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Aktualisiert am 7. Dezember 2018

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Monacensia

Martin ArzDer GottstehunsbeiHistorischer (Kriminal-)Roman Ich kenne die Max-Pfeffer-Fälle und die Reisen des Schiltbergers. Martin Arz ist Münchner Pflichtlektüre – beim Gottstehunsbei nicht nur für Münchenliebhaber, sondern für alle Geschichtsinteressierten. Umfang und Glaubwürdigkeit der historischen Gegebenheiten sind nach meiner Wahrnehmung und Einschätzung sehr hoch. Ich erkenne mein Wissen über die Heimatgeschichte und den Heimatraum in vielen Zusammenhängen wieder. Man wird zum Gefährten von Tassilo Stubenruß und Stoffel auf ihren Wegen durch die Gassen der Altstadt und bei den Ausflügen in die Umgebung. Wer nicht über diese Hintergründe verfügt, erlebt eine spannende Handlung mit einfühlsamen Charakteren und vielen Wendungen. Beim Lesen wird man ins 15. Jahrhundert versetzt und lernt zu denken wie die Romanfiguren. Das Menschliche ist mit der Gegenwart vergleichbar, obwohl wir uns heute als aufgeklärt und modern verstehen. Das Böse hat sich aber einfach nur anders getarnt. Es gibt gute Historienfilme, aber hier entsteht Geschichte im Kopf. Ich kann beim Lesen den Aberglauben und die Ängste der Menschen miterleben und mitempfinden. Man liest mit Gewinn und Genuss, wobei Abstoßendes dazugehört. Der Gottstehunsbei ist kein aktuell verkaufsorientierter München- oder Historienkrimi, sondern ein sehr unterhaltsames Meisterwerk der Monacensia-Literatur.

Eva-Maria Bast, Heike ThissenMünchner Geheimnisse (Band 2) – 50 neue Geschichten aus der Weltstadt mit Herz Das hervorragende Münchenbuch hat einen angenehm unterhaltsamen und einen hohen sachlichen Anspruch. So wie Band 1 würde es sich auch sehr gut für jemanden als Geschenk eignen, der schon viel über München weiß.

Florian KinastMenschen in MünchenGeschichten, die das Leben schrieb Gute Unterhaltung mit 24 Münchner Lebensgeschichten, welche für die Serie „Mei Münchner Leben“ in der Münchner tz geschrieben wurden

Felix Leibrock, Melanie Sommer, Karin Wolf (Hrsg.) – München mit anderen Augen sehen23 Stadtrundgänge zu besonderen Orten Eine angenehme und bereichernde Erweiterung der Münchenbücher, auch wenn man die Touren nur in der Vorstellung macht. Leider hat das für die Jackentasche gedachte Buch eine so feste Klebebindung, dass es sich nur schwer aufmachen lässt.

Axel Winterstein – Der ViktualienmarktMit Fotografien von Alexander Winterstein Für Marktgänger und Münchenliebhaber ist diese Neuveröffentlichung nach der 2007er Ausgabe des Autors eine Pflicht, die sich trotz vieler Wiederholungen lohnt.

Harry GUnter DeppenVom Leben mit Isarpreißn und anderen Rindviechern Der Autor lässt erkennen, dass er mehr kann als die dauernde Beschimpfung der Isarpreißn, die gelesen zunehmend langweilig wird. Und außerdem braucht er sich ja nicht ständig mit den Deppen abgeben, dann muss er sich nicht aufregen.

Olaf MalyMittersendlingMünchner Lausbubengeschichten Liebens- und lesenswerte Kindheitserinnerungen aus dem München der Nachkriegszeit

Max Spiegl„S’Münchner Herz wird’s immer geben!“ Geboren, aufgewachsen und dahoam in München, der Weltstadt mit Herz – aus der Lebensgeschichte des Autors und Beschreibungen der gleichnamigen Benefizveranstaltungsreihe zugunsten des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.

Karl Stankiewitz – Die Große GaudiGeschichte und Geschichten vom Münchner Fasching Gesellschafts-, Politik- und Stadtgeschichte vor einem ungewöhnlichen Hintergrund – reich bebildert, lesenswert, unterhaltsam und informativ dargestellt

Karl Stankiewitz – Minderheiten in MünchenZuwanderung, Ausgrenzung, Integration – vom Mittelalter bis zur Gegenwart Der 1928 geborene Journalist und Buchautor zeigt, wie schwierig Integration in der Vergangenheit war und in der Gegenwart ist.

Karl Stankiewitz – Außenseiter in MünchenVom Umgang der Stadtgesellschaft in München Lesenswertes von einem hervorragenden München-Kenner

Karl KlühspiesMünchen nicht wie geplantStadtpolitik, Bürgerwille und die Macht der MedienHerausgegeben vom Münchner Forum Als Wahlmünchner seit 1974 wurden mir durch diese Veröffentlichung viele Entwicklungen verständlich, die zur Zerstörung der Stadt durch die eigene Verwaltung und Politik führten. Ausführlich werden Methoden offengelegt, welche auch zur Zerstörung des Tivoli führten. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-buerger-an-die-macht-1.2851252

Annette von Altenbockum – Das Münchner HofbräuhausDas Wirtshaus, das Bier und weitere Glaubenssätze Als ich das schöne und preiswerte Buch einigen Stammgästen, die sogar abgebildet sind, zeigte fragten sie, wo man es kaufen könne. Dieses gestalterisch, fotografisch und inhaltlich gelungen Werk von 2008 gibt es nicht mehr im Buchhandel, sondern nur mehr vor Ort im Fanshop des Hofbräuhauses und im Webshop.

Heinz GebhardtAls die Oper mit Bier gelöscht wurdeMünchner Bilder und Geschichten von 1158 bis heute München mit kurzen Geschichten, phantasievollen Überschriften und leider nur sehr kleinen Fotos, aber von einem großen Fotografen

Historischer Verein Laim e. V. – Laimer Almanach 2014/15 und Laimer Almanach 2015/16 Beide Werke sind ein Geschenk des Historischen Vereins Laim. Zunächst beachtete ich die Bücher wenig, weil ich kaum Bezüge zu diesem Stadtteil habe. Bald stellte ich aber fest, dass es sich um hervorragende Beiträge zur Stadtgeschichte handelt, die ich mit Genuss und Gewinn gelesen habe.

Eva-Maria Bast, Heike ThissenMünchner Geheimnisse – 50 Spannende Geschichten aus der Weltstadt mit Herz So geheimnisvoll sind diese Geheimnisse auch wieder nicht. Dieses hervorragende Münchenbuch hat einen angenehm unterhaltsamen und einen hohen sachlichen Anspruch.

Cornelia ZieglerEinmal rundherumDas Lesebuch für München und das Umland Hier wird vieles, das man in anderen München-Büchern nicht findet unterhaltsam und lesenswert erzählt.

Markus Schreiber – Was geschah wo in München50 Schauplätze Überflüssig

Hans Fischach – Die vier Heiligen Drei Könige – Geschichten und Geschichtliches um Münchner Denkmäler Heitere Ausflüge in Münchner Geschichte mit einer geschickten Mischung von sachlichem Hintergrund und erzählerischer Kommentierung

Hans Fischach – Solang die grüne Isar – Münchnerische Erzählungen und Plaudereien Der Titel sagt alles. Das kleine Buch ist ein Genuss.

Miriam Antretter und Uta Künkler – Stadtgespräche aus München Der Begriff des Gesprächs wird in dieser Reihe des Gmeiner Verlags im weitesten Sinne verwendet. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass dies auch für Sachverhalte gilt. Die sogenannten Gespräche haben aber nur einen unterhaltsamen Anspruch, den sie erfüllen.

Sigi SommerErinnerungen – Werner Meyer (Herausgeber) Die Geschichten aus dem Leben von Sigi Sommer wurden in seinem Todesjahr 1996 von Werner Meyer, dem damaligen Chefreporter der Abendzeitung herausgegeben.

Axel Winterstein – 200 Jahre Viktualienmarkt München – Tradition und Frische Empfehlenswert, auch wenn ich mir manchmal ein bisschen mehr Markt und weniger Stadt gewünscht habe. Eine Nachauflage oder Nachproduktion der Erstausgabe von 2007 soll in Vorbereitung sein.

Wie rasend verfliegen die Jahr: Sigi SommerChronist, Journalist, Spaziergänger von Werner Meyer (Herausgeber) Mein zweiter Sigi Sommer, der mir wiederum sehr gut gefallen hat.

Elisabeth Tworek (Hg.) – grad rausMusik und Literatur im Wirtshaus

Christine Metzger, Franz Marc Frei99x München wie Sie es noch nicht kennen

Sigi SommerSendlinger G’schichtenHerausgegeben von Helga Lauterbach-Sommer Es ist mein erstes Buch mit Geschichten von Sigi Sommer. Ich las und genoss es sehr gerne. Diese Vorstadtgeschichten führten mich auch in meine Dorfkindheit zurück.

Oliver Braun, Thomas Götz, Thomas Grasberger, Sylvia Krauss-Meyl, Dominik TomenendalRevolution in München: 1800 – 1848 – 1918 – 1933 – 1968 Ein abwechslungsreicher Überblick, der sich unterhaltsam liest – Pflichtlektüre für München-Liebhaber

Andreas Hallaschka (Herausgeber)Merian erzählt München In meinem Bücherregal befinden sich fast alle Münchner Merian-Hefte. In diesen hervorragenden Textbeiträgen mit inhaltlich gegliederter Anordnung nochmal im Zusammenhang zu schmöckern, ist ein Genuss.

Alexandra Brücher-Huberova – 111 Geschäfte in München, die man erlebt haben mussDer ungewöhnliche Shopping-Guide Eine gute Idee! Der Verlag baute mit diesem Titel offensichtlich auf die Veröffentlichungen von Rüdiger Liedtke. Die Umsetzung des Themas war für mich langweilig und überflüssig. Wer sich für Shopping in München interessiert, wird aber vermutlich angemessen bedient.

Rüdiger Liedtke111 Orte in München, de man gesehen haben muss – Band 2 Empfehlenswertes Lese- und Fotobuch auch für Münchner

Rüdiger Liedtke111 Orte in München, die Geschichte erzählen Angenehm lesbare und gut gestaltete Unterhaltung und Information

Mirela Stanly, André Stanly – Unnützes Wissen München711 erstaunliche Fakten Der Titel trifft zu. Es ist erstaunlich wieviel man dennoch weiß und was man entdecken kann.

Hans Fischach – Solang die grüne Isar – Münchnerische Erzählungen und Plaudereien Die Veröffentlichung erfolgte 1983 in der Bayerland-Reihe “Kurz und guad”. Das sagt alles.

Merian München Das September-Heft 2013 ist die achte Ausgabe mit München seit dem Jahr 1949. Ein Hinweis zum aktuellen Titelbild beinhaltet: “…im Vordergrund steht das Lebensgefühl, der Sommer im Englischen Garten.” Die Themenwahl und die Inhalte mit Texten und Fotos sind hervorragend.

Werner A. Widmann: Ein Stück Schönheit liegt über dem Eisbach. Das Tivoli-Kraftwerk im Englischen Garten. Tivoli Handels- und Grundstücks-Aktiengesellschaft, München 1986 Zu dieser antiquarischen Neuerwerbung biete ich keine Links. Der Autor widmet sich der Vorgeschichte und der Geschichte der industriellen Entwicklung am Eisbach kenntnisreich und eingehend. Die Geschichte und die Geschichten, um alles was mit dem Namen Tivoli in München zusammenhängt, werden liebevoll beschrieben. Diese zwei Aussagen des Geleitworts sind sehr zutreffend. Für mich ist diese neu entdeckte Veröffentlichung ein Glücksfall, weil ich die Geschichte meiner nahen Wohnumgebung noch besser erfahren und verstehen kann.

Daniela Schetar, Friedrich Köthe – Münchner Schmankerl: 66 Lieblingsplätze und 11 Biergärten – Für Münchner Kindl und Zugroaste Der kitschige Dackel mit dem Tirolerhut auf dem Umschlagbild hätte mich fast vom Kauf abgehalten. Die Fotos von Friedrich Köthe sind ein Genuss. Die Begleittexte des Autorenteams machen München vielfältig, lebendig und bunt erlebbar.

Cornelia Oelwein – MünchenBildpostkarten von 1887 bis 1930 Eine großartige Wanderung durch die Stadt und die Vergangenheit

Astrid Assél & Christian HuberMünchen und das BierAuf großer Biertour durch 850 Jahre Braugeschichte Eine hervorragende Veröffentlichung zur Münchner Stadtgeschichte und zum Münchner Bier

Thomas GrasbergerGrantder Blues des Südens Als Vorstadt-Grantler muss man diese Einführung in die Grantologie kennen. Es ist schade, dass der Autor in seinem Internet-Angebot keine Kommentar-Funktion anbietet. Wo soll man ihn denn dann angranteln? Man kann sich über dieses hervorragende Werk nicht einmal gescheit aufregen!

