen-Tivoli- und Theodorparkstraße gelegenes, Grundstück zum Zwecke der Erbauung eines Schulhauses gekauft hat. Ein solches ist auf dem Grundstück aber nie gebaut worden. Es gab auch keine Notwendigkeit für die Bevölkerung im Viertel. Danach überlebte die Gastwirtschaft den ersten Weltkrieg, verfiel jedoch zunehmend, lag seit 1922 still, wurde 1923 ein Opfer der Inflation und schließlich 1924 abgerissen.

In diesem Jahr ist vermutlich der Tennisplatz angelegt worden, wobei die nördlichen zwei Drittel der Fläche Grundeigentum der Stadt war. Das südliche Drittel mit Verwaltung- und Gastronomiegebäude gehörte der Aktiengesellschaft der Tivolimühle. Die Eigentumsverhältnisse hatten sich im Lauf der Zeit nicht grundlegend verändert. Die Aktengesellschaft wurde aber Teil der Bayerischen Vereinsbank und später der HypoVereinsbank.

Nachbarschaft und Straßen

Im 19. Jahrhundert hatte die ganze Gegend um den Eisbach so wie die Mühle im Volksmund den Namen der Gastwirtschaft Tivoli angenommen. Der benachbarte Chinesische Turm hatte zwar während der Biedermeierzeit, also etwa von 1825 bis 1848, auch eine Gastronomie, Bilder sind mir aber mit Ausnahme des Turms nicht bekannt.

Südlich des Chinesischen Turms befand sich die Chinesische Wirtschaft mit Kegelbahn, Tanzboden und vier kleinen Holzpavillons. Im und am Turm wurde Bier ausgeschenkt. Dreimal die Woche gab es Tanzmusik, Konzerte oder Militärkapellen. Die neue Gaststätte wurde 1912 errichtet. Diese Gastronomie am Chinesischen Turm und am Tivoli hatte freilich nichts mit der Tradition der Münchner Biergärten zu tun, die über den Bierkellern von Brauereien entstanden waren.

Eine der frühesten Straßenbenennungen im nördlichen Lehel ist die nur 93 Meter lange Karolinenstraße von 1809. Namensgeberin war die 2. Gemahlin des ersten bayerischen Königs, Karoline von Bayern (1776–1841). Bei dieser Erstnennung darf man sich aber keine bebaute Straße vorstellen, sondern einen Fußweg, der von Bogenhausen kommend über den sogenannten Wedel-Damm in westlicher Richtung zur Eisbachstraße ging. Der untere Teil der heutigen Lerchenfeldstraße hieß Eisbachstraße und mündete südlich in die Bogenhauser Straße, der heutigen Oettingenstraße.

Das Gelände nördlich der Karolinenstraße wurde von der Mühle beansprucht. Diese errichtete wegen des wachsenden Fuhrwerksverkehrs einen Zaun längs der Karolinenstraße. Es kam zur Auseinandersetzung mit dem Bezirksamt und der Lokalbaukommission. Der Zaun musste bis zur uralten Straßenverbindung von Schwabing nach Bogenhausen, der heutigen Tivolistraße, zurückgesetzt werden. Die Stadt hatte sich bis in die Nähe des Tivoligeländes ausgedehnt (Jubiläumsschrift S. 57).

Ende des 19. Jahrhunderts benannte die Stadtverwaltung viele Straßen neu. Im Straßenverzeichnis München befinden sich die Jahreszahlen und die Ursprünge der Namensgebung. Die Erstnennung der Tivolistraße für die Verbindung von Schwabing nach Bogenhausen erfolgte 1897, ebenso die Hirschauer Straße. In diesem Jahr kam es auch zur Bezeichnung Oettingenstraße, nach dem bayerischen Staatsmann und Fürst Ludwig zu Oettingen-Wallerstein (1791–1870). Die Oettingenstraße hieß bis 1897 Bogenhauser Straße. Die Straße längs des Eisbaches zwischen Tivoli und Oettingenstraße wurde ab 4.1.1900 Theodorparkstraße genannt. Theodorpark war die erste amtliche Bezeichnung des Englischen Gartens nach dem Auftraggeber Kurfürst Karl Theodor (1724–1799).

