Das erste Jahr

Tivolifoto bekam im ersten Jahr über 7000 Seitenaufrufe. Für mich ist das ein Erfolg. Wenn ich vor Jahren im Bekanntenkreis einen Umschlag mit Fotos anbot, dann stellte ich schnell die Lustlosigkeit eines kurzen Durchblätterns fest. Vergleichbares erlebte ich mit dem Kamera-Display. Sogar ein Minicomputer verlor gegenüber Redebeiträgen. Erst mit meinen Fotobüchern erlebte ich besondere Aufmerksamkeit. Auch die Leithammel bei der Geschwätzigkeit zeigten sich überrascht, dass der das kann.

Wenn ich heute nicht mit dem Fahrrad unterwegs oder in Gesellschaft bin, sitze ich oft am Bildschirm und arbeite für das Angebot von Tivolifoto. Es macht mir Freude, ich schaue zur Abwechslung aus dem Fenster und erlebe die Aussicht bewusst. Es ist wunderschön, dass ich das Panorama des Englischen Gartens mit der Spitze des Chinesischen Turms und die Wetterentwicklung von Westen her sehen kann.

Ich möchte den Besucherinnen und Besuchern von Tivolifoto die Ansicht meiner Fotos schenken. Mir gefallen sie. Aber mit Geschenken ist das so eine Sache. Wenn sie nichts kosten, dann werden sie häufig nicht geschätzt. Wenn sie zum Kauf angeboten werden, dann kann man sich nicht sicher sein, dass die Ware wirklich erfreut und gefällt. Ich bekam auch schon in einem Internet-Forum die Meinung, dass meine Bilder einen Fotokurs erforderlich machen würden und ich damit keinen Preis gewinnen könnte.

Mittlerweile befinden sich 2756 Bilder online. Das umfasst etwa fünf Prozent meiner Fotosammlung. Aktuell sind in meiner Mediathek bei WordPress 1.4 GB belegt, 1.6 GB (53.4%) Upload Speicherplatz verbleiben. Dieses bisher kostenlose, fast werbefreie und arbeitsreiche Angebot steht in krassem Gegensatz zum Internet für Werbung, Einschränkung und Beschränkung beispielsweise bei Facebook.

Öffentliche Kommentare, persönliche Nachrichten und die Anzahl der Seitenaufrufe  zeigen mir, dass mein Angebot gefällt. Ich versuche, die Fotostrecken abwechslungsreich anzuordnen. Unterhaltsames in den Texten, glaube ich, kann ich immer mitteilen. Unbedingt möchte ich die Langeweile des berühmten Diavortrags über die Reiseerinnerungen bei Einladungen von Nachbarn, Freunden oder Bekannten vermeiden. Das Internet hat den Vorteil, dass jeder Besucher einer Seite sofort weiterklicken  kann.

Als Anbieter im Netz wird man natürlich neugierig auf die Seitenaufrufe. Es gibt eine Vielzahl von Vorgehensweisen, um das Besucherverhalten, die Identität und Herkunft herauszufinden. Ich probierte einige Möglichkeiten aus, verlor bald aber das Interesse und widmete meine Zeit lieber meinem Angebot.

Im Jahr 2011 erarbeitete ich 24 Fotobücher mit durchschnittlich etwa 40 Seiten und lies diese bei fotobuch.de drucken. Das sind monatlich zwei Titel oder für das Jahr fast 1000 Seiten. Ich wandelte insgesamt 33 Bücher mit 2681 Bildern in HTML-Artikel um und veröffentlichte diese bei tivolifoto.wordpress.com. Dazu kommen 26 Bilder in den Headern und 49 in den 13 Seiten. Zu den Artikeln und Seiten wurden 77 Kommentare verfasst, wobei 18 von mir selbst stammen.

Ich danke den Besucherinnen und Besuchern von Tivolifoto herzlich für das Interesse, die Seitenaufrufe sowie die öffentlichen Kommentare und die vielen privaten Nachrichten zu meinem Angebot. Mir macht es Freude, ich hoffe ihnen auch. Für die Zukunft habe ich jede Menge Bilder sowie mögliche und unmögliche Ideen.