Rüdiger Liedtke111 Orte in München, de man gesehen haben muss Empfehlenswertes Lese- und Fotobuch auch für Münchner

Elisabeth TworekMünchen

Martin MaierDer Mensch ist gut, nur die Leute sind schlecht. Mit Karl Valentin Sinn und Wahnsinn des Lebens entschlüsseln Martin Maier: “Kaum jemand dürfte mit der Sprache, mit ihrem Sinn, Unsinn und Irrsinn mehr experimentiert haben, als der Münchner Komiker und Philosoph Karl Valentin.” So möchte z. B. der Oktoberfestbummler von der Hellseherin wissen, ob sie auch bei Nacht hellsehen kann.

Hans MühlbergerDer Stenz von der Au Kriegserinnerungen eines Kindes und Jugendlichen, spannende Geschichten aus dem Münchner Zuhälter-Milieu der Nachkriegszeit sowie der 1960er und 1970er Jahre, die in Stadelheim, in Straubing und im Altenheim enden

Sarah HakenbergMünchen. Wo Bavaria Dirndl mit Highheels trägtein Heimatbuch Ein Heimatbuch über München von einer Autorin, die gar nicht so lange in München lebt


Bavarica

TurmschreiberGeschichten, Gedanken, GedichteDas bayerische Hausbuch auf das Jahr 2019. Im 37. Jahrgang Seit 2012 lese ich das Turmschreiberjahrbuch mit wechselndem, aber zugegeben nachlassendem Interesse. Bei Gedichten ist es oft ein Überlesen. Bei den Beiträgen und Autoren erlebt man Vielfalt – um nicht zu schreiben Durcheinander. Der Humor kommt mir zu kurz.

Volker WeidermannTräumerAls Dichter die Macht übernahmen Der Autor erzählt unterhaltsam und informativ von den fünf Monaten der Münchner Räterepublik 1918/19 aus der Sicht der beteiligten und beobachtenden Dichter. Hervorragend

Klaus Kiermeier (Hrsg.) – DahoamUnser bayerisches Lesebuch Wer meine Bücherlisten im Internet kennt, weiß, dass ich viele neue und alte Bavarica gelesen habe. Dieses Lesebuch ist aber ein besonderer Glücksfall. Da passt alles. Ich habe es mit besonderem Genuss gelesen und muss dies mitteilen, weil es sich von vergleichbaren Neuerscheinungen abhebt. Für mich stimmt einfach alles. Man kann der Beschreibung auf der Buchrückseite gänzlich vertrauen, wird selbst zum bayerischen Genussleser und/oder erwirbt ein hervorragendes Geschenk.

Bayerisches LesebuchLiteratur und Lesenswertes aus zwei Jahrhunderten Ich hatte mir von der Auswahl mehr Gefallen erwartet.

Gerd Holzheimer & Volker DerlathZum AmmerseeMiniaturen Hervorragend – am liebsten möchte ich sofort wieder mit S-Bahn und Fahrrad raus- und einmal um den See herumfahren. Das Buch beschreibt aber weniger Wege und Orte, sondern Literaten und besondere Menschen rund um den Ammersee.

Michael Waltinger – Niederbayerische Sagen Diese Sammlung von Sagen aus der Jahrhundertwende ist mittlerweile in der fünften Auflage. Sie liest sich etwas unstrukturiert und langweilig, ist aber immer noch besser als kriegerische, germanische Heldensagen, obwohl ich diese nicht näher kenne.

Thomas Kernert – Dicke LederhoseDas Prinzip Bayern – Ein Erklärungsversuch Der Autor ist zwar in München geboren, kann aber kein Bayern sein, sonst hätte er keinen solchen Schmarrn geschrieben. Der Text liest sich einfach. Mit Erklärung, Sachlichkeit und Humor hat der Versuch aber nichts zu tun. Der Inhalt bewegt sich vom Hundertsten ins Tausendste. Und am Schluss weiß man nicht, was man gelesen hat. Wer eine geistreiche und humorvolle Annäherung an Bayern will, dem empfehle ich, Thomas Grasberger zu lesen. Eine ausführliche und treffende Kritik hat Christian Muggenthaler verfasst. Kernert passt als Schreiberling gut zur Zwangsanstalt BR mit ihren gscheidhaferligen, anitibayrischen Rundfunk- und Fernsehschwätzern. Die Preußische Allgemeine Zeitung oder Das Ostpreußenblatt schreibt zu Recht von Andersdenken, Überraschungen, Sprachgewalt und Vergnügen bei der Lektüre. Heimatliche Erklärung und Gaudi ist das Machwerk leider nicht, sondern teure Geld- und Zeitverschwendung. Der Versuch ist so missglückt, dass der Verlag dies hätte erkennen müssen und dass ich mir in dieser Bewertung Unsachlichkeit erlaube. Nachtrag am 3. Juli 2018: Dem BR ist es nicht zu blöd, heute eine als Bericht getarnte Werbung für diesen Unsinn zu machen. Wer dies nicht glauben will, dem sende ich bei Mitteilung gerne mein Exemplar zu.

Edition Bayern, herausgegeben vom Haus der Bayerischen GeschichteRebellen, Visionäre, Demokraten: Über Widerständigkeit in Bayern Hervorragend – Kostenlose Ansichtsmöglichkeit des gesamten Sonderhefts im Internet mit diesem Link

Edition Bayern, herausgegeben vom Haus der Bayerischen GeschichteSelbstbewusst! Eigen! Widerspenstig!: Bayern in der Bundesrepublik Hervorragend – Kostenlose Ansichtsmöglichkeit des gesamten Sonderhefts im Internet mit diesem Link – Die Ansicht lohnt schon allein wegen der vielen bestens ausgewählten Abbildungen. Die Texte sind sachlich ausgewogen und staatstragend. Mehr Kritik an der von der CSU verantworteten Bevormundung und Ausbeutung durch die Berliner Republik wäre notwendig.

Wolfgang Müller – Wittelsbacher Schicksale: Ludwig II., Otto I. und Sisi: Ein ewig Rätsel bleiben will ich… Ludwig II. war nicht geisteskrank, kein Selbstmörder und erfüllte seine Pflichten als König. Das Schuldenproblem wäre zu lösen gewesen, er wurde aber Opfer eines Staatsstreichs, an dem der spätere Prinzregent vermutlich beteiligt war. Ich vertraue diesen in meinen Augen objektiven Darstellungen und kann sie ohne Kenntnis weiterer Literatur empfehlen.

Robert Holzschuh – Das verlorene Paradies Ludwig II. – Die persönliche Tragödie des Märchenkönigs Dieses unglaubwürdige Machwerk verurteilt Ludwig II. einseitig und wird seiner gesamten Persönlichkeit nicht gerecht. Ich vertraue dieser Bewertung der Guglmänner bei den Literaturempfehlungen zu Ludwig II. Vermutlich wollte der Autor mit Geschichtsfälschung Geld verdienen.

TurmschreiberGeschichten, Gedanken, GedichteEin bayerisches Hausbuch auf das Jahr 2018 im 36. Jahrgang Die diesjährige Auswahl von bislang unveröffentlichten Geschichten, Gedanken und Gedichten der Turmschreiber entspricht nicht immer meinen Vorlieben. Ich freue mich aber schon auf das Hausbuch im nächsten Jahr.

Wolfgang Johannes BekhGott mit dir du Land der Bayern – Bilder aus der Geschichte eines europäischen Staates Ich habe das Original von 1976 für einen Euro erworben. Bekh forderte 1980 die Loslösung des Freistaates von der Bundesrepublik: „Setzen Sie ein Ende des seit 110 Jahren für uns immer katastrophalen deutschen Abenteuers.“ In diesem Werk sieht der Patriot Bayern als das älteste europäische Land, das seine Kontinuität aus der Antike herleitet.

Karl Stankiewitz – Badelustin München & Oberbayern Was für ein schönes, gescheites und bayerisches Heimatbuch! Nichts wird ausgelassen. Man liest über Gesundheit, Natur, Kultur, Heimat, Geschichte, Wirtschaft und Sport – um nur einige Aspekte zu nennen. Die Veröffentlichung ist mehr als reich und schön bebildert. Die Texte sind sachlich informativ, aber auch lebendig und sympathisch ansprechend. Fotos und Texte vermitteln die Vielfalt des Badens und die Schönheit der Orte, an denen man dieser Lust frönen kann. Dabei fehlt es nicht an unterhaltsamen Geschichten und sachlicher Kritik. Badelust ist ein Heimatbuch für das gesamte Jahr. Man kann es mit Genuss lesen, aber bestimmt auch mit Lustgewinn zur Planung von Unternehmungen verschenken.

Martin Maier – SchicksalshoibeWie Bier Leben veränderte Ein niederbayerisches Meisterwerk in Idee, Text und Bild. Der Autor erzählt Geschichten von Menschen aus den Landkreisen Passau, Deggendorf und Dingolfing-Landau, deren Leben vom Bier bestimmt ist.

Benno HubensteinerBayerische GeschichteStaat und Volk, Kunst und Kultur Ein Klassiker, eine Pflichtlektüre für alle lesenden Bayern. Im bayerischen Bildungswesen wird die eigene Geschichte leider viel zu oft vernachlässigt.

Georg LohmeierLiberalitas Bavariae – Von der guten und weniger guten alten Zeit in Bayern Liest man die vorherigen drei Bücher kommt man zwangsläufig auf Georg Lohmeier. Ich habe die Originalausgabe von 1971 antiquarisch und preiswert erworben. Das ist schon für einen Cent und drei Euro Versandkosten möglich. Man bekommt ein Meisterwerk.

Horst MünzingerAuf den Spuren der Bairischen Sprache Der Vorsitzende des Fördervereins bairische Sprache und Dialekte vermittelt in leicht lesbarer Form “Herkunft, Entwicklung und Gegenwart eine 1500 Jahre alten Kulturguts”.

Wilfried ScharnaglBayern kann es auch alleinPlädoyer für einen eigenen Staat Ich habe auch viele Rezensionen zu dieser 2012er Veröffentlichung gelesen. Scharnagl hatte und hat Recht. Sieben Jahre danach und nach zwölf Jahren Merkel muss es aber heißen: Bayern muss es allein.

Bernhard ÜckerLieber bayrisch Frei, als preußisch Reich – Ein weißblaues Contra aus dem widerspenstigen Freistaat Bayern wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik trotz Ablehnung der damaligen bayerischen Volksvertreter von den drei westlichen Besatzungsmächten aufgezwungen. Diese und vorherige geschichtliche Zusammenhänge wurden 1974 verfasst und 1991 zum dritten Mal aufgelegt. Geändert hat sich leider nichts. Die Wahrheit ist bekannt. Die heutigen bayerischen Volksvertreter und das Volk lassen sich wie seit 1871 vom zunehmenden Zentralstaat unterdrücken.

TurmschreiberGeschichten, Gedanken, GedichteEin bayerisches Hausbuch auf das Jahr 2017 im 35. Jahrgang Der Wechsel zum Volk Verlag hat dem Hausbuch sehr gut getan. Bei der Auswahl habe ich mir mehr erwartet – vor allem mehr Humor. Insgesamt gibt es aber empfehlenswerte, interessante und geistreiche Unterhaltung aus Bayern.

Franz Freisleder (Hrsg.) – Bock auf Bier – Der bayerische Bier-Kosmos, literarisch betrachtet Mit Genuss gelesen

Edition Bayern, herausgegeben vom Haus der Bayerischen GeschichteWer ko, der ko – Süddeutsch und Bairisch Hervorragend – Kostenlose Ansichtsmöglichkeit des gesamten Sonderhefts im Internet mit diesem Link – Die Ansicht lohnt schon allein wegen der vielen bestens ausgewählten Abbildungen.

Sepp Lehner – Mooser Gschichtn2 – mit de Huadara Die kleine Gaudi ist so gut und geheim, dass nicht einmal der Verlag auf seinen Internetseiten etwas davon weiß. Einzige Kauf- oder Bestellmöglichkeit ist vor Weihnachten 2015 vermutlich die Buchhandlung Kemme am Stadtplatz in Osterhofen.

Günter Georg Boehmisch – Derf´s a bisserl mehr sei?Niederbayerische Dorfkindheit in den Fünfzigerjahren Hervorragend! Das Dorfleben meiner Kindheit aus der Sicht eines zwei Jahre älteren Buben als ich im Nachbarort Kirchdorf. Ich bin mit dem Erleben, den Handlungen und der Sprache wohlvertraut. Eine besondere Freude ist es, Wörter und Wendungen wiederzuentdecken, die ich seit der Kindheit nicht mehr wahrgenommen oder verwendet habe.

Edition Bayern, herausgegeben vom Haus der Bayerischen GeschichteNiederbayerische Donau Hervorragend – Kostenlose Ansichtsmöglichkeit des gesamten Sonderhefts im Internet mit diesem Link Die Ansicht lohnt schon allein wegen der vielen bestens ausgewählten Fotos.

Daniel WiechmannSchleich di! – oder Wie ich lernte, die Bayern zu lieben Was soll man davon halten?

Alfons SchweiggertGanz Bayern ist ein BiergartenInteressantes und Heiteres um eine urbayerische Kultstätte Zusammengeschrieben – wahrscheinlich ohne eigene Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse. Durch die feste Klebebindung kann das Taschenbuch nur schwer geöffnet werden.

Thomas GrasbergerFlinsDas Geld des Südens Hervorragend! Unterhaltsam und sachkundig, humorvoll und kritisch.