Bogenhauser Straße

Bogenhauser Straße Lageplan 2017Den Standort des historischen Tivoli und die heutige Bebauung im nördlichen Lehel zeigt eine Lageplan in der 2018er Ausgabe des NordOstMagazins: Die Bogenhauser Straße / Am »Tivoli« – von Bogenhausen nach Schwabing. Karin Bernst und Dr. Willibald Karl schufen diese umfänglich bebilderten Beiträge. Dort sind auch eine Skizze der Bogenhauser Straße nach einem Plan von 1877 und die Stadtkarte 1891 mit den Gaststätten Tivoli und Neuberghausen beinhaltet. In den zwei Abbildungen findet man die Bezeichnungen Bogenhauser Straße, Bogenhauser Fußweg oder Wedel-Damm, Karolinenstraße, Eisbachstraße, Dianastraße, Riedlstraße und Paradiesstraße. Bemerkenswert ist, dass zwischen der heutigen Lerchenfeldstraße und der Oettingenstraße ein Arm des Eisbachs verlief, der 1877 bis zur Paradiesstraße nicht an der Oberfläche war, 1891 erst nach dem Dianabad in Richtung Dianastraße abgeleitet wurde und nach der Karolinenstraße wieder in den Eisbach mündete. Die Skizze von 1877 zeigt außerdem den anstelle der heutigen Reitmorstraße fließenden Hammerschmiedbach, der östlich des Wedel-Damms verlief. Diesen kann man sich als die heutige Emil-Riedel-Straße vorstellen.

Der Lageplan der Bogenhauser Straße zeigt von Norden nach Süden die historischen Zollhäuser von 1844, 1847 und 1887, welche den Stadtzoll für den Warenverkehr von und zur Mühle regelten und insgesamt der Kontrolle der städtischen Zoll- und Aufschlagsgefälle dienten. Beschreibungen hierzu finden sich im NordOstMagazin. An der Selle des ersten Zollhauses befindet sich heute der Kiosk Oettingenstraße. Beim 1887er Zollhaus liegt die Trambahnhaltestelle Paradiesstraße.

Baudenkmäler

Bedeutende Baudenkmäler am Nordrand des Lehels sind die in den Jahren 1911 und 1912 entstandenen Jugendstil-Mietshäuser Karolinenstraße 4 und das Ensemble Widenmayerstraße 46-50 mit den Rückfassaden am Eisbach. Zur Baugruppe gehört auch der Jugendstil-Eckbau mit dem Mietshaus Tivolistraße 1 um 1910. Schon 1899 war das Mietshaus Widenmayerstraße 52 an der Ecke zur Tivolistraße entstanden. Der Architekt Wilhelm Spannagel verwirklichte den Eckbau im Stil der deutschen Renaissance mit reich dekorierten Erkern. Im Gebäude befinden sich schon lange Restaurants mit wechselnden Pächtern und internationalen Orientierungen.

An der Ecke Hirschauer und Tivolistraße steht eine lange Mauer mit Pfeilertor und Pavillon. Diese wurde vermutlich 1923 beim Bau der herrenhausartigen, neuklassizistischen Villa für Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen errichtet. Heute ist das Gebäude der Altbau der Klinik Dr. Geisenhofer an der Hirschauer Straße 6. Die Hausnummer 8 hat eine neoklassizistische Villa aus dem Jahr 1924 von Paul Bücklers.