Zahlen aus dem Rückblick 2011 von WordPress
Tivolifoto München hatte im Jahr 2011 etwa 6.500 Besuche. Mit 83 Besuchern war der 9. November der geschäftigste Tag des Jahres. Der Artikel Poschinger Weiher wurde zum beliebtesten an diesem Tag. Die häufigsten Referenzseiten waren muenchenblogger.de, facebook.com, quizzymuc.wordpress.com und de.wikipedia.org. Am öftesten gesucht wurde nach den Begriffen faschingsgesichter, josef maria wagner, tivolifoto, tivoli kraftwerk und waki wootz. Von den Besucherinnen und Besucher aus Europa kamen 92.6% aus Deutschland, 2.8% aus Österreich, 1.0% aus Schweiz, 0.8% aus Ukraine und 0.8% aus Ungarn. Bei den Seitenaufrufen aus Nordamerika waren 97.6% aus den Vereinigten Staaten und 2.4% aus Kanada. Die meisten Besucher kamen aus Deutschland, Österreich und den Vereinigten Staaten. Die mehhrheitlich besuchten Artikel waren Poschinger Weiher, Tivoli in München, Eisbach-Ansichten, Münchner Faschingsgesichter und Münchner Fotoklänge. Zu den Beiträgen mit den häufigsten Kommentaren wurden die Seite Tivoli im Schnee und der Artikel Meine Schönheitskönigin.

Abbildung von WordPress zu den täglichen Aufrufen

Seitenaufrufe Tage

Abbildung von WordPress zu den monatlichen Aufrufen

Seitenaufrufe Monate

There are 4 comments

  1. zwoavomwoid

    Lieber Josef,

    das ist ein sehr interessanter Beitrag, zeigt er doch wie sehr das Internet, gerade für „Hobby-Künstler“ geeignet ist. Man erreicht internationales Publikum und erhält auf virtuellem Weg Lob und Tadel.

    Apropos Tadel…verstehen wir es richtig, daß Dir in irgendeinem Forum der Besuch eines Fotokurses nahegelegt wird? Weil Du mit Deinen Bildern keinen Preis gewinnen würdest?

    Ach herrjeh, wie armselig…müssen solche Leute sein, denen es beim Fotografieren (und wohl auch sonst im Leben) um einen „Preis“ geht?

    Nun ja, wir sind der Meinung, daß all‘ die wohlwollenden Kommentare zu Deinen Fotoserien weit mehr (inneren) Wert haben, als irgendein Preis. Und wir vermuten, daß Du dies ähnlich siehst?

    Wie auch immer, Deine Fotokunst liefert authentische Bilder – und die gefallen uns weitaus besser, als die ewig gleichen Allerweltsfotos, die sich insbesondere durch ihre Unauthentizität auszeichnen.

    In diesem Sinne, weiterhin viel Vergnügen beim produzieren authentischer Fotos. 🙂

    Stephan und Lucie

    1. Josef

      Liebe Stephan und Lucie,

      am Anfang war es für mich nicht einfach, Texte und Fotos zu veröffentlichen ohne den Hintergrund eines ausgebildeten oder beruflichen Selbstverständnisses. Ich hatte ganz natürliche Selbstzweifel über meinen Drang zur Veröffentlichung. Da ärgert man sich schon über unsachliche Kritik. Dies veranlasste mich auch zu den ausführlichen Seiten: Über mich, Tivolifoto und WordPress, auf denen keine Kommentare möglich sind, weil ich sie frei weiterentwickeln möchte.

      Mittlerweile hat mein Angebot 718 Kommentare, davon sind 75 von Euch und 315 Antworten von mir. Dafür darf ich Euch nochmal ganz herzlich danken. Die vielen Kommentare geben mir ein Selbstverständnis, als Fotoamateur und Textautor mit Tivolifoto auf dem richtigen Weg zu sein.

      Gelegentlich stehe ich vor den Bavarica- und Monacensia-Regalen im Hugendubel am Marienplatz. Mir gefallen die vielen Fotobücher über München, aber meist erzählen sie keine Geschichten und haben keinen Humor oder keine Seele. Es ist aber auch schwierig, wenn man Geld damit verdienen will oder muss.

      Mein großer Vorteil ist die Freiheit des Amateurs, welche schon bei der Themenwahl beginnt. Ich kann mich treiben lassen und habe bereits Beitrags-Pläne bis zum Frühjahr 2014. Der Winter ist in der Stadt meist nicht so schön zum Fotografieren. Da habt Ihr es besser.

      Vielen Dank für Eure Bewertung und den Wunsch, Josef

      1. zwoavomwoid

        Werter Josef,

        Du hast es gesagt: „Die Freiheit des Amateurs“.

        Genau das ist doch das eigentlich Schöne an unserem Hobby. Frei und und ohne Zwang, das zu „knipsen“ worauf man gerade Lust hat.

        Herzliche Grüße von den Beiden „die es im Winter besser haben“. Na ja, mal sehen… 😉

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