Turmschreiber 2015Geschichten, Gedanken, GedichteEin bayerisches Hausbuch auf das Jahr 2015 im 33. Jahrgang Für mich ist immer etwas dabei, das mich interessiert und mir gefällt. Ärgerlich ist die Klebebindung dieser sogenannten Hausbücher. Legt man ein Buch auf den Tisch, dann klappt es von selbst zu. Will man das Buch aufbiegen, dann zerstört man die Klebebindung mit einem Riss. Die Inhalte hätten eigentlich etwas Besseres verdient.

Ludwig ZehetnerBasst scho! Band 1: Wörter und Wendungen aus den Dialekten und der regionalen Hochsprache in Altbayern Band 2: Weitere Streiflichter auf die deutsche Sprache in Altbayern Band 3: Eine neue Runde auf dem Spaziergang durch die Heimatsprache Altbayerns Die ersten beiden Bände hatte ich schon bei ihrem Erscheinen 2009 und 2010 gelesen. Ich las sie erneut mit Genuss und Gewinn. Dann erwarb ich Band 3 von 2011. Wenn man die Heimatsprache Altbayerns kennt und liebt, sind die drei Bände eine Pflichtlektüre.

Heinz Hager – Um Gottes Lohn – Die Ehrenamtlichen Diese 2014er Hager-Veröffentlichung ist wieder einmal so neu, dass sie nur in der Buchhandlung Kemme und im Cafe Siebenhandl in Osterhofen erworben werden kann. Sogar der Verlag Morgenroth oder Duschl führt den Titel nicht auf der Internetseite. Diesmal konnte ich mit dem jährlichen Hager-Buch nicht viel anfangen, weil mir die Ehrenamtlichen in Osterhofen und Umgebung wenig bekannt sind.

Helmut EcklAlte Männer füttern keine EntenErzählungen In den heiteren und unterhaltsamen Geschichten geht es nicht nur ums Älterwerden.

Johann Höfer – Bairisch gredt II – Der zweite Teil von Bairisch gredt mit einer Einführung in das Südhochdeutsche Der zweite Band ist nur mehr gebraucht zu beziehen. Er richtet sich vor allem an Medien und Bildungsverantwortliche. Johann Höfer und eine Reihe von Gleichgesinnten gründeten 1989 den Förderverein Bairische Sprache und Dialekte. Förderung und Pflege der bairischen Sprache und der zu ihr passenden Variante des Hochdeutschen, das Südhochdeutsche sind Professor Höfers Anliegen. Zum angekündigten Band III ist er leider nicht mehr gekommen.

Johann Höfer – Bairisch gredt – Bassds auf! Die Veröffentlichung von 1995 entspricht Beiträgen aus der Serie „Bairisch gredt“ im Münchner Merkur und im Oberbayerischen Volksblatt. Meine Ausgabe ist die 7. Auflage von 2005. Das Buch ist eine Pflichtlektüre für Freunde der Bairischen Mundart und Lebensart. Es geht um eine Hochsprache, die durch außerbayerische, scheinbar moderne und schlampige Sprechweise zurückgedrängt wird. Die Ausführungen sind sehr unterhaltsam und lesenswert.

Niederbayern – Ein ReiseLeseBuchherausgegeben von Hubert Ertl Manches kann man vielleicht überlesen oder übersehen, aber insgesamt ist dieses Werk eine Pflicht für Büchermenschen, die eine Beziehung zu Niederbayern haben.

Turmschreiber 2014Geschichten, Gedanken, GedichteEin bayerisches Hausbuch auf das Jahr 2014 im 32. Jahrgang

Heinz Hager – Altes vergeht – Neues entsteht Entwicklungen und Veränderungen im Heimatraum Unterer Gäuboden werden sprachlich und fotografisch bestens dokumentiert, z. B. das Jahrhundert-Hochwasser, die Energiewende. dörfliche und städtebauliche Erneuerung.

Herbert SchneiderMia san Bayern Ein Hochgenuss! Als Leser wird man zum Mitbesitzer unseres schönen Landes.

Thomas GrasbergerStenzdie Lust des Südens Hervorragend! Ein unterhaltsamer und geistreicher Hochgenuss!

Erich Rudolf Stockbauer – Helden, Hallodri, Heilige und andere Leut’ – Geschichten aus Altbayern Das Buch der Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei KG in Straubing ist so neu und geheim, dass man es derzeit im Internet nicht finden kann. Ich wurde über eine Besprechung im Deggendorfer Teil der Passauer Neuen Presse darauf aufmerksam und kaufte es in der Osterhofener Buchhandlung Kemme. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich weniger um Geschichten, die durch große Zusammengehörigkeit gekennzeichnet sind. Vieles las ich aber gerne.

Bayern fürs Handgepäck: Geschichten und Berichte – Ein Kulturkompass. Herausgegeben von Bianca Stein-Steffan Im Vorbeigehen in der Buchhandlung des Hauptbahnhofs München entdeckt und mit Genuss gelesen

Hans Kratzer – Ausgesprochen Bairisch – Von Mongdratzerln, Tschamsterern und anderen sprachlichen Kostbarkeiten Der Redakteur in der Bayernredaktion der Süddeutschen Zeitung versteht es mit Sachverstand und Humor, Dialektausdrücke sehr unterhaltsam vorzustellen.

Bruno Mooser – Niederbayern – Fotografische Seitenblicke – Text Wolfgang Schmidbauer – Rosenheimer Raritäten 1995 Antiquarisch gibt es noch einige Exemplare dieser meisterlichen Fotosammlung in Schwarz und Weiß.

Turmschreiber 2013Geschichten, Gedanken, GedichteEin bayerisches Hausbuch auf das Jahr 2013 im 31. Jahrgang

Günter Albrecht – 99 Sachen, die muss ein Bayer machen! – Das Buch zur gleichnamigen Bayern 1-Aktion Das sehr schöne Foto- und Lesebuch ist ein Genuss für den Betrachter und Leser. Es eignet sich sehr gut als Geschenk.

Alfons SchweiggertWaar i a CharivariHeitere Geschichten, Gedichte und Fundstücke

Heinz Hager – Kurioses und Bemerkenswertes Das Buch ist so neu, dass es nicht einmal der Verlag drei Wochen nach dem Druck auf seiner Internetseite aufführt. Bemerkenswert ist auch das Fehlen im Angebot von Amazon, wo es sonst doch alles Mögliche gibt. Meine Fundorte waren das Cafe Siebenhandl und die Buchhandlung Kemme in Osterhofen. Der neue Webshop dieses empfehlenswerten Geschäfts wirbt mit den Worten: “Kauft vor Ort, sonst ist er fort. Bücher kosten überall dasselbe! Heute bestellt, morgen da!” Den neuen Hager gibt es dort sogar mit Signatur des Autors. In meinem Exemplar hat er geschrieben: “Was es nicht alles gibt!” In der Zwischenzeit verführte mich das schön gestaltete Schaufenster mit Bavarica schon wieder zum Bücherkauf.

Bruno Mooser, Alois Fink – Niederbayern – Rosenheimer Raritäten 1988 Ein Meisterwerk in Text und Bild bei Amazon gebraucht und in gutem Zustand für 3,74 € entdeckt.

Hans WimmerNiederbayerische Kindheit und Jugend – Piper 1982 Neupreis 22 DM. Gebrauchtpreis mit Versand 5,95 € bei buchexperten24.de Versandantiquariat. Keine Gebrauchsspuren.

Sepp LehnerMooser Gschichtn – mit de Huadara Herzlichen Dank an den Sepp Lehner für die gelungene, humorvolle und heimatliche Unterhaltung in den Mooser Gschichtn. A oubaringa Mingara griast de moosara Huadara.

Tobias DorflerMein BayernProminente stellen ihre Heimat vor Schöne Ortsansichten und harmloses Geplauder, ausreichend für eine Unterhaltung bei der Fahrt mit dem Donau-Isar-Express von Osterhofen nach München, teilweise eingeschränkte Lesbarkeit wegen zu keiner Schriftgrade trotz ausreichendem Platzangebot

Wolfgang Johannes Bekh – Richtiges Bayerisch – Ein Handbuch der bayerischen Hochsprache – Eine Streitschrift gegen Sprachverderber Das Handbuch aus dem Jahr 1973 von Wolfgang Johannes Bekh (1925–2010) kann man nur mehr gebraucht kaufen. Im Internet ist das sehr einfach möglich. Ich fand es durch einem Nachruf für den Autor in dem Hausbuch der Turmschreiber 2012. Der Kauf des sehr gut erhaltenen Buches erfolgte für 4.49 € im Händlershop von booksbuy bei amazon.de.

Heinz Hager – Sodala – nochad hammas – Bebilderte Geschichte von der Arnt bis zum Weara-Huat Auf Hochdeutsch würde der Untertitel von der Ernte bis zum Werktags-Hut heißen. So gefällt er mir aber besser. Ich habe alle Bücher des Osterhofener Autors im Regal und diese mit Genuss gelesen. Der frühere PNP-Redakteur ist ein Glücksfall für die Dokumentation der Geschichte in meiner niederbayerischen Heimat. Der mir bestens bekannte Dialekt meiner Kindheit wird hier in Texten und Bildern hervorragend festgehalten.


München-Krimi

Leonhard M. SeidlBesäufniserregendEine bierernste Krimikomödie

Leider war ich nicht so gescheit wie J. Sterr bei der vorherigen Amazonrezension. Der Amazon-Blick-ins-Buch hätte mich vor dem Kauf bewahrt. Stattdessen bin ich auf die Empfehlung der Erstrezension, die Klappentexte des Verlags und die Autoreninformationen hereingefallen. Kaufgründe waren Neugier, Krimi, München und Komödie. Schnell musste ich jedoch feststellen, dass die Krimihandlung ohne Spannung ist, und dass man bei dieser Form von scheinbar komödiantischer Darstellung nicht erheitert wird oder lachen kann. Typisch Münchnerisches konnte ich nicht erkennen und beschränkt sich auf Ortsbezeichnungen. Feinsinnigen Münchner Humor mit deftigen Altbairischen Einschlägen gibt es nicht. Mit Sicherheit ist das Buch kein Heimatkrimi, wie es ein SZ-Schreiberling formuliert. Diese Zeitungswerbung bewirkt bestimmt gute Verkaufszahlen. Ich möchte auch zum Kauf ermuntern, damit meine Bewertung bestätigt wird.

Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass der Text als Satire auf Trivial- und Schundliteratur zu verstehen sei. Dann müsste dies aber dazugeschrieben werden. Mit der Formulierung bierernst muss man bei der Wahrheit bleiben. Ohne vernünftige Beschreibung von Handlung und Charakteren entstehen keine Bilder im Kopf. Ich kann Zustand, Verfassung oder Stimmung der Personen nicht nachempfinden, weil alles übertrieben wird. Der Umschlagtext, es handle sich um skurrile Originale, und die vermeintlich komischen Namen reichen nicht aus. Ohne Übergänge zwischen den Handlungsteilen entwickelt sich keine Vorstellung des Handlungsverlaufs. Der Fortgang muss zwischen den Zeilen erlesen oder vermutet werden und ist so abgehackt wie die Anordnung der vielen Kapitel.

Die beworbene, rasante Schrägheit entsteht durch Ausdrucksweisen, die möglicherweise, im entferntesten Sinn von Fußballfans, Boazngästen, Obdachlosen und Kleinkriminellen verwendet werden könnten. Sprachliche Mittel und stilistische Figuren sind beispielsweise Einwortsätze, Wortwiederholungen, wiederholte Satzanfänge, Dialoghäufungen, Sprechdurchfall mit Wortfolgen, unvollständige Sätze, übertriebene Formulierungen, Wiederholung von scheinbar witzigen Ausdrücken. Eine überladene und ungezügelte Wort- und Sprachgewalt geht zu Lasten der Lesbarkeit. Man bemerkt, dass der Autor gefällig schreiben kann, hier verdirbt er aber die Sprache. Vielleicht gibt es Leser, welche die Dialoge als wortgewaltige, pointenreiche Sprücheklopferei wahrnehmen, für mich sind sie aber abgedroschenes, aufgeblähtes Geschwätz. Ich hatte mir ein feinsinniges, heiteres und humorvolles Münchner Lebensgefühl mit augenzwinkernder Fußballleidenschaft erwartet, musste aber die Lektüre abbrechen.

Schließlich stellte sich die Frage, was ist hier Besäufnis erregend. Ein Paar Augustiner Edelstoff erregen kein Besäufnis, nicht einmal ein Aufsehen, sondern einen Genuss. Ich erkenne nur ein Buch, das Besorgnis erregend ist, weil Autor und Verlag dem Leser mit Antäuschung falscher Erwartungen Geld und Zeit wegnehmen. Ein echter Münchner würde keinen solchen Krampf verzapfen.

Sabine VöhringerDas Ludwig Thoma KomplottKriminalroman 4,8 von 5 Sternen bei 24 Kundenrezensionen. Das ist unglaubwürdig – genauso wie die Romanhandlung. Eine Vielzahl von Handlungsteilen, Personen und Namen verwirren beim Lesen und verhindern Spannung. Im Hintergrund agieren zwei große Unbekannte aus dem Vorgänger, denen man wohl für weitere Nachfolger nicht näher kommen darf. Die Vermarktung des Komplotts mit dem berühmten Namen ist aufwendig, das Komplott eher durchschnittlich. Der Ortsbezug zeigt keine Mängel. Klischees werden alle genutzt – von den gebildeten Mitgliedern der erfolgreichen Großstadt-Clique bis zu den Eigenheiten der Ermittler-Typen und sogar dem armen Hund.