Die Wirtshäuser Zum Himmelreich und Dianabad lagen am Eisbach und wurden Ende der 1890er Jahre und 1901 von der Aktiengesellschaft Kunstmühle Tivoli abgebrochen. 1910 entstand an der Himmelreichstraße 4 eine stattliche, neubarocke Villa der Architektenbrüder Alois und Gustav Ludwig, welche zur selben Zeit auch den neuklassizistischen, viergeschossigen freistehenden Putzbau mit Seitenrisalit und gewölbten Erkern in der Oettingenstraße bauten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein neoklassizistisches, hölzernes Landhaus in der Oettingenstraße 39 errichtet. Die denkmalgeschützten Mietshäuser Oettingenstraße 36, 46 und 48 sind Neubarock und barockisierender Jugendstil aus den Jahren 1894 bis 1908.

Zwischen 1905 und 1908 plante Anton Wörz die heutigen Mietshäuser und Baudenkmäler in der Lerchenfeldstraße 11, 13 und 15. Der neubarocke viergeschossiger Eckbau mit zwei turmbekrönten Eckerkern, seitlichem Kastenerkern und Zwerchhäusern beherbergt heute das Cafe-Restaurant Paradiso. Nummer 13 und 15 sind dreigeschossige Putzbauten mit Stuckgliederung in barockisierendem Jugendstil. Das Gebäude der Lerchenfeldstraße 16 ist ein dreigeschossiger Mansarddachbau von 1895 mit Fassadengliederung in Formen der Neurenaissance.

Weiter haben die Riedlstraße ein, die Paradiesstraße zwei und die Emil-Riedl-Straße neun Baudenkmäler. Der weitere Umkreis in nördlicher Richtung zur Prinzregentenstraße und in östlicher zur Isar verfügt ebenfalls über denkmalgeschützte Bauten des nördlichen Lehels, die in der hier verlinkten Liste der Baudenkmäler im Lehel mit Fotos und Beschreibungen vorgestellt werden.

Bildquellen zum Tivoli

Bauplan vom Stadtmaurermeister Höchle für das Gartengebäude des Raphael KaulaDie “Jubiläumsschrift aus Anlaß des 100jährigen Bestehens der Aktiengesellschaft Kunstmühle Tivoli und ihrer Rechtsnachfolgerin Tivoli Handels- und Grundstück-Aktiengesellschaft München” von 1973 beinhaltet auf Seite 18 die Abbildung 7 mit dem Bauplan vom Stadtmaurermeister Höchle für das Gartengebäude des Raphael Kaula: “ein Mittelsälchen mit Tempelgiebel und beiderseits je zwei kleinen Seitenräumen, einer wohl eine Küche”.
In der verlinkten Vergrößerung der Abbildung kann man die Schrift entziffern: “Über ein neuzuerbauendes Gartengebäude des (?) Herrn Kaula in dessen Garten nächst dem Eisbach an der Bogenhauser Brücke … Fasade … Zu ebener Erde … Seite gegen die Strasse”.
Oberhalb der linken Mitte befindet sich wahrscheinlich die Genehmigung:
”(?) München den (?) Jänner 1812
Königl. Bau. Komission
J. Stubensnack”
(vermutlich).

Für die Geschichte des Tivoli in München schrieb Christoph Oppelt 1904 auf den Seiten 56 und 57 in Das alte Lehel nebst Bogenhausen, Brunnthal, Tivoli und Hirschau in Wort und Bild: „Tivoli war lange Zeit ein Ort der Mode. An schönen Sommerabenden war es mit zahlreichen Menschen angefüllt, die besonders dem Tanzvergnügen huldigten. An Werktagen fanden sich bis in unsere Zeit noch Beamte aus den höchsten Kreisen dort ein“.

Original-Litographie der Gartenwirtschaft Zum Tivoli in München um 1830Zu diesen höchsten Kreisen gibt es eine historische Darstellung. Nach meinem Kenntnisstand handelt es sich bei dieser Lithographie von 1830 um eine der ältesten Darstellungen eines Biergartens in München. Ich habe das obige Bild mit Mitteln der digitalen Bildbearbeitung verändert, verlinke aber mit der nebenstehenden Abbildung auf das Originalbild. Dieses ist 187,0 x 237,0 Millimeter groß, befindet sich im Bestand der Bildersammlung des Historischen Vereins von Oberbayern und wird im Online-Archivkatalog des Stadtarchivs München zum freien Download angeboten.