Andreas Föhr – EifersuchtEin neuer Fall für Rachel Eisenberg Hervorragend

Jörg SteinleitnerBlutige BeichteDer LKA-Präsident ermittelt Ich erlebte beim Lesen gelungene humorvolle Übertreibungen, aber auch ein Verkennen von Wirklichkeiten trotz intensiver fachlicher Beratung. Ein Dienststellenleiter darf natürlich anders vorgehen, als ermittelnde Kommissare. Er würde aber deren Erkenntnisse trotz Misstrauens berücksichtigen. Zum Politikermord gab es keinerlei Ermittlungen. Die Landwirtschaft ist so nicht zu betreiben. Der Potus und die Ehefrau sind zeitgemäß und lustig, aber überflüssig. Diese und weitere Unstimmigkeiten nehme ich aber gerne in Kauf, weil der Autor eine sehr hohe Spannung aufbaut. Umschlaggestaltung und Titel haben mehr mit Verkaufsförderung als mit dem Inhalt zu tun. Die Ermittler sind für eine Serie geeignet, werden dann aber vermutlich langweilig. Der Autor hat bislang eine große Wandlungsfähigkeit gezeigt, die er beibehalten soll.

Nicole NeubauerScherbennachtKriminalroman Anfänglich dachte ich wegen der vielen positiven Bewertungen und des gelungenen Einstiegs, einen spannenden Münchenkrimi gefunden zu haben. Dann merkte ich aber bald, dass einzelne Teile flüssig lesbar sind, andere mir aber die Gedanken verwirren oder abgleiten lassen, z. B. durch sehr viele, ständig neue Namen, schneller Wechsel der Orte und Handlungen oder Langatmigkeit. Es kommt keine Spannung auf. Mir war es schließlich egal, wer Leo erschossen hatte. Irgendein Polizist wird es schon gewesen sein. Der Leser kann selbst nicht mitermitteln. Er ist ständig in Gefahr, den Faden zu verlieren. Ortsbezug und Beschreibung der Polizeiarbeit sind stimmig. Die ständigen Gerüche wie so vieles überflüssig.

Angelika Felenda – WintergewitterKriminalroman Hervorragender historischer Kriminalroman – München im Winter 1920

Angelika Felenda – Der Eiserne SommerKriminalroman Hervorragender historischer Kriminalroman – München im Sommer 1914

Egon KobaldDer Tote im Hofgarten – Hauptkommissar Färbers erster Fall Weniger wäre mehr gewesen. Der Münchenbezug ist stimmig, ich vermisse aber die Liebe zur Stadt. Mit großer Ausführlichkeit und hoher Sachlichkeit werden alle Klischees zur Polizeiarbeit, zu Opfern und Tätern genutzt. Die vielen Sterne bei Amazon sind vermutlich Gefälligkeiten oder gekauft im Rahmen von Amazon Self-Publishing.

Kaspar Panizza – TeufelskatzKriminalroman Schräger, skurriler und klamaukhafter Humor mit dem ernsten Hintergrund von Kindesmissbrauch innerhalb von Einrichtungen der katholischen Kirche. Da passt etwas nicht zusammen. Der Täter wird durch eine Wendung enttarnt, auf die man als Leser nicht kommen kann. Die Spannung und das Münchnerische fehlen. Trotz der Schwere der Verbrechen wird es schließlich egal, wer der Täter ist. Die Katze ist diesmal überflüssig. Mehrfach bemerkt man beim Lesen Fehler. Der Vorgänger Saukatz war für mich eine gelungen Mischung aus Gaudi und Krimi. Die Teufelskatz hat mir Zeit und Geld gestohlen.

Inge LöhnigSieh nichts BösesKriminalroman Hervorragend

Helmut Ahrens – Mord im Hofbräuhaus – Kriminalroman Der Tod ereignet sich im Hofbräuhaus aus Gründen eines verkaufsfördernden Titels. Der Kriminalroman von 1984 hätte den Vergifteten überall sterben lassen können. Die Handlung ist auf dem Niveau von billigen Vorabendserien der 1980er Jahre. Damals ist die Gattung des München-, Bayern oder Regionalkrimis noch nicht erfunden. Die Medien sind noch analog, das Telefon ist noch nicht mobil, und bei den Kriminalern kann man sich wunderbar die entsprechenden Personen aus Fernsehserien dieser Zeit vorstellen. Seitenfenster im Auto werden noch mit einer Kurbel bewegt. Der Kriminalhauptkommissar und sein Assistent rauchen. Zeitreise, Einfachheit und Leichtigkeit bewirken einen kleinen Unterhaltungswert.

Olaf MalySandlerEin Kommissar Wengler-Krimi Eine Buchveröffentlichung hat zunächst einmal meine Achtung und meinen Respekt vor der Leistung des Autors. Bemerke ich dann formale und inhaltliche Mängel und Fehler, habe ich ein wenig Verständnis, wenn die Veröffentlichung mit Self-Publishing erfolgte. Stelle ich aber bei Lesen Langeweile und ein Sammelsurium von Nebensächlichkeiten fest, ärgere ich mich über den Kauf und die Zeitverschwendung beim Lesen. Um es kurz zu machen – ich bin wieder einmal den Sternen bei Amazon auf den Leim gegangen und muss mich über diese Verbreitung von Langeweile beklagen.

Ulrich RadermacherSchickimickiKommissar Alois Schöns 2. Fall Langweilig! Unter den vielen Fehlern hat der “Hautkommissar Schön” auf Seite 246 zur Erheiterung beigetragen. Dieser Kommissar und seine Kollegin haben bei mir ausgedient.

Werner GerlChampagner für den MörderKommissarin Tischler jagt den Mörder Reißerisch, blutrünstig, aktionlastig, aber geschickt, intelligent und stimmig gemacht. Spannende und humorvolle Unterhaltung. Beim Lesen wird man durch die kleine Schrift und die unnachgiebige Klebebindung behindert.

Antonia Günder-FreytagHundstage – Konrad von Kamms 3. FallKriminalroman Spannende und geistreiche Unterhaltung, die ständig neue Wendungen beinhaltet. Lange wusste ich nicht, wie das enden könnte. Man liest Indizien, wird aber bis zum Ende wenig zu Vermutungen geführt. Ortsbezug und Glaubwürdigkeit stimmen meist, aber bei summertime ist nicht the life, sondern the livin’ easy.

Marcus SammetAderlass – Thriller Inhaltliche und sprachliche Mängel trotz mitgeteilter, mehrfacher Überarbeitungen. Die vielen positiven Rezensionen sind sehr fragwürdig. Selbstverlag.

Andreas SchröflAltherrenjagdEin Bierkrimi Abbruch wegen Verbreitung von Langeweile sowie mangelhafter Verwendung der Deutschen Sprache und des Dialekts. Die Sterne bei Amazon wurden vermutlich von Lohnschreibern gekauft. Das Lektorat war konsequent, aber der Verlag hat versagt. Die Buchreihe heißt Spannung.

Kaspar PanizzaSaukatzKriminalroman Ungewöhnlich, aber sehr amüsant und gefällig. Gelungene Mischung aus Gaudi und Krimi. Hier würde ich eine Fortsetzung sofort bestellen. Es geht nicht um Glaubwürdigkeit, sondern um geistigen Reichtum. Sau und Katze werden auch nicht zur Verkaufsförderung missbraucht.

Moses WolffMonaco MortaleEin Fall für Hans Josef Strauß Langweilige, aufgeblasene, ungewürzte, lauwarme Buchstabensuppe mit einer Häufung von nichtssagenden Dialogen, ohne Humor, aber mit guter Ortskenntnis. Die Treppe zur Herrentoilette im Weißen Bräuhaus geht jedoch nach unten, nicht hinauf wie auf Seite 25 beschrieben.

Bettina PlecherIsarlaufKriminalroman Gescheit, stimmig, glaubhaft, spannend… – ein besonders lesenswerter München-Krimi

Rupert Pfeffer – TodsicherEin München-Krimi Eine hervorragende Abwechslung zu den Kommissar-Sowieso-Serien, in denen man sich mit dem Privatleben der Ermittler abgeben muss. Hier geht es um kriminelle Machenschaften, die geistreich, spannend und mit gehobenen sprachlichen Mitteln erzählt werden.

Andreas FöhrEisenbergKriminalroman Ich hatte das frühere Ermittlerduo mit humorvollen und regionalen Eigenheiten erwartet, bekam aber eine geschiedene, attraktive und erfolgreiche Rechtsanwältin mit pubertierender Tochter. Das Milieu ist realistisch, die Handlung abwechslungsreich und spannend. Der regionale Hintergrund stimmt. Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass ich an die Eigenheiten von Privatfernsehen und Facebook erinnert werde, bei denen es vielfach ums Geldverdienen mit einfachen und vorgeformten Mitteln geht.

Inge LöhningVerflucht seist duKriminalroman Wie arm sind doch sämtliche Filmkrimis, wenn man von dieser hervorragenden Autorin einen Fall zu lösen bekommt. Diesmal habe ich die Täter erahnt, trotzdem gab es überraschende Wendungen.

Ulrich Radermacher – SaukerlKriminalroman Schon wieder ein neuer Kommissar mit Freundin und Team. Überbewerteter Erstling mit wenig natürlichen Bezügen und gekünstelter Originalität.

Inge LöhningMörderkindKriminalroman Hervorragend ohne die vielfach üblichen Serien-Kommissare

Markus RidderDas Messias-ProjektPsychothriller Ich bin nicht ganz so überzeugt wie die vielen positiven Bewertungen bei Amazon. Ob die wohl alle echt sind?

Inge LöhningDeiner Seele GrabKriminalroman Hervorragend. Und wieder wird ein aktuelles Thema mit großem Geschick und hoher Spannung in München und Umgebung erzählt.

Inge LöhningNun ruhet sanftKriminalroman Hervorragend mit bemerkenswerter Vorstellungskraft zu Beziehungen

Inge LöhningGedenke meinKriminalroman Hervorragend mit einem möglichen, aber widernatürlichen Hintergrund

Martin ArzGeldsackMax Pfeffers 6. Fall Kenntnisreich, gescheit, auf das Reichen-Milieu und das Glockenbachviertel bezogen. Lesenswert, aber manchmal vermisste ich ein wenig die Spannung der Handlung.

Harry Kämmerer – Mangfall ermitteltRoman Erster München-Krimi des Volk Verlags mit Hardcover, Schutzumschlag und Leseband! Da hätte ich mir mehr erwartet. Die Handlung ist klischeehaft. Ich erkenne immer den Fortgang, obwohl ich keine Vorabendserien im Primitivfernsehen konsumiere. Die Beschränkung der sprachlichen Mittel zur Darstellung einer schnellen, erwartbaren Handlungsfolge ergibt einen mittelmäßigen Zeitvertreib, der wie beim Fernsehkonsum nicht im Gedächtnis bleibt.

Ina MayIsarkieselKriminalroman Viermal fünf Sterne bei Amazon sollten eigentlich misstrauisch machen. Diese Isarkiesel haben wenig Münchenbezug, sind umständlich geschrieben und fehlerhaft gesetzt. Die Handlung ist aufgeblasen, verkompliziert und zähflüssig. Ich will nicht ständig zwischen den Zeilen lesen müssen. Diese langweilige Geld- und Zeitverschwendung musste abgebrochen werden.

Herbert BeckerBlutwurz: Mord in der KarpfenteichsiedlungEin Krimi aus der Münchner Vorstadt Lesenswerter München-Krimi mit wirklichkeitsnaher Beschreibung der Personen, Orte und Handlungen. Empfehlung von Bumeders Buchtipps: Die Bayerische Bücherschau Ostern 2015.

Julie FellmannDer Schatten und sein MeisterMünchen-Krimi Empfehlenswert – genauso wie der Erstling

Michael GerwienIsarbluesKriminalroman Da passt aber einiges nicht zusammen und ergibt keinen Sinn, oder habe ich etwas überlesen, weil mir die Spannung fehlte.

Max BronskiSchampanningerKriminalroman Bei Heyne gibt es den Schampanninger zum halben Preis wie beim Originalverlag. Auf der Rückseite des Umschlags steht, dass Gossec Kult ist. Ich glaube aber, dass mir ein Gossec oder Bronski reicht. Ich vermisste das Gute und Schöne in München.

Martin W. BrockSchneejagd München-Krimi mit geringen örtlichen Bezügen und Neigungen zur Langeweile

Martin ArzPechwinkelMax Pfeffers 4. Fall Ich erinnere mich gerne an die Beschreibungen und die Spannung in diesem Krimi. Der Autor versteht es, Münchner Gegenwart und Vergangenheit wirklichkeitsnah in dramatischen Handlungen darzustellen.

Georg M. OswaldUnter Feinden Vorsicht Hochspannung!

Jakob Maria SoedherRotkreuzplatz da VinciSchicksal oder Fügung


Bayern-Krimi

Detlef Schneidawind – Fallobst – Der Fall Wendelin Kolb Dieser Fall ist ganz nach meinem Geschmack. Eigentlich sind es einige Fälle, die abwechslungsreich und mit feinsinnigem Humor erzählt werden. Immer ergibt sich ein logisches Gesamtbild. Der Autor ist ein Heimat- und Menschenversteher, der die handelnden Personen hervorragend beschreibt. Auffallendes sprachliches Mittel ist die häufige Verwendung der indirekten Rede. Daneben werden glaubhafte Dialoge im Wortlaut zu natürlichen Höhepunkten verwendet. Ich kann die verwendeten Stilmittel nicht umfassend bestimmen, habe aber den Eindruck, dass sie sehr bewusst und zielgerichtet gewählt worden sind. Der Text ist mit vielen Kapiteln und Überschriften gegliedert. Bei den Ermittlungen wird hohe Sachlichkeit und angemessener Abstand erzeugt, z. B. durch die häufige Verwendung des Konjunktivs bei der indirekten Rede, des unpersönlichen Passivs und des Passivs ohne Täterangabe. Der Autor kommt mir mit seinen Mitteln stark entgegen, weil meine Gedanken immer bei der Handlung bleiben. Ich kann ein glaubhaftes und natürliches Geschehen miterleben und mitermitteln. Es entsteht eine Spannung, die mich gemütlich, aber auch konzentriert Schmökern lässt. Eine gute Vorstellung der Ereignisse entwickelt sich ohne die Kenntnis der tatsächlichen Ortsangaben. Ich freue mich, aus inhaltlicher und formaler Sicht wieder einen Höhepunkt des Bayernkrimis entdeckt zu haben.

Gretel Mayer – Tod des Chiemseemalers – Kriminalroman Der Klappentext sollte wohl “Locker, humorvoll und spannend bis zum Schluss” beinhalten. Das ist dann aber berechtigterweise doch vermieden worden. Ich Internet kann man diese Formulierung dennoch zahlreich finden. Leider bin ich auch darauf hereingefallen. Der tatsächliche Umschlagtext beinhaltet “leichthändig und scheinbar harmlos”. Ich kann keine besonderen Vorzüge oder Nachteile entdecken, hatte mir aber einfach mehr erwartet. Der Orts- und Zeitbezug ist stimmig. Die Handlung hat für mich zu viele unnötige Nebengeräusche. Die Glaubwürdigkeit der Personen halte ich für eingeschränkt. Ich bitte Leser dieser Rezension sich selbst ein Bild zu machen. Ich kann nur den Durchschnitt entdecken, muss aber dem Anfangstext widersprechen.

Bernd FlessnerTeufelskücheKriminalroman Dem Autor gelingt es nicht, mich an die Handlung zu binden und mich für die Personen zu interessieren. Plötzlich tauchen immer wieder Namen auf, die ich nicht zuordnen kann. Das Geschehen ereignet sich im Milieu von Humoristen, ist aber selbst humorfrei. Zum Ortsbezug habe ich keine Erfahrungen. Die Handlung ist unglaubwürdig und langweilig. Es entstehen keine Spannung und kein natürlicher Handlungsfluss. Kapitelanfänge beginnen, ohne dass man weiß, wer, wann, wo oder warum handelt. Das behindert den Inhaltsfluss und führt zum Ablenken der Gedanken. Vermutlich lässt der Autor Informationen für den Leser aus, weil sie ihm in seiner Gedankenwelt bekannt sind. Es kommt mir vor, als ob sich hier ein Autor mit einem Krimi versucht, obwohl er nichts davon versteht. Mir wird es egal, wer der Mörder ist. Ich bekomme keine Hinweise auf die finstere Gestalt, die andere verfolgt oder wegen der sich jemand verfolgt fühlt. Einen zweiten Stern vergebe ich, weil ich nicht gänzlich analysieren kann, warum mich der Krimi langweilt. Aus diesem Grund wollte ich das Lesen auch nicht abbrechen.

Rolf Peter SloetTödliche DiamantenThriller Das ist kein Bayernkrimi nach meinen Vorlieben und wahrscheinlich auch nicht nach den Ansprüchen von Autor und Verlag. Es geht nicht um Land und Leute in der Heimat, sondern um internationalen Terrorismus und die Bekämpfung durch Ämter und Geheimdienste. Es wurden keine Vorgänge, Orte und Organisationen beschrieben, die ihren Hintergrund im natürlichen Erleben des Autors haben, sondern dem Internet entnommen worden sind. Dabei liest man Aktionlastigkeit, Blutrünstigkeit, Statussymbolik, Technikfetischismus, überflüssige Körperverletzungen und Leichen. Der Autor berichtet teilweise von Vermutungen handelnder Personen und schließt den Leser dabei aus. Tatrelevante Sachverhalte in Besprechungen, werden dem Leser nicht mitgeteilt. Das ist unfair und in meinen Augen kein guter Stil, weil ich mitermitteln und miterleben will. Ich habe aber Verständnis für die vielen Sterne bei Amazon, weil sich der Krimi sehr einfach und spannend liest. Es ist wie der Konsum eines klischeebeladenen Fernseh-Tatorts, wobei sich dieser die vielen Körperverletzungen und Leichen nicht trauen dürfte.

Sonja SilberhornRegenteufelKriminalroman Weil mir der Waidlertod so gut gefallen hatte, kaufte ich auch den Regenteufel. Die erste Hälfte ist so dahingeplätschert und hat ein wenig Verwirrung erzeugt – vermutlich auch deshalb, weil ich Neueinsteiger in die fünfte Folge war. Die vielen Namen ließen den Zusammenhang erst langsam erkennen. Der Wechsel zwischen Handlung und Vorgeschichte wurde leider nur durch eine Leerzeile kenntlich gemacht. Aber dann entsteht ein eindrucksvolles und hervorragend erzähltes Gesamtbild – beklemmend, grausam und sehr spannend. Der Leser wird an den Ermittlungen beteiligt, braucht aber selbst nicht mitzuermitteln. Für die Spannung ist das nicht notwendig. Das Erleben und Handeln der Personen wird miterlebt, mitgefühlt und immer als glaubhaft wahrgenommen. Die Autorin nimmt den Leser gefangen, weil man meint, alles nach Möglichkeit selbst zu erleben. In beiden Romanen sind die größten Vorzüge nach meiner Wahrnehmung die Glaubwürdigkeit dieser freien Erfindungen und deren geschickte Darstellung, bei der man die sprachlichen Mittel nicht mehr wahrnimmt, sondern sich gedanklich mitten im Geschehen befindet.

Jens SchäferWer sich in die Provinz begibt, kommt darin umKriminalroman Bayern ist ein Teil der beinhalteten Provinzen. Der Privatdetektiv hätte in Berlin bleiben sollen, dann wäre ich nicht auf diesen Schmarrn hereingefallen. Die Buchstabensuppe ist einfach langweilig, humorlos und unglaubwürdig, aber cool. Sollte man Handlung und Inhalt als Satire verstehen, hätte dies dazugeschrieben werden müssen.

Manfred Faschingbauer – Bayerisch KaltKriminalroman Ist „Bayerisch Kalt“ kälter oder anders als normales „Kalt“? Was soll dieser unsinnige Titel? Er stammt bestimmt nicht vom Autor. Dieser hat nämlich keinen Sinn für Unsinn. Die Handlung ist glaubwürdig und wird geschickt erzählt. Personen sind stimmig. Das Thema ist aktuell, der Ortsbezug realistisch. Der Leser kann mitermitteln. Dazu kommen höchste Spannung und überraschende Wendungen. Meine Gedanken beginnen nicht zu wandern, wie bei vielen der sogenannten Regionalkrimis. Es gibt auch keine übertriebene Vermarktung oder verlogenen Sterne. Ich danke dem Autor für den beschriebenen Umgang mit dem Verbrechen und die hervorragende Unterhaltung.

Sonja SilberhornWaidlertodKriminalroman Ich hatte mir den Waidlertod bestellt, obwohl er noch von niemandem bewertet worden war. Die bisherigen Titel der Autorin fanden aber glaubhafte Rezensionen, und der Bayerische Wald gefällt mir nicht nur als Handlungsraum für Bayernkrimis. Anfänglich erlebe ich einen klassischen Krimi mit Kommissarin, Kollegen, Staatsanwalt und mit dem privaten Beziehungsgefüge. Dann rücken aber der Wald und die Waidler ins Zentrum der Handlung. Der ständige Wechsel von Handlungsorten und Personen erfordert Konzentration und bewirkt hohe Spannung. Ich darf als Leser mitermitteln. Die Autorin erzeugt ausdrucksstarke, aussagekräftige Bilder der Personen und Orte. Das spannende Familiengeheimnis nimmt mich gefangen. Es ist unvorstellbar, aber glaubwürdig und wird mit sehr großem Geschick erzählt.

Marion Stadler – BayernhymneEin Altmühltal-Krimi mit Herz Ich vermute, die ich-erzählende Autorin ist wie die Kommissarin. Erleben, Denken und Handeln sowie Sichtweisen und Sprache waren mir anfänglich sympathisch. Der Untertitel hätte mich aber warnen müssen. Der Krimi mit Herz wird zu Gefühlsduselei und Übertreibung. Das gefällt den vielen weiblichen Sternen bei Amazon. Ich halte mich zurück und will diesen nicht widersprechen.

Anke NederZum Sterben braucht man keine HeimatBayerwald-Krimi Als niederbayerischer Krimileser kommt man natürlich auf den SüdOst Verlag und auf Anke Neder. In meinen Augen machen der Verlag und die Autoren, der bislang von mir gelesenen fünf Krimis, alles richtig. Anke Neder schreibt auf ihrer Homepage: “Schreiben ist für mich eine von vielen kreativen Möglichkeiten, das eigene Leben zu bereichern”. Diese Bereicherung wird an den Leser weitergegeben. Man entwickelt Wohlwollen und Verständnis für handelnde Person, auch wenn sie ungewöhnlich sind. Ich entdecke keine scheinbar verkaufsfördernden Übertreibungen, sondern natürliche Bezüge bei der Darstellung von Handlungen, Personen und Heimatraum. Dazu findet man gesellschaftliche und politische Aktualität, hohe Spannung und augenzwinkernden Humor. Sicherlich kann man über die Glaubwürdigkeit der Handlung streiten, das ist aber nicht so wichtig. Entscheidend sind gute Unterhaltung und gescheite Bereicherung beim Lesen.

Hugo NefeSündige WandlungBayerwaldkrimi Die Einordnung in eine Schublade ist für mich nicht möglich und notwendig. Spontan fallen mir Eigenschaften wie satirisch, grotesk, absurd, skurril, makaber, gruselig oder grauenhaft ein. Bezeichnungen wie schwarzer Humor oder Thriller sind genauso treffend wie Heimatroman. Für einen gewöhnlichen Krimi fehlen Polizei, Schuld und Strafbarkeit. Das trifft jedoch nur in Teilen und dann wieder gar nicht zu, weil sehr wohl gegen Gesetze verstoßen wird. Strafbares wird aber aus Verursachersicht als normal und zwingend notwendig dargestellt. Sogar die Dialoge mit dem Frettchen werden als gewöhnlich wahrgenommen. Personen und Handlungen zeigen verständliche, teilweise karikierte Eigenschaften und Verhaltensweisen sowie satirisch verpackte Gesellschaftskritik. Die Verharmlosung von Verbrechen und Tod ist beabsichtigtes Stilmittel. Auf unangenehme Übertreibung bei Humor und Erotik wird zugunsten von Feinsinnigkeit, Hintergründigkeit und Natürlichkeit verzichtet. Die Glaubwürdigkeit der Handlung ist nicht notwendig. Einige Handlungsteile sind in der Realität nur schwer vorstellbar, insgesamt werde ich jedoch vom Anfang bis zum Ende gefangen genommen, ohne dass meine Gedanken zu wandern beginnen. Der Autor mutet mir viel Ungewöhnliches zu, beschenkt mich aber mit sachkundiger Unterhaltung, sprachlichem Geschick, stimmigen Personen, kenntnisreichen philosophischen Weltsichten, augenzwinkernden Einsichten, trefflichen heimatlichen Hintergründen und hohem Abwechslungsreichtum. Und das ist nach meiner Kenntnis in der Flut von Heimatkrimis nicht die Regel. Die Sündige Wandlung ragt für mich hervor. Nach meiner Wahrnehmung findet keine Anpassung an Publikumsgeschmack oder Verkaufsförderung statt. Wer meine Bücherlisten bei Tivolifoto oder mein Amazonprofil kennt, weiß, dass ich kritisch mit den Sternen umgehe. Mir hat die Sündige Wandlung aber ganz einfach gut gefallen, obwohl ich ständig auf der Lauer nach einer berechtigten Kritik gelegen war. Zuletzt glaubte ich, doch noch etwas gefunden zu haben, weil ich anfänglich das Titelbild nicht verstand, bis sich mir Aussagen erschlossen hatten. So ist sie halt, die Sündige Wandlung.

Tessy HaslauerTod im Bayerischen WaldKriminalroman Ich lese die Autorin gerne. Nach Bruthitze und Nebel über dem Bayerwald folge ich ihr auf Amazon. Mit Vorfreude und hohen Erwartungen hatte ich diesen neuen Titel bestellt und wurde nicht enttäuscht. Der regionale Bezug und die Beschreibung der handelnden Personen stimmen mit meinen Erfahrungen überein. Das Mädchen-Pferdehof-Klischee wird überzeugend bedient, Handlungen und Auflösungen sind erwartbar. Obwohl ich geahnt hatte, wie es ausgehen muss, las ich gerne und angespannt. Es tat gut, dass nichts verkompliziert und übertrieben wurde oder ins Lächerliche abgeglitten ist. Der Kriminalroman ist nach meiner Erkenntnis zu vielen Bayernkrimis ganz einfach eine gelungene, angenehme, heimatliche Unterhaltung.