Der Online-Archivkatalog des Stadtarchivs München bietet mit der Stichwortsuche “Tivoli” in der Bildersuche einige Fotografien an, die ich nachfolgend ebenfalls bearbeitet habe und auf deren Originale ich verlinke. Das Stichwort und die Bildersuche müssen aber selbst eingegeben und geklickt werden, weil man sie derzeit nicht verlinken kann.

Gastwirtschaft Zum Tivoli, Tivolimühle im Hintergrund und Eislaufplatz, Fotos zwischen 1890 und 1910
Gastwirtschaft Zum Tivoli, Tivolimühle im Hintergrund und Eislaufplatz, Fotos zwischen 1890 und 1910

Bildquellen für die Nachbarschaft

Villa von 1923 in der Hirschauer Straße 6So wie bei den obigen historischen Fotos vom Tivoli findet man bei der Bildersuche im Online-Archivkatalog des Stadtarchivs München zahlreiche Fotos aus dem nördlichen Lehel. Eine aktuelle Aufnahme dieser Bilder würden dem Titel dieses Beitrags und einer künftigen Aktualisierung nicht gerecht. Ich liste hier aber Stichwörter auf, bei denen ich fündig geworden bin: Dianastraße, Dianabad, Karolinenstraße, Himmelreich, Paradiesgarten, Paradiesstraße, Oettingenstraße und Tivolistraße. Beim letzten Stichwort zeigen sich 1926er Fotos der 1923 errichteten Villa mit dem heutigen Altbau der Klinik Dr. Geisenhofer. Die Straße heißt nicht Tivolistraße, sondern bereits seit 1897 Hirschauer Straße. Der Standort des Gebäudes mit der heutigen Nummer 6 und den vielen Anbauten kommt vermutlich der Lage des historischen Tivoli sehr nahe.

Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek München beinhaltet Anfang 2020 zum Stichwort Tivoli nur einen Stahlstich, nach einer Zeichnung, koloriert, von 1846. Künstler war Johann Gabriel Friedrich Poppel (1807–1882), ein Stahlstecher, Kupferstecher, Zeichner und Maler. Die Suche nach Tennisplatz Tivoli führt zu einem Foto vom Sommer 1951. Es zeigt ein Gruppenbild mit unbekannten Personen auf dem Tennisplatz gegenüber den Häusern an der Theodorparkstraße. Fotografin war Felicitas Timpe (1923–2006). Jede Art der Verwendung von Bildmaterial der Bayerischen Staatsbibliothek ist aber entgeltpflichtig, so dass hier nur verlinkt wird.

Bei Delcampe, dem größten Marktplatz für Sammler im Internet, findet man 12.370 Artikel bei der Suche nach Tivoli in der Kategorie Ansichtskarten. Für München ist aber nichts dabei. Das Ansichtskarten-Center enthält eine Postkarte mit einer Ansicht der Klinik Dr. Geisenhofer aus der Zeit vor 1940 und mit unbekanntem Jahr die Gasträume der Gaststätte zum Paradiesgarten in der Oettingenstraße.

München, Isar mit Turnhalle an der Widenmayerstraße und Max-Joseph-Brücke

Nordöstlich zwischen Widenmayerstraße und Isar hatte der Turn- und Sportvereins Jahn München bereits 1904 eine Turnhalle. errichtet Das Gebäude wurde 1944 zerstört und konnte nicht mehr genutzt werden. Mit Eigenleistung wurden an der Widenmayerstraße eine neue Vereinsanlage mit kleiner Gymnastikhalle und großer Sporthalle wiederaufgebaut. Später musste aber ein neues Baugelände gesucht werden, weil für das Grundstück nur ein befristetes Erbbaurecht bestand. Weltkriegsruine und Nachfolgebauten wurden 1962/63 für die Straßenverbreiterung abgerissen. Für das Foto beinhaltet Wikipedia die Jahreszahlen 1906, 1907 und 1911. Der Nutzungsrechtinhaber ist Ottmar Zieher in München. Die Abbildung befindet sich auch auf einer Internetseite des Vereins NordOstKultur München. Im Vereinsangebot findet man weitere Informationen zur Max-Joseph-Brücke, Bogenhauser Brücke oder Tivolibrücke.