Werner GerlHaberfeldtreiberKrimi aus dem Berchtesgadener Land Diesmal hat der Autor alles richtig gemacht. Beste heimatliche Unterhaltung mit Spannung, Humor und augenzwinkernder Glaubwürdigkeit. Die Rezensionen bei Amazon sind ebenfalls richtig.

Inga Persson – Tod am AmmerseeOberbayern Krimi Die Autorin ist norddeutsche Wahlbayerin mit Erfahrungen im Berliner Politikbetrieb und in der Gastronomie am Ammersee. Der Verlag hat sie weg vom Politikmilieu zu einem sich besser verkaufenden Heimatkrimi gedrängt. Das merkt man, weil die Heimatbezüge unnatürlich erscheinen. Die Handlung ist künstlich zusammengeschustert, unglaubwürdig und enthält viele scheinbar bayerntypische Nebensächlichkeiten. Sprachlich und inhaltlich aufgebläht, ergibt sich in der ersten Hälfte kein Lesefluss, weil die Gedanken zu wandern beginnen. Die zweite Hälfte liest sich flüssiger und beinhaltet reißerische Sprachanteile. Die meisten Bayern-Klischees werden bedient. Der Debutkrimi ist insgesamt langweilig und bekommt bei Amazon Gefälligkeitsbewertungen zur Verkaufsförderung, die von bislang zwölf Personen als hilfreich gefunden wurden. Ich finde das auch. Der Ammersee gefällt mir.

Alexander BallyDer Tote am KirchturmEin Holledau-Krimi

Alexander BallyDer Tote am MaibaumEin Holledau-Krimi Die dritte und vierte Folge der Ermittlungen des Metzgermeisters Wimmer im Ruhestand und seiner Enkelin Anna hatte ich schon gelesen. Nummer eins und zwei sind wiederum beste heimatliche Unterhaltung.

Werner GerlMord auf EntzugKriminalroman Unglaubwürdig – auch als Satire. Die vermeintlich reißerischen und scheinbar witzigen Dialoge stören den Handlungsfluss und verhindern Spannung. Der Sternenhimmel bei Amazon stammt vermutlich von Lohnschreiberinnen. Das ansonsten geschätzte Verlagshaus begibt sich auf das Niveau des Groschenromans.

Alma BayerWildfutterEin Rosenheim-Krimi Das ist alles schon einmal dagewesen – auch das Pseudonym als Marketinginstrument. Wegen meiner hier nachgewiesenen Kenntnis dieser Gattung der Schreiberei, erlaube ich mir, die Autorin anzuklagen, mangelnde Originalität, vermeintlichen Humor und andauernde Langeweile zu verbreiten. Andererseits können sich 69 Prozent der bewertenden Weiber bei Amazon natürlich nicht täuschen. Wahrscheinlich haben aber viele erstmalig seit ihrer Schulzeit von ihrem Fußballfreund ein Buch geschenkt bekommen und dieses auch noch gelesen.

Jörg MaurerAm Abgrund lässt man gern den VortrittAlpenkrimi Hervorragend – er bleibt der verdiente Meister, auch wenn ich ihm schon untreu geworden bin.

Ruth M. FuchsTod einer ZwiderwurznEin Niederbayernkrimi Der Verlag ist der Eigenverlag der Autorin, die auch über die URLs rutmfuchs.de und niederbayernkrimi.de verfügt. Da scheint jemand großes vorzuhaben, die Substanz ist aber noch gering. Bei der Bezeichnung Niederbayernkrimis werde ich hellhörig, ob regionale Eigenheiten meiner Heimat trefflich beinhaltet sind und formuliert werden. Hier sind wohl die Ortsbezüge stimmig, Handlung und Personen aber beliebig. Vielleicht habe ich einfach auch viel überlesen, weil keine Spannung aufkam und meine Gedankenwelt oft in andere Gefilde abwanderte. Mir wurde es einfach egal, was passierte und wer gerade klischeehaft agierte.

Paul FenzlDer Freigänger von StadelheimSüdOst Verlag Bausteine bekommen langsam und mit mäßiger Spannung einen Zusammenhang. Hinweise zur möglichen Auflösung der Verwicklungen werden nicht gegeben – eher das Gegenteil. Das ist Irreführung des Lesers und strafbar.

Alexander BállyEin Mord und zwei LeichenEin Oberbayern-Krimi Die zwei Leichen sind der dritte Teil der bislang vier Wolnzachkrimis und noch beim Sutton-Verlag erschienen. Beste heimatliche Unterhaltung.

Alexander BállyTod im HopfengartenOberbayern Krimi Hier bietet der Emons Verlag Qualität an. Die vielen Sterne bei Amazon sind berechtigt. Beste heimatliche Unterhaltung

Ines EberlBoandlkramerKriminalroman Unglaubwürdig, oberflächlicher Regionalbezug, scheinbar verkaufsfördernder Titel, unverständliche Handlungsabbrüche, unwidersprochene Fünf-Sterne-Bewertungen bei Amazon – langsam verdichten sich diese Bewertungen für etliche Produkte des Emons Verlags, der aber auch Qualität anbieten kann.

Inge HirschmannBibergeilKriminalroman Langweilig, unglaubwürdig und mit eigenartigem Humor, der mich nicht anregt. Ständig werden Nebensächlichkeiten und die gesamte Gedankenwelt der handelnden Personen ausgebreitet. Mir war es schließlich egal, wie das ausgeht. Der Verlag missbraucht Käufer und Leser für Schreibübungen der Autorin. Die vielen Sterne bei Amazon kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich müsste ich dagegen anschreiben, habe aber momentan keine Lust dazu.

Markus RichterIns HerzNeuschwanstein-Thriller Das Buch wird mit vielen Mitteln zum Bestseller gemacht und hat dies verdient. Es ist glaubwürdig, spannend und verfügt über ein hohes Maß an historischer Kenntnis und realistischem Ortsbezug. Leider musste ich letzteren überfliegen, weil ich mich dort überhaupt nicht auskenne. Ich hätte mir vorher das hervorragende Internetangebot des Autors anschauen sollen. Mir wurde es also egal, an welchen Orten im Schloss und der Umgebung die jeweilige Handlung erfolgte. Außerdem wird die Handlungsfolge an spannenden Stellen oft durch Erklärungen und Rückblenden behindert. Dieses Stilmittel ist natürlich beabsichtigt. Ich würde das Werk aber sofort wieder kaufen, und freue mich, weil eine Folge angekündigt ist.

Hugo NefeGäubodengschwerlRoman Ausgefallen humorvolle, leichte Unterhaltung, die sprachlich geschickt formuliert ist und von der lokalen Presse umfassend und verkaufsfördernd bewertet wird. Entgegen der Aussage des Umschlagtextes hat mich die Frage nach dem Toten aus der Donau überhaupt nicht beschäftigt.

Walter Christian Kärger – Das Knistern von EisBodensee Krimi Hervorragend, aber etwas blutrünstig und aktionlastig

Lenz KoppelstätterNachts am BrennerEin Fall für Commissario Grauner Hervorragend

Lenz KoppelstätterDie Stille der LärchenEin Fall für Commissario Grauner Hervorragend

Doris Fürk-Hochradl – Kräuterrosi, ledig, sucht …Kriminalroman “Fröhliche Unterhaltung mit Hochspannung” steht auf der Rückseite. Nach meiner Wahrnehmung ist dies eine Irreführung und Verarschung des Käufers und Lesers. Es handelt sich um eine langweilige, humorlose, vorhersehbare, naive und primitive Gefühlsduselei ohne regionalen Bezug zum Innviertel. Wieder wurden die vielen Sterne bei Amazon vorwiegend von Damen vergeben. Ich hätte besser aufpassen sollen.

Tatjana KruseDer Gärtner war’s nichtDie K&K-Schwestern ermitteln Bayern-Krimi ist die falsche Abteilung – Deutsch-Klamauk würde gehen. Ins Absurde überzeichnete Personen und ein unverständliches Tatmotiv – oder liegt mir diese Form von Humor vielleicht weniger als der Damenwelt. Die vielen überschwänglichen Rezensionen bei Amazon wurden fast nur von Damen verfasst.

Lenz KoppelstätterDer Tote am GletscherEin Fall für Comissario Grauner Südtirol muss sich wie der Bodensee bei den Bayern-Krimis einordnen lassen. Bayern lieben die Bodenseeländer, Tirol und Österreich mehr als die Preußen und Deutschen. Krimi-Leser werden diesen Commissario, den Ispettore, die Menschen und das Land mögen. Eine spannende Geschichte mit Ötzi-Hintergrund.

Tessy HaslauerBruthitzeStraubing Krimi Die Bruthitze von 2012 ist mit Recht schon in der vierten Auflage und hat die vielen Sterne bei Amazon verdient. Hervorragend

Walter Christian Kärger – Der Zorn des ZeppelinBodensee Krimi Die beiden Vorgänger waren deutlich spannender und glaubwürdiger. Nummer drei ist aber immer noch gute Unterhaltung.

Karoline EisenschenkBluternteNiederbayern-Krimi Nach meiner Begeisterung über Walpurgisnacht und Der letzte Tanz habe ich die Bluternte schon vorgemerkt. Ich lasse mich gerne mit geistreichen, spannenden und heimatlichen Motiven unterhalten, und die Bluternte ist beste heimatliche Unterhaltung. Man spürt die Liebe zur Heimat und das Verständnis für die Menschen, das natürlich seine Grenzen bei Habgier und kriminellen Handlungen hat. Die Autorin kennt die Personen, das Leben und die Arbeit in einem Bauerndorf. Freilich ereignet sich eine Fülle von Handlungssträngen, die für mehr Dörfer als Neukirchen gereicht hätte. Dafür bekommt man aber viele überraschende Wendungen, laufende kleine Lösungen und eine sich ständig steigernde Spannung. Die sprachlichen Mittel sind eine abwechslungsreiche Mischung aus Dialogen, Gedanken, Gefühlen, Beschreibungen und Handlungen, die glaubwürdig ist. Der Leser hat es leicht, wird aber schon gefordert, sich mit dem Übersichtsplan von Neukirchen und dem zweiseitigen Personenüberblick im Vorspann zu befassen. Die Handlungsstränge und deren Auflösung haben eine positive Grundstimmung. Erwartbares wird in kleiner Dosierung verarbeitet. Es wird aber so gekonnt erzählt, dass man gerne zustimmt. Außerdem sind bei Personen und Handlungen auch die Widersprüche und Widrigkeiten des richtigen Lebens zu erkennen. Das Ende beinhaltet Lösungen bei denen nichts offen bleibt, die aber auch nicht von einem geübten Krimi-Leser zu erwarten sind. Nur warum Konrad Stadler seine Felder trotz anfänglicher Weigerung verkaufen wollte, ist mir entgangen. Ich freue mich, wieder einen Höhepunkt des Bayern-Krimis gelesen zu haben. Meine Erwartungen sind mehr als erfüllt worden.

Andreas FöhrSchwarzwasserKriminalroman Hervorragende Unterhaltung

Franz Hafermeyer – Das Spätzle SyndikatSchwabenkrimi Am Anfang der Syndizierung stand vermutlich der Verlag, welcher mit reißerischem Titel und Titelbild sowie dem Format Schwabenkrimi Geld verdienen will. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Es hat ja mit den Groschenromanen gut funktioniert und funktioniert mit Taschenbüchern wie diesem heute noch. Um den Autorennamen wird die Legende gesponnen, dass er nicht stimmt, weil der Autor selbst die bösen Jungs jagt, und diese ihn nicht erkennen sollen. Ein Portraitfoto findet sich aber schon auf den Internetseiten des Verlags. Die Handlung neigt zu Unglaubwürdigkeit, Klischeehaftigkeit und Aktionlastigkeit. Das Geschehen ist leicht verständlich, weil zu Vorgängen und Dialogen die gesamte Gedankenwelt der handelnden Personen in Wiederholungen ausgebreitet wird. Wer auch immer der Autor ist, er sollte sich wegen des Verdachts der Graphorrhö behandeln lassen. Die bisherigen drei Fünf-Sterne-Kundenrezensionen bei Amazon sind unglaubwürdig und dienen nur der Verkaufsförderung. Auch ich empfehle nachdrücklich den Kauf, damit die Kriminalfälle dieses Syndikats aufgeklärt werden.

Nikola FörgScharfe HundeEin Alpen-Krimi Für viele Menschen ein Bestseller, den ich nicht nochmal kaufen würde. Ich hatte aber viel Zeit, weil meine Internetverbindung längerfristig gestört war.

Jörg MaurerIm Grab schaust du nach obenAlpenkrimi Ein aktuelles Thema, das geschickt mit den üblichen Vorgehensweisen des Autors verpackt worden ist. Das ist gute Unterhaltung, die mir gefällt.

Dietmar Gschrey – Rabenkrähe die letzte – Ein Michael-Kramer-Kriminalroman Unglaubwürdig, humorlos und langweilig

Walter Christian Kärger – Tunichtgut und TunichtböseBodensee Krimi Hervorragend

Pfr. Alfred BinderRequiem Aeternam oder Quiquid latet, apparebit Der Bayern-Krimi macht vor nichts und niemandem Halt. Empfehlung der Buchhandlung Kemme, Altstadt 5, 94486 Osterhofen

Ossi HeindlMax Esterl und das drumherum – Max Esterls vierter FallEin Böhmerwaldkrimi Sympathisch, menschlich, liebenswert und gelegentlich ein wenig naiv. Ein Muss für Freunde des Böhmerwaldes und der Volksmusik.

Günther FrühmorgenSpionin Escora – Bayerischer Kriminalroman der anderen Art Ein Wunder, dass ich diese andere Art nochmal durchgehalten habe.

Günther FrühmorgenKatzendraller – Bayerischer Kriminalroman der anderen Art Diese “andere Art” ist sehr gewöhnungsbedürftig. Würde ich das Lebensgefühl der 1970er Jahre, die damals aktuelle Musik und den Dialekt nicht kennen, hätte ich abgebrochen. So entstanden aber immer wieder Erinnerungsbilder, die zum Weiterlesen anregten. Die Handlung war für mich chaotisch erzählt und langweilig. Der Umgang mit der Sprache ist sehr eigenwillig, ungewöhnlich und manchmal verwirrend.

Walter Christian Kärger – Das Flüstern der FischeBodensee Krimi Hervorragend

Jutta MehlerMord mit SchokogussKriminalroman Normalerweise bin ich bei solchen Titeln von Autorinnen eher vorsichtig. Diesmal wurde ich von der Osterhofener Zeitung auf den Krimi aufmerksam gemacht, weil die Geschichte im benachbarten Künzing spielt. Und ich musste nichts bereuen. Das ist beste heimatliche Unterhaltung in jeder Hinsicht.

Karin HolzHerbstfinsternisBayerwald-Krimi Der Weisswurstbayern-Blog hatte mich auf diesen Titel hingewiesen. Ich nahm ihn in meinen Wunschzettel bei Amazon auf und wartete, bis erste Bewertungen kommen würden. Weil diese aber ausblieben, suchte ich im Netz nach weiteren Informationen. Meine Absicht war, wieder eine spannende, wirklichkeitsnahe und bayerische Unterhaltung zu finden. Die Jagd im Bayerischen Wald interessierte mich eigentlich nicht, der Kauf erfolgte aber trotzdem. Und ich wurde reich belohnt. Die beschriebenen Personen und der Wald waren mir bekannt. Beim Lesen erlebte ich Verständnis und Liebe für Menschen, Natur und Heimat. Die Herbstfinsternis braucht keine Klischees und keinen Humor. Es geht um sehr intensives, natürliches Erleben. Das ist keine übliche Krimi-Kost, die den Bayern-Krimi vielfach sogar in die Lächerlichkeit führt. Es ist aber ein spannendes Miterleben und beste Unterhaltung mit dem ernsten Hintergrund von kriminellen Handlungen. Am Anfang war ich ein wenig mit den vielen Namen überfordert, bis ich mir eine Liste machte. Durch die Fachsprache der Jäger musste ich auch einiges nochmals lesen oder überlesen. Jetzt bin ich aber gespannt, ob sich nach dieser ersten Bewertung eine Folge einstellt. Nach meiner Wahrnehmung und Leseerfahrung ist die Herbstfinsternis ein hervorragender Bayern-Krimi.

Thomas BogenbergerHattinger und der Nebel Beste, bairische Unterhaltung. Zitat auf Seite 383: “Klar ist, dass durch einen Verzicht auf das Bairische das Wesentliche verloren ginge – wenn nicht die Seele des Ganzen.”

Thomas BogenbergerChiemsee BluesHattinger und die kalte Hand Der Chiemsee Blues ist eine Entschädigung für den Schmarrn, den ich unter den Bayern-Krimis schon gelesen habe. Als Erstlings-Krimi des Autors von 2011 ist er 2016 mit Recht schon in der fünften Auflage. Aus altbayerischer Sicht ist der Krimi allein schon wegen der Wahl der sprachlichen Mittel bei Dialogen im Dialekt ein Genuss. Die Schreibweise des Dialekts ist so geschickt gemacht, dass der Inhalt im gesamten deutschsprachigen Raum verstanden wird. Es gibt sogar eine kleine Sprachkunde im Anhang. Die Sterne bei Amazon lügen nicht. Ich warne aber davor, wieder hereingelegt zu werden.

Tanja Voit – KinikillerOberbayern Krimi Unglaubwürdig und langweilig – ein Kommissar, der sein Gedächtnis verloren hat, dennoch arbeitet und ständig nicht in seinem Buch über Kriminalistik liest. Das einzig spannende und der Grund meines Auslesens waren, welche abgenutzten Klischees die handelnden Personen auslassen. Denk- und Handlungsweisen sowie Dialoge sind einfältig und naiv, die Sterne bei Amazon vermutlich als Gefallen erbeten oder erkauft. Der Verlag muss sich fragen lassen, ob es ihm nur ums Geldverdienen mit einem reißerischen Titel geht. Als Käufer werde ich betrogen und als Leser beleidigt, weil an meinem Verstand gezweifelt wird. Prien und der Chiemsee haben dieses Buch nicht verdient. Ich möchte zum Kauf ermuntern, damit meine Bewertung bestätigt wird. Sechsmal fünf Sterne kann ich bei Amazon nicht sprachlos stehen lassen, deshalb kopiere ich diese Zeilen zum Amazon-Kinikiller.

Johannes K. SoyenerToteisseerosenheimerkrimi Hervorragend in allen Blickpunkten, mit denen man einen regionalen, wirklichkeitsnahen Kriminalroman bewerten kann

Patrick BorsiDer BloggerKriminalroman Ich verlege den Schwarzwald kurz nach Bayern, damit ich den Roman bei den Bayern-Krimis einordnen kann. Froh war ich, als ich fertig war. Der ständige Wechsel von Personen, Orten und Handlungen ist anstrengend gewesen – um nicht zu schreiben verwirrend. Es geht fast nicht um das Bloggen, sondern um kriminelle Machenschaften der Pharmaindustrie. Unterhaltungswert und Spannung sind besonders in der zweiten Hälfte hoch.

Wolf Schreiner – LammfrommEin Krimi aus dem Bayerischen Wald Überbewertet bei Amazon. Es kommt keine Spannung auf. Mir war es bis zum Schluss egal, wer den Mord begangen hat. Handlungen und Personen sind klischeehaft.

Karoline EisenschenkWalpurgisnachtNiederbayern-Krimi Durch die vielen Personen musste ich sehr konzentriert lesen. Einiges erschien mir etwas wirklichkeitsfremd. Insgesamt war es aber eine angenehme Unterhaltung. Den Nachfolger hatte ich uneingeschränkt hochgelobt. Einen weiteren Nachfolger werde ich bestimmt lesen.

Thomas BogenbergerHattinger und die SchattenKrimi Seite 508: “Das alles ist so nicht passiert, es hätte aber durchaus so gewesen sein können.” Aktuell, wirklichkeitsnah, spannend, humorvoll. Beste Krimi-Unterhaltung!

Susanne RößnerSparifankerlOberbayern Krimi Wenig glaubhaft, vielleicht etwas zu grausam, aber geschickt erzählt und somit eine spannende Unterhaltung mit einem ernsten Hintergrund

Markus RidderDie Krabbe – Landsberg-Ammersee-Krimi Unglaubwürdig, grausam, Regionalbezug nur mit Ortsnamen, beim Lesen wird man aber durch unerwartete, abartige Entwicklungen gefesselt

Anke Bahr, Lotte KinskoferDie ganze Wahrheit über das Dirndl im MoorOberbayern Krimi Auf Seite 39 ist von einer Villa in Oberföhring zu lesen, deren Garten an den Englischen Garten grenzt. Auf 41 geht es dann weiter mit dem nur einen Steinwurf entfernten Fernsehgelände des Bayerischen Rundfunks. Wenn so etwas gedruckt wird, vermutet man weitere Fehler. Insgesamt wurde es dann doch unterhaltsam, neigt aber eher zur Unglaubwürdigkeit.

Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger – SteckerlfischKriminalroman Unterhaltsame Geschichte mit mäßiger Spannung, aber stimmigen regionalen und kritischen Hintergründen

Regina Ramstetter ApostelwasserNiederbayern Krimi Zum Schluss musste ich sogar auf einen sonnigen Septembertag im Biergarten verzichtet, weil ich im Apostelwasser gefangen war. Die Niederbayern Krimis der Autorin heben sich genauso wie das Internetangebot von der Masse ab. Das Apostelwasser ist hervorragend und ausgezeichnet mit bislang fünfzehn Mal fünf Sternen bei Amazon, die den Roman von vielen Seiten besonders lobend bewerten. Da ist alles treffend und wahr formuliert. Personen, Handlung und Orte im Apostelwasser sind wirklichkeitsnah und meist überzeugend. Heimatbezug, Sprache, Sachlichkeit, Spannung und Humor verdienen besonderes Lob.

Regina RamstetterLattenknallerNiederbayern Krimi Wirklichkeitsnah, gescheit und unterhaltsam. Die Wahl der sprachlichen Mittel ist abwechslungsreich und kreativ. Bei mir beeinträchtigt dies aber ein wenig den Lesefluss. Das Internetangebot der Autorin ist auffallend gut gestaltet.

Susanne RößnerDiridariOberbayern Krimi Unterhaltsam, aber unglaubwürdig und als Fortsetzungsfall ein wenig langweilig. Fingerabdrücke mit auf Gummihandschuhen aufgeklebter Menschenhaut sind ein alter Hut – genauso wie die Titelwahl.

Guido Buettgen – ChampagnerblutOberbayern Krimi Unterhaltsames Erstlingswerk mit bemerkenswerten sprachlichen Mitteln. Dem Kriminalrat und dem Kommissar bleibt hoffentlich das Schicksal der Serie erspart.

Thomas Neumeier – ReinheitsgebotKriminalroman Spannend und mit abwechslungsreicher Handlung, die wirklichkeitsnahe, aber auch unglaubwürdige Züge hat. Über den Autor erfährt man wenig – auch auf Facebook. Titel und Verlagstext lassen eine unangemessene Werbestrategie vermuten.

Jörg MaurerSchwindelfrei ist nur der TodAlpenkrimi Ich habe mir mehr erwartet.

Karoline EisenschenkDer letzte TanzNiederbayern-Krimi Nach meinen Vorlieben einer der besten Krimis, die ich kenne. Zuerst wollte ich nur hervorragend schreiben. Da die Autorin noch wenig bekannt ist, füge ich diese Bemerkung hinzu.

Michael GerwienKrautkillerEin Fall für Exkommissar Max Raintaler Handlung, Personen, Dialoge, einfach nur dumm und schlecht. Mit Satire hat das nichts zu tun.

Robert HültnerAm Ende des TagesKriminalroman Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2014

Harry KämmererHeiligenblutKriminalroman Die Handlung verliert sich in Nebensächlichkeiten, ist wenig spannend und humorvoll.

Franz Xaver RothFalscher MannWirtshauskrimi Ich bin gerne Gast im Hammer-Eck und kenne die Stammgäste recht gut. Es ist immer etwas los, das mich bestens unterhält.

Susanne RößnerFangermandlOberbayern Krimi Abartige Verbrechenslage, die spannend, aber vermutlich leider auch wirklichkeitsmöglich erzählt wird. Der Titel und sein Zusatz sind nur Verkaufsstrategie.

Joe FischlerVeilchens WinterValerie Mausers erster Fall – Alpenkrimi Unrealistisch, überbewertet und abbruchreif, wenn mich nicht eine Bahnfahrt zum Lesen gezwungen hätte. Die vielen Sterne bei Amazon wurden vermutlich bei Lohnschreibern gekauft. Das ist als Betrug der eigentliche Kriminalfall.

Tessy HaslauerNebel über dem BayerwaldKriminalroman Hervorragend

Jörg MaurerDer Tod greift nicht danebenAlpenkrimi Nach den ersten vier Titeln von Maurer hatte ich mir vorgenommen, keinen weiteren zu lesen. In der Bahnhofsbuchhandlung wurde ich dann bei diesem siebten Werk wieder schwach. Einen neuen Maurer kann man mittlerweile nicht mehr übersehen. Das Buch bekam sogar in der SZ vom Samstag, den 28. Februar 2015 eine ganzseitige Werbeanzeige. In meinen Augen sind Andreas Föhr und Marc Ritter um Klassen besser, weil sie geschickter mit Spannung und Humor umgehen. Diesen Krimi mit dem Hintergrund von Amputation und Prothetik empfinde ich als mittelmäßig und teilweise geschmacklos.

Hans-Peter Dinesh BauerNantovinus – der Che-Faktorein Alpenkrimi Der Kauf erfolgte über die Empfehlung bei Amazon. Ich musste die Lektüre abbrechen. Der Inhalt ist Schmarrn. Layout und Satz sind ohne Silbentrennung in sehr langen Blöcken. Der Text hat rechtschriftliche und grammatikalische Mängel. Ich habe den Eindruck, dass Bewertungen bei Amazon geschickt gefälscht werden. Das Buch hat nicht einmal das Gnadenbrot im Regal verdient. Es muss zum Altpapier.