Die umfangreichste Bildquelle zur Gegenwart ist natürlich das gesamte Fotoangebot von Tivolifoto München, auf dessen Verlinkung ich in diesem Beitrag weitgehend verzichte. Der Betrachter oder Leser dieser Geschichte des Tivoli kann sich aber hier ein umfangreiches Bild über das nördliche Lehel, den Englischen Garten, den Tucherpark und den Münchner Tivoli seit 2004 machen.

Tennisplatz 1924 bis 2013

Stellt man sich die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Jahres 1924 in München vor, dann kommt einem nicht gleich die Anlage eines Tennisplatzes in den Sinn. Das nördliche Lehel war mit seiner Lage zwischen Isar und Englischem Garten wie ein Dorf in der Großstadt. Im Süden gab es bereits die hochherrschaftliche Prinzregentenstraße mit ihren repräsentativen Bauten. Die luxuriösen Mietshäuser der Gründerzeit hatten sich bis zum Tivoli vorgeschoben. Die meisten Menschen lebten aber in einfachen Herbergshäusern und besaßen nur Lebenswichtiges.

Warum in dieser Zeit ein Tennisplatz gebaut wurde, ist nur schwer verständlich – ebenso die Hintergründe des oder der Auftraggeber und die Finanzierung. Aus der Geschichte des Tennissports ist nichts erfahrbar. Bei der Stadtgeschichte müsste man dafür Originalquellen sichten, z. B. Grundbucheinträge, Kaufverträge, Firmenrechnungen und Zeitungsartikel. Dabei ist nicht einmal gesichert ob 1924 das Erbauungsjahr war. Das Internet beinhaltet keine Informationen.

Mir ist lediglich bekannt, dass die Tennisanlage am Tivoli vermutlich ab der 1980er oder 1990er Jahre bis 2006 vom Pächterehepaar Hahn betrieben worden ist. Der Name stand in Verbindung mit der Kette von Weinlokalen und Restaurants bis etwa 1980. Legendär waren die Hahnhöfe im München der 1970er Jahre, besonders der Hahnhof in der Leopoldstraße. Man hatte mir mitgeteilt, dass Teile der Einrichtung im Tennisstüberl aus diesem Lokal stammen sollten. In der Schublade eines Jockeltisches soll sich ein Album mit Fotos aus der Geschichte des Tennisplatzes befunden haben.

Diese Information kam von Otto Zelger (1921–2013). Otto war als Kind Balljunge auf dem Tennisplatz und Tennisspieler bis zu seinem Tod im Alter von 92 Jahren. Das Fotoalbum ist verschollen und wäre eine wichtige Geschichtsquelle. Bei Kenntnis über den Verbleib bitte ich um Mitteilung.

2004 bis 2007 hatte das Cafe-Restaurant verschiedene Pächter und Namen. Es bestand die wetter- und personalbedingte Schwierigkeit, Tennis- und Gastronomiebetrieb gleichzeitig anzubieten. 2007 übernahm der Tennislehrer Alexandros Chatzistamou den Platz, 2008 seine Ehefrau Violetta das Lokal. Die weitere Entwicklung ist in meinem Internetangebot umfangreich dokumentiert.

Berichte aus den 1970er Jahren in der Lerchenfeldstraße und Umgebung gibt es von Gisela Welzenbach, die ihre Jugenderinnerungen in der Abendzeitung München veröffentlicht hat. Ihr Vater war über viele Jahre Tennislehrer und brachte seiner Familie das Tennisspielen bei. Sie schrieb, dass es auf dem Platz zahlreiche Turniere gab und im Lokal oft gefeiert wurde.

Balljunge und langjähriger, begeisterter Tennisspieler war Sigi Sommer (1914–1996). Es wird berichtet, dass er sehr unzufrieden und aufbrausend mit der eigenen und der Leistung anderer war und nicht gut verlieren konnte. Frau Welzenbach nimmt an, dass Sigi Sommer die Zerstörung des Tennisplatzes mit allen Mitteln verhindert hätte. Und diese Mittel wären durch seine journalistischen und schriftstellerischen Erfolge als Münchner Original gewaltig gewesen. In der Münchner Abendzeitung hätte er wahrscheinlich mit seiner fast 40jährigen Lokalkolumne Blasius der Spaziergänger jedes einzelne rote Sandkorn verteidigt.

Neben Sigi Sommer spielten am Tivoli zahlreiche Prominente aus vielen Bereichen, z. B. der frühere Polizeipräsident Manfred Schreiber (1926–2015), der Musikmanager Monti Lüfter (1931–2009) und der Fußballer Philipp Lahm. Viel wichtiger als die Nennung solcher Personen war aber das sehr erfolgreiche Angebot von ganztägigen Ferienkursen für Kinder in den letzten Jahren der Tennisanlage bis 2013. Tennis hatte vielleicht in früheren Jahrzehnten als modisch oder elitär gegolten. Am Tivoli konnten aber schon immer alle Gäste ohne Vereinszwang die Anlage bespielen und das Lokal besuchen. Hier waren Anwohner und Prominente, Erwachsene und Kinder eine typisch münchnerische Sportgemeinschaft in einer zentrumsnahen und trotzdem idyllischen Lage.

Interimscontainer 2014 bis 2021

Nach dem Tennisplatz eroberten Blech, Beton, Kunststoff und Lärm das Gelände. Ende 2014 und ab dem Schuljahr 2015/16 zerstörten die unfähige Münchner Stadtpolitik und Stadtverwaltung den 90 Jahre alten Tennisplatz. Das Grundstück der Stadt mit dem Zwei-Drittel-Anteil am Tennisplatz wurde zum Ausweichquartier mit Containern für die dreijährige Schulrenovierung des Wilhelmsgymnasium im mittleren Lehel. Danach zog das Maximiliansgymnasium aus Schwabing für weitere drei Jahre in die Container ein. Das Schulreferat denkt ab dem Schuljahr 2021/22 an eine Verlängerung des Interims mit der Helen-Keller-Realschule aus Johanneskirchen, obwohl Stadtrat, Lokalbaukommission und Landbauamt nur sechs Jahre genehmigt hatten.

Als betroffener Anwohner schreibe ich nur sehr ungern über dieses Kapitel und bezeichne diese Vorgänge wegen des Politik- und Verwaltungsversagens als Skandal. In meinem Internetangebot befinden sich aber zwei Beiträge mit ausführlichen Informationen und Fotos: Skandal am Tivoli und Skandal am Tivoli – Erweiterungen. Diese Ungeheuerlichkeiten sind kaum vorstellbar: Erst versagt die Stadt beim Unterhalt von Schulen, dann zerstört sie eine langjährige, traditionelle Sportanlage gegen den Willen der Anwohner und der Sportler, schließlich wird versucht, dieses Ausweichquartier für Schulen in anderen Stadtteilen langfristig zu etablieren. Gegenwärtig bestimmen Außengong, Geschrei, Ballknallen, Lichtverschmutzung und hässliche Containerbauten den Tivoli. Schul- und Verkehrslärm stören die Anwohner.