Andreas FöhrWolfsschluchtKriminalroman Hervorragend

Marc RitterFrauenmahdKriminalroman Den direkten Nachfolger von Stieranger ließ ich aus, da lief mir in der Bahnhofsbuchhandlung die Frauenmahd über den Weg. Sehr schnell liest man sich wieder in das Lebensumfeld des Gonzo Hartinger ein. Die Geschichte nimmt erstaunliche Wendungen, ist aktuell und wird humorvoll erzählt. Hat man Zeit zum Anfangen, dann hat man schnell keine Zeit mehr, weil man alles wissen und erleben will.

Leonhard F. SeidlGenageltKriminalroman Mehrfach bin ich schon vom Münchner Tivoli mit dem Fahrrad zu Protestveranstaltungen gegen den Autobahnausbau in und durch das Isental gefahren. Ich kenne den Schwammerl, das Lindumer Kircherl und die umliegenden Ortschaften aus eigener Anschauung. Was dort durch Politiker und Geschäftemacher passiert, ist ein legales Verbrechen. Örtlichkeiten und politische Hintergründe werden mit Liebe und Sachlichkeit beschrieben. Es gibt satirische und hintergründige Elemente. Die Handlung ist aber vielfach unglaubwürdig und wenig spannend. Trotzdem empfehle ich den Roman, weil er wichtige Politik- und Gesellschaftskritik beinhaltet.

Alexander Frimberger (Hrsg.), Lothar Wandtner (Hrsg.)Der Zamp und andere Krimi-Kurzgeschichten aus dem Bayerischen Wald – Ralf-Bender-Krimipreis 2013 Ausgezeichnete Unterhaltung mit den 15 besten Kriminalkurzgeschichten aus 93 Einsendungen

Andreas FöhrTotensonntagKriminalroman Hervorragend

Marc RitterHerrgottschrofenKriminalroman Für März 2014 ist Stieranger vom Verlag angekündigt. Dann will ich wieder ein Abenteuer mit Gonzo Hartinger erleben.

Marc RitterJosefibichlKriminalroman Nach Aussage des Autors handelt es sich um einen kriminellen Heimatroman. Mir hat er sehr gut gefallen. Ich werde wohl auch den Nachfolger bestellen.

Roland KrauseFuchsteufelswild – Ein Fall für Josef Sandner Für mich wenig verständlich und schwer lesbar – abgebrochen

Wolf Schreiner – StoßgebeteEin Krimi aus dem Bayerischen Wald Unglaubwürdig, aber offensichtlich ernsthaft gemeint

Andreas FöhrKarwocheKriminalroman Hervorragend

Julie FellmannNacht der EinsamenOberbayern-Krimi Hervorragendes Erstlingswerk der Autorin. Der Untertitel müsste eigentlich Oberbayern- und München-Krimi heißen. Das Ermittler-Team lebt und arbeitet in München, es muss aber einen Fall südlich von München klären. Die Lokal-Szene um den Gärtnerplatz und die Kripo-Zentrale in der Ettstraße sind geschickt miteingebaut. Den bisherigen zwei Kundenrezensionen bei Amazon braucht man nichts hinzufügen. Einen weiteren Fall werde ich bestimmt lesen.

Markus RidderDer BlütenstaubmörderLandsberg-Ammersee-Krimi Hervorragend, die Sterne von Amazon lügen nicht.

Volkmar Steininger – Mordshexe Ein Niederbayernkrimi Unglaubwürdig, aber offenbar ernst gemeint. Bald bemerkt man sprachliche und inhaltliche Mängel. Oberflächlichkeit und Vordergründigkeit der Handlung sind mit Vorabendprogramm oder Primitivfernsehen vergleichbar. Die wenigen Bezüge zu Niederbayern sind fast nur Ortsnamen. Im Vorspann ist eine übertriebene Lobhudelei von so genannten Krimiexperten aus dem Vorabendmilieu platziert. Dabei wird die Täterin verraten, die sich dann ohne Verdachtsmomente und besondere Handlungsanteile nach der ersten Lesehälfte selbst zu erkennen gibt. Wenn etwas nicht so gut gefällt, dann schweigt man im Normalfall diskret. Wenn aber etwas mit Niederbayern unglaubwürdig und unnatürlich in Beziehung gesetzt wird, dann muss ich das kritisieren, weil es leider kein Einzelfall ist.

Dorothea BöhmeSauhaxnKriminalroman Mordsgaudi

Ingrid WernerNiederbayerische AffärenKriminalroman Unglaubwürdig, einfältig und keine natürlichen Bezüge zu Niederbayern! Die Sterne bei Amazon sind manchmal trügerisch. Sollte ich wieder ein Buch von einer Autorin bekommen, das im Anhang Rezepte beinhaltet, werde ich es ungelesen zurückschicken.

Ono MothwurfWerbevoodooWondraks zweihärtester Fall

Christiane TramitzHimmelsspitzEin Alpen-Krimi Bilder in Worten, beste Unterhaltung und Spannung

Roland VoggenauerKreuzwegChiemgau-Krimi Lesenswert – teilweise bayerisch geschriebene Dialoge

Christian LimmerUnter aller SauKriminalroman Beste Niederbayern-Gaudi

Jörg Steinleitner AufgedirndltEin Fall für Anne Loop Eine Gaudi – wie man diesen Videos entnehmen kann

Jörg MaurerOberwasserAlpenkrimi Wenn man Föhnlage, Hochsaison und Niedertracht gelesen hat, dann… Ich werde keine weitere Fortsetzung mehr lesen und versuche lieber Neues zu entdecken.

Franz Xaver RothBöser Mann Mir gefällt es. So böse ist er gar nicht. Ich habe eine Vorliebe für Bayern-Krimis. Leuterding oder anders gesagt Zorneding kann ich mir einfach besser vorstellen als die Bronx, weil ich viel mit dem Fahrrad im Speckgürtel von München unterwegs bin. Die handelnden Personen kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung.


Romane

Max BrymVerrat in München und BurghausenRomantrilogie Teil I Autor und Verlag bereiten sich mit der vorliegenden Form der Buchveröffentlichung keinen großen Gefallen. Es sind nämlich viele rechtschreibliche, stilistische, grammatikalische und inhaltliche Fehler beinhaltet. Das lässt Fehler in der gesamten sachlichen Richtigkeit vermuten. Offensichtliche Mängel sind beispielsweise das Montagnolas-Palais am Münchner Paradeplatz und der Ort Brandenburg an der Grenze zu Österreich. Montgelas Palais und Brannenburg wären richtig gewesen. Zur sprachlichen kommen also Probleme mit der sachlichen Richtigkeit. Die formale Darstellung des Inhalts ist laienhaft, z. B. Blocksatz mit großen Wortabständen und fehlender Abschnittsgliederung. Ohne Absätze liest sich das Buch wie eine gleichförmige, eintönige Textwüste. Der Inhalt ist aber insgesamt glaubhaft und spannend. Es fällt jedoch schwer, den Überblick über die vielen Personen zu behalten. Das Besondere ist, man kann Geschichte miterleben. Außerdem vermitteln die unfreiwillige Fehlersuche und Fehlerwahrnehmung gewisse Erfolgserlebnisse. Trotz der Widrigkeiten möchte ich wissen, wie es mit Hans Faber und Lore weitergeht, obwohl mir die Geschichte des Dritten Reichs bekannt ist. Für die zwei Folgebände erwarte ich aber ein professionelles Lektorat und Layout.

Michaela Kastel – So dunkel ist der WaldThriller Der Verlag hat eine eigene Internetseite für das Werk eingerichtet. Das Buch ist gebunden, hat einen Schutzumschlag und erzeugt Höchstspannung. Das Internet ist voll mit Lobeshymnen, denen ich mich nur anschließen kann. Leider gibt es die Autorin nur auf Facebook, worauf ich grundsätzlich nicht verlinke.

Benedikt Feiten – Hubsi DaxEine Wirtshauslegende Der Autor hat das Thema verfehlt und ist ein Sprachverderber, z. B. beinhalten Sätze keine konjugierten Verben, sondern Reihungen von Infinitiven und Partizipien. Weil der Inhalt nach dem hälftigen Lesen nicht erkennbar gewesen ist, musste ich das Werk beenden. Man kann mir natürlich vorhalten, es nicht verstanden zu haben. Der bisher gelesene Teil ist aber nicht Kult und Moderne, sondern Humorlosigkeit und Langeweile. Glauben Sie der SZ-Mitarbeiterin und den Amazon-Sternen, damit Sie sich selbst davon überzeugen können! Der Verlag hat ein Hardcover mit Leseband gestaltet. Die Stadt München hat dem Autor ein Literaturstipendium gewährt. Beides war wohl aus der Sicht von falsch verstandener Qualität und Literatur angemessen. Aus einem geschwätzigen Berliner Schreiberling kann man aber keinen kultigen Bayern mit Wirtshauserfahrung machen.

Jan WeilerKühn hat ÄrgerRoman Hervorragend

Christiane Tramitz – Harte Tage, gute JahreDie Sennerin vom Geigelstein Durch Himmelsspitz wurde mir die Autorin bekannt. Die Sennerin hatte ich bei einigen Büchern hinten angestellt. Als ich aber mit dem Leben der Oberkaser Mare anfing, war ich gefangen. Der Roman ist hervorragend. Die wirkliche Mare kann man mit diesem Video anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=6gFf3FtaEoU, die Autorin äußert sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=wDvh_iQue9g. Nach dem Lesen bekommen Sennerin und Autorin bei mir einen Spitzenplatz.

Martin ArzDie wilde Reise des unfreien Hans S.… und seine höchst erstaunlichen Erlebnisse auf dem Weg ans Ende Meisterlich, aber blutrünstig, sexuell ausschweifend und drogensüchtig

Florian F. Scherzer – NeubayernRoman Der Roman verdient höchstes Lob. Neubayern ist für Altbayern eine Pflichtlektüre und für alle Büchermenschen ein einzigartiges Meisterwerk, das man mit Genuss und Gewinn liest.

Herbert RosendorferAbsterbende GemütlichkeitZwölf Geschichten aus der Mitte der Welt Ich ließ mich ein wenig von den Briefen in die chinesische Vergangenheit, vom großen Namen und der Erwartung von Heiterkeit und Humor verleiten, werde aber keinen Rosendorfer mehr lesen.

Jan WeilerKühn hat zu tunRoman Hervorragend

Theresia GrawGlück ist nichts für schwache NervenRoman Empfehlung von Bumeders Buchtipps: Die Bayerische Bücherschau Ostern 2015. Weiberkram, aber gut gemacht!

Helmut EcklIrgendwo hören sich die Grenzen aufEin satirischer Roman

Alfons Schweiggert – Das Buch – Roman Eine großartige Idee wird in diesem kleinen Meisterwerk hervorragend in Handlung und Sprache umgesetzt.

Simone BauerIsarvorstadt In der Bavarica und Monacensia Abteilung beim Hugendubel am Marienplatz wird dem Besucher eine Auswahl vorgelegt, von der ich schon öfter etwas Unüberlegtes mitnahm. Diesmal war es ein absoluter Reinfall.

Moritz BaumstiegerSülze hilft gegen alles außer HeimwehWie mir ein Metzger die Welt erklärte Schnell bemerkt man, dass die Geschichten oberflächlich zu einem sogenannten Roman mit Handlungsort München zusammengeschustert wurden. Beim Versuch Münchner Lebensart wahrzunehmen und wiederzugeben zeigt sich ein eigenartiger Humor. Die hohe Zahl von überwiegend positiven Bewertungen bei Amazon ergibt sich wohl durch die Leichtigkeit, Heiterkeit und Einfachheit der Geschichten, die mit dem Niveau von Vorabendserien im Primitivfernsehen vergleichbar sind. Jemand hat vielleicht seinen gesamten Bekanntenkreis animiert, Bewertungen bei Amazon für den Verkaufserfolg dieser Sülze zu schreiben.

Harald Grillgehen lernenRoman in Geschichten Ich erinnere mich beim Lesen an viele Begebenheiten in meiner eigenen Kindheit. Mich beeindruckt besonders das Erkennen der sprachlichen Mittel mit denen der Autor die Gedanken, Sichtweisen und Erlebnisse eines Buben beschreibt.

Angelika SchwarzhuberLiebesschmarrn und ErdbeerbluesRoman Dieser erste Roman der Osterhofener Autorin wurde in Artikeln der Osterhofener Zeitung vorgestellt. Dann entdeckte ich das Buch in der Auslage der Buchhandlung Kemme. Ich kann Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen, um welchen Schmarrn es sich handelt – um eine geschmackvolle Speise oder um etwas mit geringem Wert. Es empfiehlt sich von Zeit zu Zeit so etwas zu lesen. Das schärft den Blick auf Gutes, Schönes und Echtes.

Moses WolffDer Wildbach ToniEin Bergroman Er isch a Freind vo Toni Tivoli, Susi Eisbach, Paul Stattlersch, Elga Bavara Belvedere und Heidi Henan. Diese hervorragende Gaudi hat somit auch etwas mit dem Geheimnis vom Tivoli zu tun. Erleben Sie den Wildbach Toni in zahlreichen Videos der gleichnamigen Serie, die für die Online-Portale der Titanic und der Süddeutschen Zeitung produziert wurde!


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