Radio Freies Europa und Universitätsgebäude

Zwischen dem nördlichen Teil der Oettingenstraße und dem Oberstjägermeisterbach befindet sich heute ein langgestrecktes Gebäude, das ursprünglich als Krankenhaus bestimmt war. Der kammartige zweigeschossige Bau steht auf dem Gelände der ehemaligen Hofgärtnerei am östlichen Rand des Englischen Gartens. Dort nahm der amerikanische Sender Radio Free Europe 1951 den Betrieb auf. 1976 kam der ebenfalls in München ansässige Sender Radio Liberty hinzu. RFE/RL hatte antikommunistische Ziele und wurde bis Anfang der 1970er Jahre vom US-Auslandsgeheimdienst CIA finanziert. Mit den grenzüberschreitenden Radiowellen sollten die Menschen in Tschechoslowakei, Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien im Sinne des Westens beeinflusst werden. Die Sendungen in den damaligen Ostblock wurden nach dem Zusammenbruch der UdSSR eingestellt, der Sender 1995 nach Prag verlegt. Das Historische Lexikon Bayerns beinhaltet einen umfangreichen Beitrag aus dem Jahr 2018.

Nach dem Auszug der Sender übernahm der Freistaat Bayern das Gebäude in der Oettingenstraße 67 und brachte dort Institute der Ludwig-Maximilians-Universität unter: Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft, Institute für Kommunikationswissenschaft, Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Japan-Zentrum, Informatik als Hauptstandort und eine Fachabteilung der Universitätsbibliothek. 2010 wurde ein neuer Hörsaalbau der LMU im nördlichen Hof des langen Gebäudes errichtet. Der Neubau umfasste zwei übereinanderliegende Hörsäle und zwei Anbauten für Büroflächen.

Trambahn
Nächste Rosenbuschstraße

Tucherpark
Tivoli Garden, Tivoli Office, Tivoli Restaurant, Tivoliweiher

Straßenbau
Ifflandstraße, Isarring

Hirschau
Arbeiterkantine, Schwarzbau, Tanzlokal, Restaurant, Biergarten

Kleinhesselohe
Drei Seehäuser, Kiosk

Tivoli Pavillon

Tivoli Kraftwerk

Nördlich des historischen Tivoli wurde Ende der 1960er Jahre der Tucherpark errichtet. Heute befindet sich auf dem Grundstück der 1968 abgerissenen Tivolimühle das Hilton Munich Park Hotel. 2019 wurde der Tucherpark verkauft.

Der Standort der Maffeifabrik ist bereits 1938 aufgegeben worden. Reste mit Grundmauern ruhen unter kleinen Erhebungen in der Hirschau. Geblieben sind das Tivoli-Kraftwerk, die Gebäude mit Arbeiterwohnungen in der Gyßlingstraße und die ehemalige Arbeiterkantine im Hauptgebäude des Restaurants Hirschau.

Die Geschichte des Tivoli in München ist mit diesem Text und den beinhalteten Bildern natürlich nicht zu Ende.

Grundstücksbesitz hat sich schon lange verändert. Grundstückspreise sind explodiert. Ich werde die weiteren Entwicklungen bis zur Gegenwart hier zusammenfassen und aktualisieren.

Persönliche Bezüge zur Tivoligeschichte

  • Wohnung von 1975 bis 1995 im Gebäude der heute abgerissenen Riedlstraße 3, die nach Adrian von Riedl benannt worden ist
  • Wohnung von 2004 bis heute in der Karolinenstraße 6 mit Blick auf das Gelände des historischen Tivoli
  • zeitweiliger Gast im Nachfolgelokal des Paradiesgartens, in der ehemaligen Gastronomie des Tennisplatzes sowie in den Biergärten und Restaurants Chinesischer Turm, Hirschau und Aumeister
  • Interesse nach Kenntnis über meine Wohnumgebung in der Geschichte Münchens
  • Kritik an der Zerstörung des Tennisplatzes und der Nachfolgenutzung
  • mehrmals wöchentliche Fitness-Radfahrten vom historischen Tivoli über die Reste der früheren Hirschau zum Aumeister
  • Angebot der Veröffentlichung meiner Ergebnisse bei der Geschichts- und Geschichtensuche für Tivolifoto

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